Limes (Martyn F., 2014)

Für 1-2 (-6) Spieler ab 8 Jahren
Autor: Martyn F.
Verlag: Abacusspiele
Spieldauer: 20-30 Minuten


Verlags-Beschreibung:

Vor 2000 Jahren: An der Grenze des Römischen Reiches scheint das Leben seinen gewohnten Gang zu gehen. Doch jenseits der Grenze lauern die Barbaren. Und so müssen die Spieler nicht nur die Felder bestellen, Fische fangen und Holz hacken, sondern auch ein cleveres Netz von Wachtürmen planen.

Quelle: www.abacusspiele.de © Abacus Verlag


Das Spiel:

Bei diesem relativ einfachen Legespiel, bekommt jeder Spieler 24 Kärtchen, auf denen zwei oder drei der insgesamt vier verschiedenen Gebiete/Landschaften abgebildet sind, sowie 7 Spielfiguren. Die Kartensätze sind identisch und nummeriert.

Ein Spieler mischt nun seinen Kartenstapel, und legt anschließend eine Karte vor sich aus. Der Mitspieler sucht nun aus seinem (nicht gemischten) Stapel die identische Karte (Nummer) aus, und legt diese ebenfalls vor sich ab. In der zweiten Phase kann nun jeder Spieler für sich entscheiden, ob er auf eines der Gebiete der soeben gelegten Karte eine seiner Spielfiguren einsetzen will. Je nachdem, auf welchem Gebiet die Figur steht, wird diese bei der Schlusswertung entsprechend gewertet. Sobald der Mitspieler seine Figur gesetzt hat, oder darauf verzichtet, zieht der Startspieler erneut eine Karte, legt diese aus und platziert ggf. eine seiner Spielfiguren darauf. Der nachfolgende Spieler sucht anschließend die selbe Karte und verfährt ebenso. Immer das Ziel vor Augen, eine Auslage von 4x4 Karten zu errichten, bei der möglichst große, zusammenhängende Gebiete geschaffen werden. Denn nur das bringt Punkte, sofern eine Figur auf der entsprechenden Landschaft steht. Wenn nicht, Pech! Um jedoch im späteren Spielverlauf doch noch eine Figur auf ein Gebiet zu stellen, welches sich mehr oder weniger zufällig gebildet hat, und durchaus lukrativ zu sein scheint, kann eine Figur auch bewegt/versetzt werden. Dabei gilt jedoch, es muss ein benachbartes Gebiet sein, auf das gezogen werden soll.

Sobald beide Spieler eine 4x4 Auslage errichtet haben, endet das Spiel und es kommt zu einer abschließenden Wertung.


Variante:

Der Spielmechanismus ist so ausgelegt, dass man LIMES problemlos auch alleine spielen kann. Die Spielregeln bleiben dafür komplett unverändert. Ziel ist es dann, so viel Punkte wie möglich zu erspielen. Eine magische Grenze hierbei sind für Anfänger 40 Punkte, und für geübte Spieler 50 Punkte, zu erreichen.


Unser Spielgefühl:

Wie auch schon in den Spielregeln erwähnt, ist es völlig witzlos, seinen Mitspieler bei jedem Zug zu kopieren. Dies würde zu einem Unentschieden führen, was eigentlich doch keiner will.

Wir sind dabei aber gar nicht auf die Idee gekommen, die Auslage des Mitspielers zu kopieren, warum auch? Schließlich denkt jeder er hätte das Glück auf seiner Seite und könne ein größeres Gebiet mit den nachfolgenden Karten erschaffen.

Allerdings ist bei unseren ersten Testrunden recht schnell die Spannung verflogen! Warum? – Wissen wir nicht. Aber, die Solo-Variante, die hat uns so richtig gepackt. Diese war so spannend und kurzweilig, dass wir sehr vieler Solo-Partien hintereinander absolvierten – und zwar abwechseln! Immer auf der Jagd nach der aktuellen Bestmarke und nach Ergebnissen über 45 Punkte. Ja, LIMES hat uns im zweiten Anlauf überzeugt. Nicht als Zweier-Spiel, sondern als Zweier-/Dreier-Solo-Partie. Klingt zwar etwas ungewöhnlich, aber so hat es sich bei uns ergeben, und wir fanden ein Abwechselndes spielen deutlich reizvoller als ein Gleichzeitiges. Dies liegt aber auch daran, das gerade die Solo-Variante in ein paar Minuten durch ist, und so keiner lange auf seine nächste Chance warten muss. Die Chance, endlich zu zeigen, dass man die 45 oder gar 50 Punkte Marke knacken kann.


Genauer betrachtet:

Abacusspiele wirbt auf seinem InfoFlyer zu LIMES mit folgenden drei Facts:
1. Taktischer Legespielspaß für zwei Römer
OK, auch wir Schwaben haben das Spiel verstanden und hatten Spaß.
Mir kennet halt älles :-)
2. Für beliebig viele Spieler erweiterbar
Das stimmt auf jeden Fall, allerdings sollten sich nicht mehr als 4 Spieler beteiligen. Sonst wird’s unübersichtlich.
3. Auch solo spielbar
JA, und zwar super, und nicht nur einmal. Schnell fordert man sich zu einer Revanche! Denn die 50 Punkte Hürde ist verdammt hoch.


Fazit:

Netter Zeitvertreib für zwischendurch - mit leichtem Suchtfaktor. Spannung beim Solospiel deutlich höher als in Zweierpartie. Stimuliert den Schädelinhalt - nachhaltig ;-)
Sich selber eine Revanche abzuverlangen, das bewirkt nicht jedes Spiel. Deshalb unser Tipp, wenn mal kein Spielpartner greifbar ist, einfach eine Partie LIMES und die Zeit vergeht wie im Flug.

In diesem Sinne, ich geh‘ jetzt spielen …..


Anmerkung:

LIMES-Beilage in der Spielbox 2/2014
LIMES-Fans, aufgepasst! In der Spielboxausgabe (2/2014) lag Zusatzmaterial für eine Variante des Spiels bei. 6 Startkarten, von denen jeder der 1 bis potenziell 6 Spieler eine zugelost bekommt. Auf diese Weise erhält man gleich zu Beginn eine individuelle Bauanregung, mit der man arbeiten kann.


Wertung:

Spielspaß 2,0
Material 1,5
Regeln 1,5

Über unseren Wertungsschlüssel


© 24.04.14 Oliver Sack

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Vielen Dank an den Abacus-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Abacus Verlag / Fotomontage: Oliver Sack