Smash Up (Pegasus, 2012)

Für 2-4 Spieler ab 12 Jahren
Autor: Paul Peterson
Spieldauer: 60-75 Minuten


Verlags-Beschreibung:

Das Kartenspiel „Smash Up“ ist ein wahnwitziger Kampf für 2-4 Spieler ab 12 Jahren, bei dem nichts weniger als die vollständige Kontrolle der Welt euer Ziel ist! Das Basisspiel von „Smash Up“ bietet euch 8 Fraktionen, mit denen ihr 28 verschiedene Kartendecks ausprobieren könnt. Setzt eure Kreaturen gnadenlos ein, um gegnerische Basen zu zerstören, denn die Weltherrschaft zu übernehmen, ist in diesem Kartenspiel einfach zu erlernen aber schwierig durchzuführen.

Quelle: www.pegasus.de © Pegasus Verlag


Das Spiel:
Spätestens seit „Dominion“ (Hans im Glück, Spiel des Jahres 2009) sind Deckbau-Kartenspiele bekannt wie ein bunter Hund. Es gibt schon fast unzählige Vertreter vom Familienspiel bis hin zum makabren Deckbauspiel wie z. B. „Nightfall“ (Pegasus). Letzteres ist zwar eher für „Spiele-Freaks“, aber nicht minder uninteressant. Doch zurück zu „Smash-Up“. Bei „Smash-Up“ begegnet uns nun etwas Neues. Jetzt werden Decks die auf den ersten Blick gar nicht zusammenpassen, gemischt.

Aus 8 Decks a 20 Karten wählt jeder Spieler zwei Decks aus, die er zu seinem Deck vermischt. Dabei gilt es, bereits bei der Auswahl seiner beiden Decks auf die persönliche Taktik im Spiel zu achten.

Zur Auswahl stehen:
Zauberer, diese ermöglichen meist das Ausspielen weiterer Karten oder das Nachziehen zusätzlicher Handkarten.
Zombies, abgelegte Karten sind nie wirklich weg, sie können wiederkommen.
Ninjas, geheimnisvoll und mitunter hinterlistig.
Piraten, sie sind immer dann zur Stelle, wenn es etwas zu erbeuten gibt. Gerne nehmen sie auch Punkte anderer Spieler.
Dinosaurier, wenig Hirn aber unglaublich viel Kraft, vor allem wenn sie bewaffnet sind.
Roboter, teilweise unzerstörbar, produzieren sie gerne auch zusätzliche Handkarten oder Kreaturen.
Aliens, sie verstehen viel Spaß und bringen gerne alles durcheinander bevor sie es zerstören.
Gauner, hinterlistig und gemein schlagen sie sich durchs Spiel.

Und genau diese Unterschiede beziehungsweise Gegensätze sind es, die hier den besonderen Kick darstellen, denn, da jede der 8 „Fraktionen“ andere Eigenschaften hat, wird deren Kombination fast schon unvorhersehbar in deren Auswirkung.

Ziel des Spiels ist es, als Erster 15 Punkte durch die Zerstörung gegnerischer Basen zu erreichen, oder wie es in der Regel steht „Euer Ziel ist nichts weniger als die vollständige Kontrolle der Welt“.

Jeder Spieler zieht, wer hätte es gedacht, fünf Karten von seinem Deck. Dies sind die ersten Handkarten, mit denen das Spiel beginnt. In der Tischmitte werden „Basen“ ausgelegt, und zwar immer eine mehr als Spieler am Tisch sitzen. Diese Basen bringen später im Spiel bei Ihrer Zerstörung die begehrten Siegpunkte.

So, und wer an der Reihe ist, spielt 1 Kreatur und/oder 1 Aktions-Karte aus und macht, was darauf geschrieben steht. Kreaturen werden neben eine beliebige Basis gelegt, Aktionskarten werden ausgeführt und abgelegt. Es sei denn, der Kartentext sieht etwas anderes vor. Anschließend, wenn keine Basis zerstört wurde, werden unter Beachtung eines Handkartenlimits, zwei Karten nachgezogen und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Dies geht jetzt so lange, bis die Bedingungen für die Zerstörung einer oder mehrerer Basen erfüllt sind. Dann kommt es sofort zu einer Wertung. Bei dieser Wertung erhalten alle Spieler, die an der Zerstörung einer Basis beteiligt waren ihre Siegpunkte. Außer, es ist eine Karte im Spiel, die etwas anderes sagt. Um überhaupt eine Basis zerstören zu können, müssen die Stärkepunkte aller an der Basis angelegten Kreaturen in ihrer Summe höher sein als der auf der Basis angegebene Zerstörungswert. Die Basis kommt aus dem Spiel, die Spieler notieren ihre Siegpunkte und eine neue Basis kommt sofort ins Spiel. Wird der Zerstörungswert nicht erreicht, passiert nichts und das Spiel geht weiter.

Sobald ein Spieler 15 Punkte erreicht hat, steht der Sieger fest.


unser Fazit:
 
Die ersten drei, vier Partien fühlt man sich leicht überfordert und verwirrt, doch davon sollte man sich nicht einschüchtern lassen. Smash Up zeigt sein wahres, spaßiges Gesicht erst mit einer gewissen Routine. Aber dann macht es richtig Spaß! Wer allerdings denkt, es sei ein schnelles Spiel für zwischendurch, der sei gewarnt. 60-75 Minuten sollte man schon planen – dafür wird es nicht langweilig und die Spannung im Spiel steigt kontinuierlich.

Wir hatten Spaß und außerdem ist’s mal was ganz Anderes.



Wertung:


Spielspaß
2,5
Material
1,5
Regeln
2




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© 15.12.12 Oliver Sack


Vielen Dank an den Pegasus-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Pegasus Verlag