Träxx (S.Benndorf / R. Staupe, 2015)

Für 1-4 Spieler, ab 8 Jahren
Autoren: Steffen Benndorf / Reinhard Staupe
Verlag: NSV
Spieldauer: ca. 15 Minuten


Wer findet den besten Weg, alle 61 Felder zu verbinden?


Kurz zum Spielablauf

Jeder Spieler bekommt ein Tableau, auf dem symmetrisch angeordnet 61 Hex-Felder in sechs verschiedenen Farben abgebildet sind. Zehn dieser Felder sind zusätzlich noch nummeriert (1 bis 10) und ein Feld ist als Startfeld markiert. Die 15 Karten werden gemischt und als Nachziehstapel bereitgelegt. Auf jeder dieser 15 Karten sind vier oder fünf Felder abgebildet, und zwar in vier der sechs möglichen Farben. Alle Spielen gleichzeitig, und jeder beginnt nach dem Aufdecken der ersten Karte auf seinem Startfeld. Die aufgedeckte Karte gibt an, wie viele Felder in welcher Farbe, beginnend beim Startfeld verbunden werden dürfen. Dabei gilt, es darf nur in eine Richtung, und nur auf benachbarte Felder gezogen werden. Haben alle Spieler ihre Linie gezogen, kommt die zweite Karte ins Spiel. Ab dieser zweiten Karte darf jeder für sich entscheiden, an welcher Seite der Linie er diese fortführen will. Das Aufteilen auf beide Enden der vorhandenen Linie ist dabei nicht erlaubt. Anschließend kommt die dritte Karte ins Spiel und jeder versucht wiederum seine Linie zu verlängern, und dabei möglichst viele Felder zu erreichen. Unterwegs kann es sein, das es einem gelingt, ein Feld mit einer Zahl zu erreichen. In diesem Falle sagt der Spieler dies laut an, und notiert sich am Zugende die entsprechende Punktzahl auf seinem Tableau. Hat jedoch ein anderer Spieler zuvor schon diese Zahl markiert, so bekommt man immerhin noch die halbe Punktzahl (aufgerundet). Das Ganze wiederholt sich, bis alle 15 Karten durchgespielt wurden, dann kommt es zur Schlusswertung. Bei dieser Schlusswertung werden zunächst alle Punkte der erreichten Zahlenfelder addiert. Alle Felder die der Spieler jetzt nicht mit seiner Linie verbunden hat werden dann von dieser Summe abgezogen und schon steht das persönliche Endergebnis fest. Der Spieler, der die meisten Punkte hat gewinnt.


Was der Pragmatiker wissen möchte

Gut, kann man bedenkenlos anschaffen!


Fazit

Träxx ist wie „sein großer Bruder“ Qwixx sehr schnell erklärt und schnell gespielt. Die trocken abwischbaren Stifte sind echt klasse, die Spielkarten in bekannt guter Qualität. Nur die Tableaus, die sind (bei uns) nicht so toll. Diese haben sich nach kurzer Zeit deformiert und sind leicht verzogen, liegen also nicht mehr plan auf dem Tisch. Doch das stört nicht weiter, ist „nur“ ein Schönheitsfehler.

Dazu erreichte uns folgende Anmerkung vom Verlag:

"Dieses Problem haben wir erkannt und werden es mit der nächsten Produktion abstellen."


Besonders als Aufwärmer oder Absacker beim Spieleabend findet Träxx nicht nur bei uns zu Hause großen Anklang. Wir haben bei all unseren öffentlichen Sieleabenden noch keine negative Äußerung zu hören bekommen. Träxx kam immer gut an. Das leichte Anregen der grauen Zellen wird neben dem hohen Aufforderungscharakter dabei am häufigsten erwähnt. Und es stimmt, der Wiederspielreiz ist sehr hoch, und man versucht natürlich immer, noch besser zu werden. Gelegentlich habe ich mich auch dabei ertappt, noch schnell ein Solo-Spielchen zu wagen, während ich auf weitere Mitspieler wartete. Ein bisschen Training kann schließlich nicht schaden.
 
Was unterm Strich bleibt, ist ein schönes, kurzweiliges Spielchen, das sicher nicht so schnell langweilig wird. Geeignet als Aufwärmer, Absacker oder Lückenfüller zwischendurch ist es hervorragend geeignet.


Anmerkung

Zwei unserer Mittester haben Qwixx und Träxx auch immer dabei, wenn sie im Wartezimmer beim Onkel Doktor sitzen. „Die anderen im Wartezimmer schauen zwar immer etwas verdutzt, aber das ist uns egal.“


Wertung

Spielspaß 1,8
Material 2,5
Regeln 1,5

Über unseren Wertungsschlüssel


© 12.05.15 Oliver Sack
Du bist anderer Meinung? - oder möchtest etwas hinzufügen, ergänzen oder kritisieren?
Dann schreib uns, wir veröffentlichen deinen Kommentar und freuen uns über jedes Feedback.


Vielen Dank an NSV, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © NSV / Foto unten: Oliver Sack