Ice Cool (Brian Gomez, 2016)

Kinderspiel des Jahres 2017

für 2-4 Spieler, ab 6 Jahren
Autor: Brian Gomez*
Verlag: Amigo-Spiele
Spieldauer: ca 30 Minuten
Platzbedarf: ca. 90x90 cm

*(Hinter dem Pseudonym "Brian Gomez" verbergen sich vier lettische Spieleautoren: Egils Grasmanis, Janis Grunte, Edgars Zakis und Reinis Butans)


Verlags-Beschreibung

Schnipp, hops, gerade so entkommen! Bei ICECOOL schwänzen die coolsten Pinguinschüler der „Ice-School“ die letzte Stunde und rutschen stattdessen auf der Suche nach einem kleinen Snack in den Gängen herum. Doch der Hausmeister hat den Fisch gerochen und ist ihnen dicht auf den Fersen: Der alte Spielverderber versucht die kleinen Schwänzer zu erwischen und die Schülerausweise zu kassieren. Wer hat den richtigen Schnipp und schnappt sich alle Fische, um sie in Sicherheit zu schnabulieren?


So spielt man Ice Cool

Jeder Spieler sucht sich eine Pinguin-Spielfigur, drei Fische und ein Schülerausweis in seiner Lieblingsfarbe aus. Die Boxen, die das Schulgelände darstellen, werden zusammengesteckt und die farbigen Fische gleichmäßig über den Türen platziert. Vor jeder Runde wird ein Fänger bestimmt, die übrigen Spieler schlüpfen in die Rollen der Läufer. Nun geht es los: Mit geschicktem Fingerschnippen lassen die Spieler ihre Pinguine durch die Schule schlittern. Haben die Läufer eine Tür mit einem ihrer Fische durchquert, bekommen sie Punkte. Nur der Fänger hat andere Absichten: Ihm sind die Fische egal, er will die frechen Pinguine einfangen! Berührt ein Läufer einen Fänger, sammelt er dessen Ausweis ein, der ihm im Anschluss Punkte bringt (die so geschnappten Läufer dürfen trotzdem weiter auf Fischfang gehen). Die Runde endet, wenn ein Läufer alle drei Fische oder der Fänger alle Ausweise eingesammelt hat. Die nächste Runde beginnt mit einem anderen Fänger. Das Spiel endet, wenn jeder Mitspieler einmal Fänger war. Wer über alle Runden hinweg die meisten Punkte bekommen hat, gewinnt das Spiel und ist der coolste Pinguin der Schule.

Quelle: PM Amigospiele, 2016
 


Unsere Eindrücke & Spielgefühl

Eigentlich kann man das ganze Spiel in einem Wort zusammenfassen: COOL!

Was wir hier auf dem Tisch haben, ist wirklich Spiel-Spaß und Spiel-Action pur. Egal in welcher Gruppe wir es vorgestellt und gespielt hatten, es war immer ein Highlight für alle Mitspieler. Viele Mitspieler waren derart angetan alleine vom Aufbau und den Vorbereitungen, dass man wirklich kämpfen musste und sie vom Üben abzuhalten. So auch bei den Kindern die es mit uns spielten. Eigentlich hätte man die Kinder getrost für 1 Stunde alleine lassen können mit dem Spiel, so voller Tatendrang waren die Kids bei der Sache. So kam es, dass jedes mal, wenn wir „Ice cool“ vorstellten, zunächst lange geübt wurde, bevor wir überhaupt mit der Erklärung der Regeln beginnen konnten.

Klar, es ist gar nicht so einfach, den Figuren den richtigen Drall zu verpassen, damit sie schön um die Kurven gleiten. Auch das Springen entpuppte sich zunächst als Folter für die Finger und kostete auch den einen oder anderen Fingernagel weiblicher Mitspieler. Warum? Tja, alle machten anfangs den gleichen „Fehler“. Es muss nicht mit der Fingerkuppe so heftig geschnippt werden, um Beschleunigungswerte jenseits der Schallgeschwindigkeit zu erreichen, nein! Das diese Technik mitunter enorm schmerzt, ist die logische Folge, und die Figuren schießen unkontrolliert umher. Das wollen wir ja beides nicht. Die Pinguin-Figuren sollen schön und mit Effet gleiten. Gleiten und driften, gelegentlich mal über eine Mauer springen und nicht gleich durch die ganze Bude. Es ist hier also das maßvolle Fingerspitzengefühl gefragt, nicht die pure Gewalt. Aber hat man den Dreh einmal raus, Kinder sind hier sehr schnell, gelingen einem mitunter schöne Tricks, bei denen dann auch mal bis zu drei oder gar vier Räume durchquert werden. Drum ist es auch gar nicht so verkehrt, die ganze Sache ein bisschen zu üben, bevor es dann, regelkonform, losgeht.

Am besten spielt sich „Ice cool“ auf einem kleinen Tisch, bei dem man gut drum herum laufen kann. Hat man dies nicht zur Verfügung, kann man unter Umständen auch das Spielfeld immer drehen um in eine gute Schussposition zu gelangen. Bei der Zahl der Mitspieler kann man flexibel sein, es klappt zu zweit, zu dritt und zu viert. Den größten Spaß macht es allerdings zu viert.


Abschließend können wir nur noch “Ice Cool” als lustiges Geschicklichkeitsspiel uneingeschränkt empfehlen. Es ist ein Kinderspiel, ein Familienspiel, ein Partyspiel – ganz nach belieben. Wer also einmal die Gelegenheit hat, „Ice Cool“ auszuprobieren, der sollte es unbedingt tun. Es macht echt Spaß. Und da Weihnachten gerade vor der Tür steht, kann das Christkind mit „Ice Cool“ sicher sein, Freude zu bereiten.

 

© 08.12.16 Oliver Sack
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Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Amigo Spiele / Fotos/Videos: Oliver Sack