Istanbul - Würfelspiel (Rüdiger Dorn, 2017)

für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren
Autor: Rüdiger Dorn
Illustration: Andreas Resch
Verlag: Pegasusspiele
Spieldauer: ca. 10 Minuten pro Spieler
Platzbedarf: 50 x 50 cm
 

Verlags-Beschreibung

Willkommen auf dem Basar von Istanbul! Als gewiefte Kaufleute versuchen die Spieler ihre Konkurrenz auszustechen, um Meister der Handelsgilde zu werden. Runde für Runde wetteifern sie geschickt miteinander um Geld und Waren. Unterstützung erhalten sie dabei von ihren treuen Assistenten, repräsentiert durch hübsche Sonderwürfel. Ihr Einkommen weise einsetzend können die Spieler in verbesserte Fähigkeiten investieren oder direkt die heißbegehrten Rubine einkaufen. Mit ein bisschen Glück und der richtigen Strategie, wird es schließlich einem Spieler gelingen, vor seinen Rivalen die erforderliche Anzahl an Rubinen einzusammeln. Wer hat das Zeug dazu, Meister der Handelsgilde zu werden?

Quelle: www.pegasus.de
 

Hinweis

Wer das „große“ Istanbul (Kennerspiel des Jahres 2014) nicht kennt, HIER unsere Spielvorstellung und Meinung dazu.
 

Unsere Eindrücke

Wir hatten ja bereits beim Pegasus-Pressetag 2017, Anfang Oktober, die Gelegenheit, uns das Würfelspiel anzuschauen und es einmal anzuspielen. Dieser Erste Eindruck (4-er Partie) war recht ordentlich, sodass für uns klar war, das müssen wir uns näher anschauen.
 
Ganz wie dem großen Bruder ‚Istanbul‘ geht es auch beim Würfelspiel darum, als Erster fünf (bei zwei und drei Spieler gar sechs) Rubine zu sammeln. Dabei ist es dem Autor Rüdiger Dorn hervorragend gelungen, das ganze Spiel auf das Wesentliche zu reduzieren. Um Rubine zu bekommen, müssen Waren gesammelt werden, die dann gegen die begehrten Edelsteine eingetauscht werden können. Diese Waren bekommt man durch Würfeln oder durch Moschee-Plättchen, beziehungsweise durch Basar-Karten. Letztere kann man mit den Bonus-Karten vom großen Bruder vergleichen, nur dass bei den Basar-Karten auch alle Spieler profitieren können. Moschee-Plättchen hingegen bringen ab Erwerb einen dauerhaften Vorteil, der nicht zu unterschätzen ist. Eine weitere Möglichkeit, Rubine zu bekommen ist natürlich wieder deren Kauf. Das dazu benötigte Geld erhält man ebenfalls durch würfeln oder durch Basar-/Moschee-Kärtchen.
 
Ein ganz wichtiges Element von ‚Istanbul‘ finden wir auch hier, beim Würfelspiel, wieder. Alle Rubine liegen auf Vorrats-„Leisten“ bereit. Der erste Rubin ist günstig, dann werden sie immer teurer. Mal müssen Waren sortenrein bezahlt werde, mal gemischt und mal muss mit harter Währung bezahlt werden. Ganz wie beim Original, heißt es aber auch hier, schnell sein. Wer früh kauft, kauft günstig. Wer zu lange Waren und/oder Geld sammelt, der muss damit rechnen, dass es teuer wird oder der gewünschte Vorrat schlagartig ausverkauft ist.
 
Als taktisch sehr wichtig, haben sich die Moschee-Plättchen erwiesen. Sie bringen teils starke Vorteile, wenn man sie früh in einer Partie kauft. Karten die einem eine dritte Aktion, einen zusätzlichen Würfel oder zu Rundenbeginn 3 Lira, Basar-Karten oder Kristalle bescheren, sind schon recht stark. Gerade in der Partie zu zweit sollte man den Gegner nicht alleine Moschee-Plättchen kaufen lassen, sonst gerät man sehr schnell ins Hintertreffen und kann die Vorteile nicht mehr einholen.
 
Damit das ganze Spiel flott von der Hand geht, gibt es für jeden Spieler eine gut strukturierte Aktionsübersicht. Diese zeigt, welche Aktionen gemacht werden können, um Würfel in Waren, Geld oder Rubine zu tauschen. Diese Übersicht hätte aber ruhig auf dicker Pappe statt nur auf dickerem Papier gedruckt werden können. Doch dies ist ein kleiner Schönheitsfehler in unseren Augen, der das Spiel absolut nicht beeinflusst.
 

Ist das Spiel glückslastig?

Ja natürlich, schließlich ist es ein Würfelspiel! Wer an der Reihe ist, darf 1x seine 5 Würfel werfen, dann muss man schauen, was man damit macht. Ist man mit seinem Wurf komplett unzufrieden oder mit einem Teil davon, kann man gegen Zahlung von 1 Kristall, beliebig viele Würfel neu werfen. Da aber immer eine Vielzahl von Aktionsmöglichkeiten bestehen, lässt sich auch fast immer etwas mit dem Würfelwurf anfangen. Das relativiert den Glückswurf dann wieder, so dass der Glücksfaktor im angenehmen Bereich bleibt und man sich selten den Würfel ausgeliefert fühlt.
 

Spielerzahl?

Das Istanbul Würfelspiel funktioniert in jeder Besetzung (2-4 Spieler) hervorragend. Einzig zu zweit, hatten wir den Eindruck, dass es etwas taktischer ist.
 

Fazit

‚Istanbul – Das Würfelspiel‘ ist eine tolle Umsetzung, die uns richtig Spaß macht. Schnell erklärt, schnell aufgebaut und schnell gespielt. Genau das richtige, wenn man ein Spielchen für Zwischendurch sucht und das große ‚Istanbul‘ mag. Das Spiel kam zur Messe SPIEL‘17 auf den Markt.
 


© 10.11.17 Oliver Sack
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Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Pegasusspiele / Fotos: Oliver Sack


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