Die Kolonien - Jubiläums-Szenario (2007)

Die Siedler von Catan - Szenario "Die Kolonien"

(2006)

Zum 10-jährigen Jubiläum der catanischen „Seefahrer-Erweiterung“ bringt der KOSMOS-Verlag jetzt das spannende Szenario „Die Kolonien“ heraus. Langjährige Catan-Fans werden sich erinnern, dass dereinst in „Die Siedler von Catan – Das Buch zum Spielen“ bereits ein Szenario „Die Kolonien“ enthalten war. Bei dem jetzt veröffentlichten Jubiläumsszenario handelt es sich um eine überarbeitete Fassung mit zusätzlichem Spielmaterial.

Neue Rahmenteile, Übersichtskarten, zusätzliche Wasser-, Vulkan-, Goldfluss- und Dschungelfelder und 92 Kolonieplättchen gehören ebenso zum Jubiläumspaket wie ganz neu für Catan geschaffene Spielfiguren: 4 Kriegsschiffe, 20 Stützpunkte und ein schwarzer Pirat.

Der Spielplan zeigt auf der linken Seite die Insel catanische Heimatinsel und rechts zwei große voneinander durch Wasser getrennte Inseln – das Kolonialgebiet, dessen Natur vorerst noch im Dunkeln liegt; das heißt, die jeweils neun Hexfelder dieser Inseln fordern den Entdeckergeist der Spieler heraus.

Jeder Spieler erhält zusätzlich zum gewohnten Material des Basisspiels in seiner Farbe eine Kriegsflotte und fünf Stützpunkte sowie drei Schiffe aus der Seefahrererweiterung. Nur drei Schiffe!? – Dieser scheinbare Schiffsmangel führt uns bereits zur ersten großen Regeländerung. Anders als bei der normalen Seefahrer-Erweiterung werden in den „Kolonien“ die Schiffe nicht hintereinander in eine Reihe gesetzt, sondern bewegen sich von Kreuzungspunkt zu Kreuzungspunkt der Spielplan-Sechseckfelder.

Schiffe können in diesem Szenario die Landschaftsfelder des unbekannten Kolonialgebiets entdecken, Stützpunkte errichten und Kolonialwaren (Kolonieplättchen mit Gold, Erz, Edelsteinen und weiteren wertvollen Entdeckungen) zurück auf die catanische Heimatinsel transportieren.

Nach dem catan-typischen Auswürfeln der Rohstofferträge mit zwei Würfeln darf ein Spieler jederzeit in seinem Zug eigene Schiffe bewegen. Die Zugweite aller Schiffe wird durch die höhere der beiden vorher für die Erträge gewürfelten Zahlen bestimmt. Beim Bauen und Handeln mit Rohstoffen gelten die üblichen Spielregeln.

Sobald ein Schiff auf einen Kreuzungspunkt segelt, der an ein unbekanntes Feld angrenzt, wird vom verdeckten Stapel ein Sechseckfeld gezogen und angelegt. Handelt es sich bei dem aufgedeckten Feld um ein Meerfeld, kann der Spieler, sofern noch Bewegungspunkte übrig sind, weiterfahren. Handelt es sich um ein Landfeld, nimmt der Spieler sein Schiff zurück zum Vorrat und errichtet in der Mitte des neu entdeckten Landfeldes einen Stützpunkt. Es können die vom Grundspiel und der Seefahrer-Erweiterung her bekannten Wüsten und Gebirgsfelder entdeckt werden oder auch ganz neue Felder: die Dschungel- und Vulkanfelder.

Stützpunkte sind die Voraussetzung für die Gründung von Siedlungen an der Küste des Kolonialgebietes. Wurde eine Siedlung nach Abgabe der üblichen Rohstoffe gebaut, werden die benachbarten Stützpunkte entfernt. Ab sofort wirft diese Siedlung, wenn in bewährter Siedler-Manier die Zahl des benachbarten Landfeldes gewürfelt wird, Kolonieplättchen ab. Von so an den Küsten der unbekannten Inseln gebauten Siedungen kann nun auch mit dem Bau von Straßen weiteres Land erschlossen werden.

Was nun hat es mit den so genannten „Kolonieplättchen“ auf sich?

Wird die Zahl eines Koloniefeldes gewürfelt, produzieren Siedlungen, die an solch ein Feld grenzen, entweder Erz (Gebirge), Gold (Goldfluss), Edelsteine (Wüste), oder – im Falle eines Vulkanfeldes – ein Kolonieplättchen nach Wahl (Siedlungen an den starken Vulkanfeldern sind aber auch besonders gefährdet, weil Vulkane die unangenehme Eigenschaft besitzen, ab und an einmal auszubrechen und eine Siedlung zu verschlingen). Auf Dschungelfeldern machen die Spieler Entdeckungen; auch diese werden den Spielern in Form von Kolonieplättchen zuteil.
ÜbersichtAlle Kolonieplättchen sind zunächst einmal völlig wertlos und werden in den Siedlungen eingelagert. Bis zu drei solcher Plättchen kann eine Siedlung aufnehmen. Spätestens dann sollten sie mit dem Schiff (das maximal drei Plättchen transportieren kann) abgeholt und in die Heimat gebracht werden. Erst dort entfalten Kolonieplättchen ihren Wert. Erzplättchen werden in eine Rohstoffkarte Erz, Goldplättchen in einen beliebigen Rohstoff, Urwaldplättchen paarweise in eine Entwicklungskarte umgewandelt. Von den Edelstein- plättchen müssen jeweils drei Stück gesammelt werden, dann ergeben sie in einen Siegpunkt.

Empfindlich gestört wird das friedliche Siedlungs- und Kolonisierungsleben durch einen Schwarzen Piraten, der das Meer zwischen den Kolonien und der Heimatinsel unsicher macht. Auf Trab kommt er immer dann, wenn ein Spieler eine Sieben würfelt oder einen Ritter ausspielt. Stellt ein Spieler das Piratenschiff nun in unmittelbare Nachbarschaft zu einer Siedlung oder zum Schiff eines anderen Spielers, so darf er von diesem Schiff oder dieser Siedlung ein Kolonialplättchen stehlen. Damit nicht genug, blockiert der Pirat auch den Ort, auf dem er steht. Keine anderen Schiffe dürfen dort anhalten oder über den Piraten hinweg gezogen werden.

Schutz gegen den Piraten bietet eine eigene Kriegsflotte. Diese wird auf ein Meerfeld gestellt und vertreibt den Piraten falls er sich auf einem der sechs Eckpunkte des Feldes befindet. Fortan schützt sie auch die eigenen Schiffe auf den sechs Eckpunkten des Feldes. Ist eine Kriegsflotte nicht zu wenig? - Nein, denn ein Schaf genügt und schon macht sich die Kriegsflotte auf den Weg zu einem beliebigen anderen Feld und erfüllt dort ihre Pflichten. Es gewinnt, wer als erster über 11 Siegpunkte (bei vier Spielern) bzw. über 12 Siegpunkte (bei drei Spielern) verfügt. Siegpunkte erhält man wieder ganz im klassischen Catan-Stil über Siedlungen, Städte, Sondersiegpunkte und die größte Rittermacht. Nur die längste Handelsstraße bringt in den „Kolonien“, anders als sonst auf Catan üblich, keine Siegpunkte.

Das Spiel dauert ca. 2 Stunden und ist für 3-4 Spieler. Auch wer die alten Holzausgaben besitzt, muss nicht auf „Die Kolonien“ verzichten. In der Spielregel ist beschrieben, wie das Szenario mit dem Material der alten Ausgaben aufgebaut wird.  



Quelle: www.catan.com   -   mit freundlicher Genehmigung von www.catan.com
Bilder: (c) www.catan.com / Kosmos Verlag


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