Santiago de Cuba (Pegasus, 2011)

Für 2-4 Spieler ab 10 Jahren
Autor: Michael Rieneck
Spieldauer: ca. 45 Minuten


Verlags-Beschreibung:

In den Straßen und Gebäuden von „Santiago de Cuba“, der ältesten und heute noch zweitgrößten Stadt Cubas, herrscht lebhaftes Treiben: ein Handelsschiff wartet bereits auf Zigarren, Rum und Zitrusfrüchte. Im bunten Hafenviertel sichert man sich als Kaufmann die notwendige Unterstützung der Einheimischen und nutzt seinen Einfluss in den wichtigen Gebäuden und Ämtern der Stadt. Wer dabei sein Geld am sinnvollsten investiert und die sich bietenden Gelegenheiten geschickt zu nutzen weiß, wird am Ende der Sieger sein. Aufgrund der wechselnden Kombinationen aus Gebäuden und Bewohnern steht man bei jeder Partie vor neuen taktischen Herausforderungen. „Santiago de Cuba“ ist ein spielerischer Leckerbissen für die ganze Familie, der durch eingängige Regeln, große Variabilität und karibisches Flair besticht.

Quelle: www.pegasus.de © Pegasus Spiele Verlag, 61169 Friedberg


unser Fazit:
Das Spiel bietet eine schöne, zum Thema passende grafische Aufmachung. Einzig das Auto passt irgendwie nicht dazu. Ein alter Straßenkreuzer, wie er auf Cuba anzutreffen ist, wäre sicherlich schöner als diese „stilisierte Karre“. Mit einer entsprechenden Musik im Hintergrund, kommt beim Spielen fast schon Urlaubsstimmung auf.

Die Regeln sind schnell erklärt, und dank einer guten und strukturierten Spielregel wird ein evtl. Nachschlagen nicht zur Spiel-Bremse. Die Regeln sind auch dank vieler Beispiele klar verständlich.

Das Spiel selber besteht jedoch fast nur aus Glückselementen. Planen lässt sich so gut wie nichts, denn bis man selbst wieder an der Reihe ist, haben die Mitspieler und der Zufall alle Planung zu Nichte gemacht. Schade. Persönlich hätte ich hier mehr erwartet, und auch eine Spannungs-Steigerung gegen Spielende konnte ich nicht erkennen. Aber, bekanntlich sind ja die Geschmäcker verschieden.

Was uns in unseren Testrunden etwas gestört hat, ist das Handling mit den Siegpunkt-Chips. Hier wäre uns eine Kramer-Leiste lieber gewesen, aber das ist Geschmackssache. Apropos Material, die Sichtschirme sind zwar äußerst praktisch, aber deutlich zu klein. Hat ein Spieler einmal ein paar Waren und Münzen gesammelt, hat er es schwer diese vor den Augen seiner Mitspieler zu verbergen. Größer Sichtschirme, evtl. mit „Dach“ wären hilfreicher.

Was bleibt? – Santiago de Cuba ist eher leichte Kost und nichts für Taktik-Fans. Wer den großen Bruder „Cuba“ mag, muss diese Auskopplung nicht wirklich haben. Wer jedoch ein einfach gestricktes, familientaugliches Spiel für kurze lockere Runden sucht, der hat mit Santiago de Cuba auch etwas für’s Auge.


Wertung:


Spielspaß
2,5
Material
2
Regeln
1,5





Du bist anderer Meinung? - oder möchtest etwas hinzufügen, ergänzen oder kritisieren?
Dann schreib uns, wir veröffentlichen deinen Kommentar und freuen uns über jedes Feedback.

© 25.05.12 Oliver Sack


Vielen Dank an den Pegasus-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Pegesus Verlag