Qwixx – Das Duell (Steffen Benndorf, 2016)

für 2 Spieler, ab 8 Jahren,
Autor: Steffen Benndorf
Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag GmbH
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Platzbedarf: ca. 50x50 cm





Verlags-Beschreibung

 Die großartige Qwixx-Welt hat etwas aufregend Neues zu bieten: direkte Konfrontation! Beide Spieler bringen Spielsteine aufs Brett, und in jeder Reihe darf der vorderste Stein vom Gegner geschlagen werden! Nur die begehrten Türme sind tabu.

Es wird vorgeprescht und rausgeworfen, aufgedoppelt und wieder überholt. Es geht hin und her und alles ist möglich. Spannend wie nie. Genial wie immer.


Quelle: PM NSV, 2016


Das Spiel

Wer den jungen Klassiker Qwixx bereits kennt, wird sich mit und in den Regeln des Duells sehr schnell zurechtfinden. Denn, im Großen und Ganzen ändert sich an den Grund-Regeln nicht sehr viel.

Der aktive Spieler wirft die sechs Würfel (2 weiße und die 4 farbigen) und entscheidet dann zuerst, welche Zahl, in welcher Farbreihe er mit den beiden weißen Würfeln belegen will. Der passive Spieler macht bei der Duell-Variante nichts. Er muss warten bis er selbst an der Reihe ist. Entscheidet sich der aktive Spieler für eine Zahl, wird diese mit einem Spielstein abgedeckt, und nicht wie gehabt, abgekreuzt. Denn beide Spieler spielen auf ein und dem selben Brett, und am Ende zählen nicht die abgedeckten Zahlen, sondern die Anzahl der eigenen, eingesetzten Spielsteine in einer Reihe. Die Zahlenreihen werden dabei immer von links nach rechts gefüllt. Aber der Spieler kann die Zahl, die er bereits ganz rechts markiert hat, erneut mit einem Stein belegen (Türmchen bauen). Hat der Spieler in der betreffenden Farbreihe noch keine Zahlen markiert, beginnt er ganz links. Hat der Gegner bereits einige Zahlen in dieser Reihe belegt, so darf die am weitesten links gelegene, unbesetzte Zahl, belegt werden. Hat der Spieler so seine beiden weißen Würfel „verarbeitet“, oder darauf verzichtet, kann oder muss er einen weißen Würfel mit einem farbigen Würfel kombinieren und die Zahl in der passenden Farbreihe belegen. Kann oder will er das auch nicht, gibt es den obligatorischen Fehlwurf.

Neu bei Qwixx-Duell ist jetzt, da man gemeinsam auf einem Tableau spielt, gegnerische Steine zu schlagen und Zahlen mehrfach werten kann (Turm). Das ist genau dann möglich, wenn der Gegner einen einzelnen Stein auf einer Zahl liegen hat, die von seinen bisher in dieser Reihe gelegten Steine am weitesten rechts liegt. Ist diese Zahl jedoch mit einem Turm belegt, kann nicht geschlagen werden.

Der Rest ist bekannt. Ist eine Reihe abgeschlossen, entfällt der entsprechende Farbwürfel. Sind zwei Reihen abgeschlossen, oder insgesamt vier Fehlwürfe notiert, endet das Spiel. Das Spiel endet ebenfalls, wenn es einem Spieler gelingt, alle seine 15 Marker zu setzen. Nach der Auswertung der Punkte steht der Sieger fest.

Wer sich noch einmal über das Ur-Qwixx informieren will, kann dies HIER tun.


Unser Spielgefühl

Anfangs waren wir begeistert von der Duell-Variante, bringt sie doch einen starken interaktiven Aspekt mit ins Spiel. Und, der Kampf um Zahlen kann manchmal böse hin und her gehen. Ein Spieler schlägt einen Stein des Gegners, dieser schlägt zurück und wird kurz darauf wieder geschlagen, und so weiter.

Allerdings machte sich bei uns schnell Ernüchterung breit, und die Spannung im Spiel flachte immer mehr ab. Mittlerweile, nach rund 50 Partien mit meiner Frau, greifen wir auch zu zweit lieber auf das originale Qwixx zurück, welches sich bekanntlich auch zu zweit sehr gut spielen lässt. Die anfängliche Begeisterung für das Duell ist bei uns zwischenzeitlich weg. Die Freude am Ur-Qwixx hingegen ist ungebrochen. Aber das ist auch nicht das erste Mal, das es uns so geht. Während wir vom Qwixx-Kartenspiel von Anfang an nicht überzeugt waren, konnte uns die Variante Qwixx-Gemixxt deutlich mehr aber auf Dauer auch nicht begeistern. Wie gesagt, wir kommen immer wieder gerne auf das gute alte Qwixx zurück.

Wer aber oft Qwixx zu zweit spielt, der sollte sich die Duell-Variante auf jeden Fall einmal anschauen. Denn bekanntlich sind die Geschmäcker ja verschieden, und das Grund-Prinzip, der Mechanismus, von Qwixx ist unbestritten gut und hat Langzeit-Spielspaß-Potenzial.

 

© 09.11.16 Oliver Sack
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Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © NSV / Fotos: Oliver Sack