We Will Wok You (Pegasus, 2012)

Für 2-4 Spieler ab 10 Jahren
Autor:
Sebastian Bleasdale
Spieldauer: ca 30-45 Minuten


Verlags-Beschreibung:

Bei einem Wokmusikfestival wollt ihr die Besucher mit leckeren Wokgerichten verköstigen. Aber ein gemeiner Konkurrent hat eure Wokzutaten gestohlen! Jetzt müsst ihr schnell neue Zutaten besorgen. Dabei sind selbst Wokmusiker wie Tina Tuna, Freddie Broccoli oder Mariah Carrot nicht vor euch sicher ...

Quelle: www.pegasus-spiele.de © Pegasus Verlag


Das Spiel:
Je nach Spielerzahl liegen 12-18 „Wokkarten“ in der Tischmitte. Dies sind unsere Aufgabekarten. Sie zeigen entweder eine oder zwei offene Wokschüsseln, eine geschlossene Wokschüssel oder einen asiatischen Koch. Auf den Karten mit den offenen Wokschüsseln sind die Zutaten abgebildet, die in diesen Wok gehören, um die auf der Wokkarte angegebene Punktzahl zu bekommen. Die geschlossenen Woks sind bereits gefüllt und haben automatisch den angegebenen Wert. Die Karten mit dem Koch haben alleine keine Funktion, sie können aber u.a. die Werte anderer Wokkarten ändern.

Neben den Wokkarten liegen 2 Reihen mit 3 Zutaten-Karten und 2 Reihen mit 2 Zutaten-Karten aus. Diese Karten zu bekommen ist unsere Aufgabe, denn mit ihnen können wir einerseits Wokkarten kaufen, anderseits Woks füllen, was uns die begehrten Punkte am Spielende bringt. Die Zutatenkarten mit ihren lustigen Namen sind in unterschiedlicher Anzahl im Spiel vorhanden. So ist zum Beispiel der Brokkoli „Freddie Broccoli“ 14 Mal im Spiel, und die Riesengarnele „Elvis The King Prawn“ nur sieben Mal. Auf den Zutatenkarten sind zudem noch 0, 1 oder 2 Symbole drauf. Diese werden später zum Kauf der Wokkarten benötigt.

Zu guter Letzt sind noch Münzkarten im Spiel. Drei von diesen bekommt jeder Spieler als Startkapital auf die Hand. Sechs Münzkarten werden neben die beiden Reihen mit je drei Zutatenkarten gelegt, vier Münzkarten neben die beiden Reihen mit je 2 Zutaten. Die Anzahl der neben den Zutatenreihen ausliegenden Münzkarten geben an, wie viel eine der Reihen, also zwei oder drei Zutaten kosten.

Jetzt kann es losgehen. Wer an der Reihe ist, muss sich für eine von drei Aktionen entscheiden. Man kann zum Beispiel 1 beliebige Münzkarte auf die Hand nehmen. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Münzen, die ein Spieler zur Verfügung hat, und der Preis der Zutatenreihe sinkt um 1 Münze.

Oder der Spieler entscheidet sich, eine der vier Zutatenreihen zu kaufen. Hierzu zahlt er genau so viel, wie Münzkarten neben der gewünschten Zutatenreihe liegen. Die Münzkarten, die zur Bezahlung benutzt wurden, werden zu den Münzkarten neben der gekauften Reihe gelegt und die Zutaten dürfen auf die Hand genommen werden. Anschließend wird vom Nachziehstapel die Reihe wieder gefüllt. Aber, dadurch verdoppelt sich zunächst der Preis einer Zutatenreihe!

Die letzte Aktionsmöglichkeit ist das Kaufen einer Wokkarte aus der Auslage in der Tischmitte. Um eine Wokkarte zu kaufen, muss der Spieler Zutatenkarten mit 4 gleichen Symbolen von der Hand, vor sich auslegen. Dabei können Karten mit einem Stern als Symbol (=Joker) u. U. recht hilfreich sein. Möchte also ein Spieler eine bestimmte Wokkarte kaufen, legt er die Zutaten offen vor sich aus. Anschließend nimmt er sich die gewünschte Wokkarte und legt diese ebenfalls offen vor sich aus. Die ausgelegten Zutatenkarten können dann aber für weitere Einkäufe nicht mehr verwendet werden und bleiben bis zum Spielende liegen, wo sie dann zum Füllen der Woks dienen. Wokkarten in der Tischmitte werden nicht aufgefüllt.

Das Spiel endet, wenn entweder beide 2-er-Zutatenreihen oder beide 3-er-Zutatenreihen leer sind. Dann darf jeder Spieler noch 1 Aktion ausführen. Sind alle Spieler fertig, wird gewertet. Die gekauften Wokkarten werden mit den Zutatenkarten (offene oder Handkarten) entsprechend gefüllt, und die Punkte addiert. Gegebenenfalls werden jetzt auch die Karten mit den Köchen einer Wokkarte zugeordnet, um diese zu optimieren. Geschlossene Woks haben jetzt den Vorteil, das sie nicht gefüllt werden müssen, sie bringen direkt die auf ihnen angegebene Punktzahl. Und wer die meisten Punkte hat, ist Wok-Koch-König und gewinnt das Spiel.



unser Fazit:
„We Will Wok You“ sieht witzig aus, ist es aber nicht. Zwar sind die Bilder und die Namen der Zutaten recht lustig, denken wir beispielsweise mal an „Ozzy Octopus“ oder „Tina Tuna“, aber viel zu lachen gibt es nicht. „We Will Wok You“ ist vielmehr ein lustig aussehendes „Zockerspiel“, bei dem Taktik im Vordergrund steht.
 
Kaufe ich eine 2-er-Zutatenreihe für 5 Münzen, weil ich diese dringend brauche, oder werte ich, bis sie billiger wird. Dabei laufe ich aber Gefahr, dass mir diese jemand vor der Nase wegschnappt. Oder nehme ich eine weitere Münze? Nur von welchem Stapel, ohne jemandem eine Reihe schmackhaft, da billiger, zu machen? Oder kaufe ich jetzt einen Wok, bevor er weg ist, auch wenn ich die Zutaten dazu noch gar nicht habe?

Dies ist nur mal ein Beispiel, was einem beim Spielen hier durch den Kopf geht. Man ist ständig hin und her gerissen, denn nur eine von drei Aktionen darf man durchführen, und man hat immer das Gefühl, es sei die Falsche gewesen. Ein herrliches Zockerspiel, dessen Regeln einfach sind, aber ein Spiel, das es in sich hat. Klar, ein bisschen Glück gehört auch dazu, wenn ein Mitspieler widererwartend doch eine andere Aktion wählt oder ich überraschend günstig an meine gesuchten Zutaten komme. Es kann aber auch sein, das mir das Glück nicht hold ist, und immer wenn ich an der Reihe bin, alle Zutaten sehr teuer sind.

Bleibt also an Ende die Einschätzung: ein kurzweiliges Spiel mit einer gesunden Mischung aus Glück und Taktik. Ausreichend Ärgerpotenzial ist auf jeden Fall vorhanden, und es ist schnell erklärt und schnell gespielt, was will man mehr? – Und auch wenn‘s lustiger aussieht als es ist, wir hatten Spaß.


Wertung:


Spielspaß
2,0
Material
1,5
Regeln
1,5




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© 01.11.12 Oliver Sack


Vielen Dank an den Pegasus-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Pegasus Verlag
Foto:
© Oliver Sack