Die Zwerge (Michael Palm / Lukas Zach, 2012)

Für 2-5 Spieler ab 12 Jahren
Autor: Michael Palm und Lukas Zach
Verlag: Pegasus
Spieldauer: 60-120 Minuten

 

Verlags-Beschreibung:

Eine Million verkaufte "Die Zwerge"-Bücher und monatelange Topplatzierungen in der Spiegel-Bestsellerliste sprechen bereits für sich. Jetzt kommt die Welt des sechsfachen Gewinners des Deutschen Phantastik Preises Markus Heitz endlich auch als Spiel auf den Tisch. Und das als wunderschön illustriertes kooperatives Meisterwerk des Spieleautoren-Duos Michael Palm und Lukas Zach. In "Die Zwerge - Das Brettspiel" kehrt einer der berühmtesten Helden der Fantasy, Tungdil Goldhand, zurück. Dabei helfen alle Mitspieler in den Rollen der verschiedenen Romanhelden zusammen, um das Reich der Zwerge, Menschen und Elben vor dem Bösen zu bewahren. Fans der Romane, Fantasybegeisterte und Zwergenfreunde können sich gleichermaßen über diese Brettspiel-Veröffentlichung der Extraklasse freuen.


Einleitung (Auszug aus Spielanleitung):

Ihr taucht ein in die Welt von Markus Heitz’ Bestsellerroman Die Zwerge. Jeder von euch übernimmt die Rolle eines Zwergs, der das Geborgene Land vor dem Bösen bewahren möchte. Dies kann aber nur gelingen, wenn ihr alle gemeinsam versucht, die Ausbreitung des Toten Landes und der Armeen des Bösen zu verhindern. Um endgültig das Böse zu besiegen und den Sieg davonzutragen, müsst ihr die Feuerklinge schmieden und eine letzte, entscheidende Aufgabe meistern.

Quelle: www.pegasus.de © Pegasus Verlag


Erster Eindruck (2-er Partie):

Schönes, rundum gelungenes Kooperationsspiel. Keine Unklarheiten, schneller und flüssiger Spielablauf. Hoher Spaß- und Spannungsfaktor. Tolles Material.

Beeindruckend ist der Anstieg der Spannung während des Spiels. Unaufhaltsam und jederzeit sichtbar, kommt das Spielende immer näher. Doch noch lange nicht sind alle Szenarien und Aufgaben gelöst und es überkommt einen das Gefühl der Machtlosigkeit und der Angst vor der gemeinsamen Niederlage. Hört sich furchterregend an, nichtwahr? Aber so ist es tatsächlich. Man fühlt sich fast schon hineinversetzt in die Welt der Zwerge, und versucht unaufhörlich das Böse zu bekämpfen um den finalen Sieg zu erringen. Und mal ehrlich, wer möchte beim Spiel nicht gewinnen?

Gespielt habe ich die ersten Partien "Die Zwerge" mit meinem Sohn (14 J.). Die Rollenverteilung war ab der dritten Partie klar! Das strategische Oberkommando hatte fortan mein Sohn, aber wir agierten eher in einer Art anarchischer Demokratie --> Er sagt was zu tun ist, jeder macht es anders, Hauptsache darüber geredet! Wenn’s am Ende gut geht, stehen sowieso beide als Helden da.

Deshalb unser vorläufiges Zwischen-Fazit: ein echt gutes Spiel, bitte mehr davon.


Unser Eindruck (4/5-er Partie):

Wie auch in einer Partie zu zweit steigen der Puls und die Spannung kontinuierlich an. Die Zeit, bis man selbst wieder an der Reihe ist, vergeht wie im Flug, da man permanent ins Spielgeschehen eingebunden ist. Das Spiel ist eben Kooperativ!
Die Chancen das Spiel zu gewinnen ist höher, je mehr Mitspieler sich beteiligen. Während man zu zweit mit seinem Zwerg über den Spielplan „hetzt“, so lassen sich zu viert oder fünft recht gut Aufgaben gemäß der individuellen Sonderfähigkeiten einzelner Zwerge verteilen. Diese Sonderfähigkeiten können zudem während des Spiels durch Belohnungen für verschiedenste Aufgaben sogar noch weiter ausgebaut werden. So kann zum Beispiel ein Spieler mit seinem kampfstarken Zwerg als „Hau-Drauf-Rüpel“ durchs Land ziehen und sich hauptsächlich Kampfaufgaben widmet, während ein anderer sich um handwerkliche Dinge kümmert. Am Ende zählt ohnehin nur eins - der Sieg über die Unholde!


Zwei Tipps für's erste Spiel:

1. Ein Feld verwandelt sich erst dann zu Totes Land, wenn sich dort 6 statt 5 Armeen befinden.
2. Zu Beginn der einfachen Partie werden 5 statt 4 Szenariokarten beiseite gelegt.


Fazit:

„Die Zwerge“ ist ein bemerkenswertes kooperatives Brettspiel, das (fast) keine Wünsche offen lässt. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass man überhaupt kooperative Spiele mag. Wer sich mit Spielen dieser Art generell nicht anfreunden will, der sollte auch hiervon die Finger lassen. Alle, die einmal ein kooperatives Spiel ausprobieren möchten, sind hingegen bei den Zwergen sehr gut aufgehoben.
Positive aufgefallen ist uns neben dem tollen Spielmaterial die niedrige Einstiegshürde. Sehr schnell kommt ein Spielfluss zustande. Und auch wenn manche Entscheidungen im Spiel eher gemein als gemeinsam getroffen werden, so geschieht dies immer im Interesse der Gemeinschaft. Am Ende gewinnen oder verlieren sowieso alle gemeinsam, egal ob mit (noch) 4 Lebenspunkten, oder mit nur einem Lebenspunkt. Sieg bleibt Sieg!
 


© 27.01.13 Oliver Sack
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Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Pegasus Verlag / Foto (c) Oliver Sack