Hook (Marco Teubner, 2014)

Für 3-6 Spieler, ab 8 Jahren
Autor: Marco Teubner
Verlag: Pegasus
Spieldauer: ca. 15-30 Minuten

 

Verlags-Beschreibung:

Friedlich liegen Schiffe unter karibischer Sonne auf windstiller See. Was für Andere wie Urlaub klingt, ist für wahre Freibeuter eine Zumutung. Um die Flaute bis zum nächsten Beutezug zu überbrücken, pflegen die Piraten aber ihre ganz eigene Form der Bespaßung: In einem feurigen Wettkampf beschießen sie einander mit Kanonenkugeln, versuchen möglichst viele Papageien zu fangen – und natürlich ist auch die Buddel voll Rum nie fern.
 
Bei Hook erhalten alle Spieler zu Beginn der Partie einen Satz Zielkarten und die gleichgroßen Visierplättchen mit je drei Ausstanzungen (Löcher). Sobald der Startspieler das Kommando „Auf die Planken, fertig, los!“ gibt, decken alle Spieler gleichzeitig eine Zielkarte in die Tischmitte auf. Jetzt ist Schnelligkeit gefragt: Jeder Spieler darf nun mit einem seiner Visierplättchen die Symbole auf einer Zielkarte anvisieren. Doch Vorsicht: Was einmal liegt, gilt. Und nicht selten lassen sich übereifrige Matrosen eine Kugel auf den Fuß fallen. Die noch sichtbaren Symbole einer Zielkarte zeigen nun, ob ein Pirat sich hinter Fässern verschanzt, eine Breitseite abfeuert, zur Rumflasche greift oder auf Papageienjagd geht. Wer alle Kollegen frühzeitig versenkt oder am Ende mit den meisten Papageien dasteht, gewinnt das flotte Geplänkel für die ganze Familie.
 

Quelle: www.pegasus.de / PM Pegasus © Pegasus Verlag


Erster Eindruck:

„Hook“ ist schnell erklärt, spielt sich sehr flüssig und macht Spaß. Schnelle Hände und ein noch schnelleres Auge sind von großem Vorteil bei diesem kleinen Reaktionsspiel. Neben der Schnelligkeit gehört aber auch eine gehörige Portion Schadenfreude dazu. Denn wenn ein Mitspieler sich selbst Treffer zufügt, weil er in der Hektik nicht richtig hingeschaut hat, geht der Schuss nach hinten los. Pech, zum Vergnügen anderer!


Unser Spielgefühl:

Wie gesagt, „Hook“ macht Spaß, egal in welcher Besetzung. Da es schnell erklärt ist, ist „Hook“ als Aufwärmer zum Spieleabend nicht ungeeignet.

Aber! Obwohl uns „Hook“ gut gefallen hat, mussten wir in mehreren Testrunden mit unterschiedlichen Mitspielern feststellen, dass nach anfänglicher Euphorie schnell so etwas wie Ernüchterung eintrat. Irgendwann begannen die Mitspieler, eine x-beliebige Visierkarte zu schnappen, und ohne zu überlegen, auf eine Zielkarte zu legen. Frei nach dem Motto „wird schon gut gehen“. Dies macht „Hook“ dann aber zu einem eher durchschnittlichen Spielchen mit hohem Glücksfaktor! Zielkarte aufdecken - Visierkarte drauf – fertig. So ist’s zwar nicht gedacht, aber es wurde nach einigen Durchgängen in allen Testrunden Usus. Eigentlich Schade, da die Grundidee hier viel Spielspaß verspricht, und das Spielmaterial liebevoll gestaltet ist. Apropos Spielmaterial, aufgefallen ist uns, das einige Spieler Schwierigkeiten hatten, die Symbole auf den Zielkarten durch die Löcher der Visierkärtchen zu erkennen. Zitat: „ein bisschen größer hätten die Löcher durchaus sein können!“. Schaut man genau hin, kann man diesen Eindruck durchaus nachvollziehen. Aber, lieber Verlag, dieses Manko lässt sich sicher beheben.


Nachtrag:

Zum Thema "Größe der Löcher in den Visierkärtchen" hat uns K. Ottmaier (Redakteur bei Pegasus) folgende Stellungnahme, oder besser gesagt "Information", zukommen lassen:
 

Für die Löcher haben wir viele Varianten ausprobiert und mit dem Hersteller diskutiert. Das Problem ist, dass der Hersteller sehr enge Vorgaben gibt, welchen Abstand Stanzbereiche zueinander und zum Rand haben müssen. Deshalb sind die Löcher in den Visierplättchen so, wie sie sind. Größer durften die Löcher in der Produktion nicht sein - und wir haben die Vorgaben vom Hersteller bereits mehr als ausgereizt. Ich hätte sie definitiv auch lieber noch größer gehabt ...


Wir möchten uns an dieser Stelle für die Stellungnahme recht herzlich bedanken.


Wertung:

Spielspaß 2,3
Material 1,5
Regeln 1,5
 

Über unseren Wertungsschlüssel


© 21.09.14 Oliver Sack
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Vielen Dank an den Pegasus-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Pegasus Verlag / Foto unten: Oliver Sack