Sushizock im Gockelwok (Zoch)

Beschreibung:

Ein Spiel für 2-5 Spieler ab 8 Jahren

Zu Fischen gehören auch Gräten, so auch bei dem neuen Würfelspiel von Zoch: „Sushizock im Gockelwok“ von Reiner Knizia. Mit Witz und Taktik versuchen die Spieler möglichst viele Sushis zu ergattern, die allerdings nur mit einer entsprechenden Anzahl Gräten an Wert gewinnen.

Das Würfelspiel verspricht Spielern Zockerspaß in seiner reinsten Form: Will ich die Sushis oder Gräten aus der Tischmitte oder erleichtere ich einen Mitspieler um seinen Fang? Die Menge an Sushis, Gräten oder farbigen Essstäbchen auf den Würfeln bestimmt, was zu tun ist. Wer am Ende gewinnt, entscheidet die „Grätchenfrage“: Wie viele Gräten muss ich nehmen, um an möglichst viele Sushis zu kommen?

Quelle: Pressemitteilung Zoch-Verlag

FAZIT:

„Sushizock im Gockelwok“ von Reiner Knizia wird oft als „Heckmeck am Bratwurmeck“-Nachfolger bezeichnet. Dieser Umstand legt die Messlatte für den „Sushizock“ sehr hoch und provoziert geradezu einen Vergleich der beiden Würfelspiele.

Die Regeln zum „Sushizock“ sind nicht sehr kompliziert, und der Einstieg ins Spiel somit sehr leicht. Mit der Zeit merkt man aber auch, das es einige Raffinessen gibt die die Taktik eines Spielers beeinflussen. Dies soll nicht negativ sein, denn Spielspaß ist bei diesem rasanten Würfelspiel auf jeden Fall garantiert.

Aufgefallen ist uns in unseren Testrunden, das der Spielspaß sehr stark von der Anzahl der Mitspieler abhängt. Wir hatten den größeren Spaß bei Runden mit 3 oder 5 Mitspieler, und weniger Spaß bei Runden zu zweit oder zu viert. Ob dies nun am Spiel oder an den Mitspielern lag, bleibt ein Rätsel, vielleicht war es auch nur Zufall. Aber alle Beteiligten waren sich einig, spannender ist es zu dritt oder fünft.

Das Spiel selbst lebt von Würfelglück und Interaktion, also Elementen wie sie auch beim „Vorgänger“ Heckmeck eine große Rolle spielen.

Die Spielregeln sind, wie schon beschrieben, sehr kurz und mit einigen Beispielen versehen. Der Einstig fällt in allen Altersklassen sehr leicht.

Bei der Verarbeitung waren wir dann aber etwas enttäuscht. Während die Würfel keinen Grund zur Beanstandung gaben, ist die Verarbeitung der Spielsteine nicht besonders schön. Bei einigen Steinen ist die Farbe verschmiert, was doch etwas unschön aussieht. Vielleicht haben wir auch nur eine „Montags-Ausgabe“ – da sind wir uns eigentlich auch sicher.

Ob nun „Sushizock“ oder „Heckmeck“ das bessere Spiel ist möchten wir nicht kommentieren. Es ist Geschmackssache. Spaß hat man bei beiden, und bei einer 100-Punkte-Skala würden wir höchstens 1-2 Punkte mehr an „Heckmeck“ vergeben.

Als Mitbringspiel oder kleines Geschenk eignet sich „Sushizock im Gockelwok“ angesichts des Preises mit ca. 12 Euro sehr gut, und „Heckmeck-Fans“ werden sicher auch nicht enttäuscht sein.

„Sushizock im Gockelwok“ ist unser „Spiel-des-Monats“ im November 2008.


Unsere Wertung:


© Oliver Sack, 04.10.2008



Quelle: Zoch Verlag
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Zoch Verlag
Vielen Dank an ZOCH für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars