Mord im Arosa (Zoch, 2010)

Für 2-6 Spieler ab 10 Jahren
Autor: Alessandro Zucchini

Verlags-Beschreibung:

„Mord im Arosa“ ist ein dreidimensionales Krimispiel. Das völlig neuartige Spielkonzept bringt knisternde Atmosphäre und Hochspannung an die Spieltische: Auf den 8 Stockwerken des Hotelturms werden nacheinander zwei Verbrechensopfer gefunden. Jeder Spieler kommt als Täter in Betracht.

Doch wohin die Spuren der Verdächtigen „wandern“ ist nicht zu sehen – nur zu hören. Ein einzigartig gewitzt geregeltes Wechselspiel aus Verdächtigungen und „Spurenkosmetik“ sorgt für verblüffende kriminalistische Wendungen: Spuren verschwinden und tauche woanders wieder auf …

Wer zu oft zur falschen Zeit am falschen Ort ertappt wird, wird von der Beweislast als Täter überführt.

Quelle: www.zoch-verlag.de © Zoch Verlag

Das Spiel:
Auf dem Tisch vor uns steht das „Arosa“, ein Hotel mit acht Etagen. In ein oder zwei Etagen des Hotel-Turms liegen die beiden Opfer, die es in der ersten Spielphase zu finden gilt. Diese beiden Opfer (rote Holzwürfel) werden zu Beginn des Spiels zusammen mit je zwei Würfeln jedes Mitspielers (Spuren) in die Öffnung der obersten Etage geworfen. Obwohl die Öffnungen aller Etagen nahezu übereinander liegen, so fällt doch selten ein Würfel bis in die unterste Etage durch. Da heißt es genau hingehört wo die kleinen Holzwürfel liegen geblieben sein könnten.

Reihum beginnen nun die „Ermittler“ einen Tipp abzugeben, wo, auf welcher Etage, eines der Opfer liegen könnte. Hat der „Ermittler“ richtig geraten, entnimmt er den entsprechenden roten Spielstein und legt in auf den Ermittlungsbogen und der nächste Spieler ist an der Reihe. Hat der Ermittler jedoch unrecht, so wird er für seine schlampige Ermittlung bestraft, und muss ein weiteres eigenes Holzklötzchen in das Hotel werfen. Sind die beiden Opfer gefunden, geht es an die Tätersuche – Phase 2 des Spiels.

Die Ermittler berufen sich fortan auf ihr unbeschreibliches Gehör und nennen eine Etage auf denen Sie Spuren vermuten. Welche Spuren dies sind muss der Ermittler dabei genau angeben. Nachdem er nun seine Verdächtigungen gemacht hat, wird die Etage angehoben und nachgeschaut, ob wirklich die genannten Spuren sich auf/in dieser Etage befinden. Wenn ja, werden entsprechend passende Spielsteine auf den Ermittlungsbogen gelegt, wenn nein, dann muss wieder ein eigener Spielstein wegen schlampiger Ermittlungsarbeit in den Hotelturm geworfen werden. Am Ende des Spielzugs werden alle entnommenen Spuren wieder zurück ins Hotel geworfen. - Zuhören nicht vergessen!

Um zu vermeiden, dass man als Täter überführt wird, besteht auch die Möglichkeit, seine eigenen Spuren zu verwischen. Hierzu muss die Etage angesagt werden, auf der eigene Spuren vermutet werden. Stimmt die Ansage, werden entsprechender der Anzahl eigener Spuren und Etage wieder Spielsteine vom Ermittlungsbogen entfernt.

Das Spiel endet, mit der Überführung des Täters, wenn mindestens 10 Spielsteine eines Spielers auf dem Ermittlungsbogen liegen. Täter ist dann am Ende der Spieler, der die meisten Spuren-Punkte (nicht Spielsteine) auf dem Ermittlungsbogen hat. Es kann also sein, das ein Spieler zwar mit sehr vielen Spuren vertreten ist, ein anderer aber deutlich schwerwiegendere Spuren mit weniger Spielsteinen hinterlassen hat.



unser Fazit:
Titel, Thema und Spielmechanismus sind hier bestens kombiniert. „Mord im Arosa“ ist ein Spiel das sich am besten in einer Runde zu viert oder zu fünft spielen lässt. Ein bisschen Ruhe im Umfeld ist allerdings dazu unerlässlich, denn wenn es „klock-klock-klock“ oder „klick“ oder „klick-klock-klock-klungs“ macht muss das Ohr ganz genau mitspielen. Da sind Störgeräusche in der Spiel-Umgebung nicht erwünscht.

Das Material ist sehr gut verarbeitet, und es ist immer wieder erstaunlich, wie die kleinen Holzwürfel im Turm verschwinden.

Schwierigkeiten bereitete uns jedoch die Spielregel. Es musste ungewöhnlich oft nachgelesen werden, wer, wann und wo wieder Spielsteine zurückgeben oder hinzugeben soll. Auffällig ist dies deshalb, da es nicht nur in unseren Runden, sondern auch in wechselnden Runden und in Spielrunden die wir nur beobachtet haben vorgekommen ist. Nach einigen Partien relativiert sich dies aber sehr schnell und das Spiel wird dadurch flüssiger.

Zusammenfassend ist Mord im Arosa ein schönes Spiel das einmal ganz andere Sinne fordert. Die Besetzung spielt dabei keine Rolle, es funktioniert generationenübergreifend ohne Probleme. Vor allem für Kinder ist das Spiel sehr spannend. Sie sind immer wieder aufs Neue fasziniert, auf welchen Wegen die Holzklötzchen durch den Turm purzeln.

Für gesellige und lautere Spieleabende oder laute Umgebung ist es allerdings eher ungeeignet.

Ein schönes Spiel das immer wieder für Spannung sorgt und gerne mal wieder auf den Tisch kommt.



Wertung nach Noten:



Spielspaß
2
Material
1,5
Regeln
2,5
© 01.06.11 Oliver Sack

Vielen Dank an den Zoch-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Zoch Verlag