Stone Age (Hans im Glück, 2008)

Für 2-4 Spieler ab 10 Jahren
Autor: Michael Tummelhofer (alias Bernd Brunnhofer)


Verlags-Beschreibung:

Wahrlich hart waren die Zeiten, als unsere Vorfahren noch gebückt hinter dem Holzpflug hergingen. Aber der Fortschritt ließ sich schon damals nicht aufhalten. Gute Werkzeuge und ertragreiche Pflanzen machten die Arbeit einfacher und das Leben angenehm.

Bei Stone Age treten die Spieler an, diese Zeit nachzuerleben. Sie schlagen Holz, brechen den Stein und waschen Ihr Gold aus dem Fluss. All das tauschen sie eifrig, erweitern Ihr Dorf und erreichen so neue Ebenen der Zivilisation.

Das ist spannend und packend. Glück gehört ebenso dazu wie eine gute Planung. Und eine ausreichende Portion Nahrung für sein Volk nach jeder Runde. Beißen Sie sich durch, wie Ihre Vorfahren es taten. Nur dann winkt Ihnen der Siegeskranz.

Stone Age – eine aufregende Reise in die Vergangenheit.


Quelle: www.hans-im-glueck.de © Hans im Glück Verlag


Das Spiel:

Schaut man sich den Spielplan von Stone Age an, und liest die ersten Absätze der Spielanleitung, dann fühlt man sich sofort an „Säulen der Erde“ erinnert. Aber das ist nur der erste Eindruck – Stone Age ist anders.

Die Aufgabe, die uns der Autor Michael Tummelhofer stellt, ist klar definiert : meistere die Widrigkeiten und Herausforderungen des Alltags und verstecke dich nicht vor dem Fortschritt.

Ebenso klar ist auch der Spielablauf. Eine Runde gliedert sich für jeden Spieler in 3 Aktionen.

1.Aktion: Jeder Spieler verteilt seine Spielfiguren auf die unterschiedlichen Plätze auf dem Spielplan, um z.B. Nahrung zu gewinnen, Rohstoffe abzubauen oder sich dem Fortschritt zu widmen. Das ist gar nicht so einfach, denn die zu Beginn nur 5 Figuren müssen taktisch klug platziert werden, um nicht ins Hintertreffen zu gelangen. An manchen Orten wie z.B. beim Werkzeugmacher oder beim Acker ist nur Platz für eine Person, so dass es immer wieder heißt: „wer zuerst kommt, ….“. Der Ort „Hütte“ bietet 2 Plätze, die aber vom Selben Spieler besetzt werden müssen, mit dem Vorteil, das diese 2 Personen (Figuren) in der heimeligen Hütte Nachwuchs „produzieren“. Orte der Rohstoff-Produktion können bis zu 7 Personen aufnehmen, und die Jagdfläche sogar beliebig viele Figuren eines Spielers.

2.Aktion: Je nach Standort der Spielfiguren werden nun, Rohstoffe abgebaut, Hütten gebaut, Werkzeuge angefertigt oder „Nachwuchs produziert“. Letzteres ist dabei besonders wichtig, um in den folgenden Runden mehr Spielfiguren zur Verfügung zu haben. Die Rohstoff-Ausschüttung ist abhängig von der Anzahl von Spielfiguren, die der Spieler am entsprechenden Ort abgesetzt hat. Entsprechend der Anzahl Spielfiguren, wird mit 1 bis 7 Würfel gewürfelt und die Summe der Würfelaugen durch 2 (Nahrung), 3 (Holz), 4 (Lehm), 5 (Erz) oder 6 (Gold) geteilt um die Ausschüttung von Rohstoffen zu errechnen.

3.Aktion: Sein Volk ernähren. Am Ende jeder Spielrunde müssen die Spieler all ihre Figuren (Personen) ernähren. Pro Spielfigur muss 1 Nahrung abgegeben werden. Wer dies nicht kann verliert entweder wichtige Rohstoffe oder ebenso wertvolle Punkte auf der Wertungsskala.

Haben alle Spieler ihre 3 Aktionen durchgeführt, beginnt eine neue Runde, und das Privileg des Startspielers wechselt.

Das Spiel endet dann entweder wenn einer der 4 Stapel mit Hütten-Kärtchen oder die sog. „Zivilisationskarten“ aufgebraucht sind. Der Spieler, der die meisten Punkte auf seinem Konto hat, gewinnt.


unser Fazit:

Stone Age spielt sich von Anfang an sehr flüssig und der Mechanismus ist leicht zu verstehen. Ganz ohne Ecken und Kanten lässt das Spiel auch die verschiedensten Taktiken zu. Welche dabei dann zum Ziel/Sieg führt ist allerdings immer abhängig vom Würfelglück. Wer nur kleine Zahlen würfelt, der wird ziemlich schnell den anderen hinterher laufen.

Spannend ist Stone Age dabei aber von der ersten bis zur letzten Runde. Dies ist ein Grund, das Spiel immer wieder zu spielen, um vielleicht auch mal eine andere Taktik zu probieren.

Das Spielmaterial ist hervorragend verarbeitet, die Spielteile in den Stanzbögen lassen sich sehr gut herausdrücken.

Die Spielanleitung ist sehr gut strukturiert und mit sehr vielen Beispielen versehen, so dass bei Regelfragen (wir hatten nur wenige) sehr schnell nachgeschlagen werden kann und für jedes Regeldetail ist ein Beispiel zu finden.

Der Spielmechanismus ist nach wenigen Runden klar und auch "Wenig-Spieler" hatten mit uns wenig Mühe sich eine Strategie noch während der ersten Partie zu recht zu legen.

Die Spieldauer (lt. Verlag ca. 60-90 Minuten) konnten wir selten einhalten. Meistens hat es länger gedauert, was aber angesichts des Spiel-Spaß nicht negativ sein soll.

Die Altersangabe (ab 10 Jahren) ist zutreffend.

Mit ungefähr 30 Euro stimmt bei Stone Age das Preis-/Leistungsverhältnis. Das Spiel sollte in keiner Sammlung fehlen, deshalb hier unsere uneingeschränkte Kauf- und Schenkempfehlung!

Stone Age ist ein Top-Spiel das, wenn es auch ein wenig an "Säulen der Erde" erinnert, den Preis "Spiel des Jahres 2008" absolut verdient hätte.

und HIER gibt's noch ein klasse Video das das Spiel erklärt (sehenswert)



2011 erschien die Erweiterung: Mit Stil zum Ziel  


Wertung:

Spielspaß 1,5
Material 1,5
Regeln 1,5

 
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© 05.08.08 / 19.12.2011 Oliver Sack

Vielen Dank an den Hans im Glück-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge ©
Hans im Glück