Qwirkle (Schmidt, 2010)

Für 2-4 Spieler ab 6 Jahren
Autor: Susan McKinley Ross

Spiel des Jahres 2011


Verlags-Beschreibung:

Auch wenn die Regeln von QWIRKLE denkbar einfach sind, so erfordert es doch taktisches und strategisches Denken. Beim Anlegen der 108 großen Holzsteine müssen sich bei gleicher Farbe die Formen unterscheiden oder bei gleicher Form die Farben. Dabei gilt es, möglichst viele Punkte abzustauben. Aber Vorsicht, denn die lieben Mitspieler sitzen nicht untätig herum. Beim Warten auf eine lukrative Lücke heißt es aufzupassen und selbst keine Steilvorlage zu liefern.
QWIRKLE ist ein schnell zu erlernendes Spiel, das lang anhaltenden Spielspaß bietet.
Ein Spiel mit Suchtcharakter!

Quelle: www.schmidtspiele.de © Schmidt Verlag


unser Fazit:
An QWIRKLE scheiden sich die Geister – einer mag‘s, einer mag‘s nicht. Aber das war zu erwarten, denn erst durch den Preis „Spiel des Jahres 2011“ hat sich die Diskussion im Internet so richtig entwickelt. Da wird gemosert, geflucht und kommentiert. Jeder hält sich für einen der drei Musketiere in der Spielewelt und jeder Zweite wünscht sich die SdJ-Jury auf den Mond. „Ich habe sowieso seit „Dixit“ den Glauben an die Jury verloren“, Sprüche wie dieser sind nicht selten.

Die Vorzeichen für eine Rezension standen also auf Sturm, aber egal, wir haben uns QWIRKLE auch angeschaut und gespielt, mehrfach.

Zunächst einmal muss ich aber zugeben, dass uns QWIRKLE auf den ersten Blick gar nicht interessiert hat. Wir haben das Spiel flüchtig in Essen 2010 kennen gelernt, und sofort für uns entschieden: „Einfach Genial“ ist besser.

Aber, die Zielgruppen sind nicht dieselben. Und natürlich wollen wir die taktisch/strategischen Aspekte beider Spiele nicht in einen Topf werfen und vergleichen.

QWIRKLE, gestützt durch die Auszeichnung SdJ-2011, richtet sich an Gelegenheits- und Wenigspieler und an Familien. Die Regeln sind klar, das Spiel schnell erlernt und haptisch für alle Generationen geeignet. Einzig die Farben der Symbole können je nach Lichtverhältnis bei der Unterscheidung Probleme machen. Dies betrifft vor allem die Farben Orange und Gelb, sowie Blau und Lila.

U.a. haben wir QWIRKLE mit meinen Eltern (75/76) gespielt. Da die beiden eingefleischte „Rummikub“-Fans sind, waren wir gespannt, wie das Spiel bei ihnen ankommt. Die erste Partie war schnell gespielt und eine Zweite folgte direkt im Anschluss. Tage später spielten wir wieder QWIRKLE, diesmal sogar mit drei Generationen an einem Tisch (13/42/75/76), und wieder folgte nach der Startpartie gleich eine weitere und noch eine. Auffällig (und zu erwarten) war, dass die Spieldauer sich von Partie zu Partie verlängerte, da jeder zwischenzeitlich gelernt hatte auf welche Kleinigkeiten geachtet werden muss. Niemand wollte einem Mitspieler eine Steilvorlage für punkteträchtige Wertungen legen. Das Besondere an dieser kleinen Geschichte ist aber, dass obwohl meine Eltern oft für Spiele-Test herhalten müssen, sie noch bei keinem anderen Spiel gefragt haben, ob ich es mal wieder mitbringen könne, da sie QWIRKLE ihren „Rummikub“-Freunden zeigen wollen und selbst noch einmal spielen möchten.

(Übrigens, „Rummikub“ war 1980 „Spiel des Jahres“)

Dies zeigt uns, bei aller Missgunst gegenüber dem Spiel, dass es gar nicht so schlecht sein kann wie manch einer behauptet. Und JA, wir finden QWIRKLE durchaus Interessant. Ob es den Preis „Spiel des Jahres 2011“ verdient hat oder nicht, können und wollen wir hier nicht diskutieren.

QWIRKLE ist für die gedachte Zielgruppe absolut geeignet. Wer mehr will, der muss es eben im Regal stehen lassen.

Ach ja, einmal ausgepackt muss man sich schon etwas einfallen lassen, um das Spiel wieder einzupacken, da der Karton-Einsatz in der Schachtel mehr als knapp bemessen ist fürs Wieder-einräumen. Aber der Einsatz lässt sich auch genauso gut modifizieren oder in der blauen Tonne entsorgen. Dann passt alles wieder rein.


 unser TOP
 unser FLOP
+schnell erklärt, schnell verstanden
- Je nach Lichteinfall/Tageslicht
sind die Farben gelb/orange und
blau/lila sehr schlecht zu unterscheiden.

Kleines Ratespiel zwischendurch: Auf dem Bild ist ein klarer Regelverstoß zu erkennen, welcher? - Sende deine Lösung zusammen mit (d)einer kurzen Meinung zu Qwirkle an: info(at)spielevater[Punkt]de

Wertung:


Spielspaß
2
Material
3*
Regeln
1,5

*) 1 Note Abzug wegen "Farb-Problematik"


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Dann schreib uns, wir veröffentlichen deinen Kommentar und freuen uns über jedes Feedback.


© 09.09.11 Oliver Sack


Die Meinung unserer Leser:



Vielen Dank an den Schmidt-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Schmidt-Spiele