Blocky Mountains (Gerhard Junker, 2014)

Für 1–4 Abenteurer, ab 8 Jahren
Mit Team-Variante für 2–7 Abenteurer, ab 6 Jahren

Autor: Gerhard Junker
Verlag: Juhu Spiele 
Spieldauer: ab 20 Minuten


Verlags-Beschreibung:

Auf den Gipfel der „Blocky Mountains“ führt ein abenteuerlicher Weg – gebaut aus Blöcken. Mit dem Trapper und seinem tierischen Begleiter, dem Grizzly, wird geklettert, gerutscht, balanciert, abgeseilt, am Seil geschwungen und von Fels zu Fels gesprungen – über Abgründe, Schluchten oder Flüsse hinweg. Wer den Gipfel erreicht, kann die fantastische Aussicht über die „Blocky Mountains“ genießen …

Ein spannendes Geschicklichkeitsspiel und ein Spieleabenteuer für die ganze Familie; für die besten Sandkastenfreunde und pfiffige Kindergartenkinder; für Schulen bis zum „Oberstufengipfel“; für Jugendzentren, Spieleclubs und WGs; und für die lieben Kolleginnen und Kollegen in der Mittags(kletter)pause. Die Spieldauer ist variabel – vom Solo-Training einzelner Routen bis zur Team-Variante.

Quelle: Juhu-Spiele, www.juhu-spiele.de


Über das Spiel:

 „Blocky Mountains“ wurde von Gerhard Junker entwickelt, mithilfe der Crowd (über die Crowdfunding-Plattform Startnext) finanziert, und im Eigenverlag produziert und vertrieben.

 
Mit Crowdfunding lassen sich Projekte, Produkte, Start-Ups und vieles mehr finanzieren. Das Besondere beim Crowdfunding ist, dass eine Vielzahl an Menschen – die Crowd – ein Projekt finanziell unterstützt und somit mit ermöglicht.
Klassischerweise werden Crowdfunding Projekte über das Internet organisiert. Zumeist gibt es eine im Vorfeld definierte Mindestsumme, die in einem vorher festlegten Zeitraum erreicht werden muss, damit das Projekt realisiert wird. Falls die angestrebte Summe nicht erreicht wird, erhalten die Unterstützer ihr Geld zurück. Wenn es gelingt über die Crowd das Projekt zu finanzieren, erhalten die Unterstützer in der Regel eine Gegenleistung vom Projektinitiator, die die vielfältigsten Formen annehmen kann. Das kann z.B. eine öffentliche persönliche Danksagung, ein exklusiver Einblick hinter die Kulissen, ein Expemplar des Projektergebnis oder bei kommerziellen Projekten eine finanzielle Beteiligung sein. Um ein Projekt über Crowdfunding zu finanzieren, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Plattformen über die die Zahlungen abgewickelt werden können.
Quelle: www.crowdfunding.de


Immer öfter sehen wir bei solchen Plattformen (Spieleschmiede, Startnext, usw…) Spiele, die vom Autor selbst als Kleinstverleger an den Mann gebracht werden sollen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Nur wenn die zu erwartenden Produktionskosten gedeckt sind, kann es losgehen. Risiko quasi gleich Null, wenn man von der ganzen Vorarbeit des „Erfinders“ absieht. Denn die ist unbezahlbar, und somit im Falle eines Misserfolgs, auch Frust-Faktor Nummer Eins. Aber dieses Problem hat Gerhard Junker mit seinem „Blocky Mountains“ wohl nicht. Das Spiel ist klasse, und wird sicher seinen Weg machen. Deshalb an dieser Stelle, Glückwunsch zum erfolgreichen Projekt.


Unsere Eindrücke und unser Spielgefühl:

Besonders aufgefallen ist uns gleich nach dem Auspacken die Materialqualität. Hier wurde nicht gespart, und genau hingeschaut. Qualitativ lässt sich überhaupt nichts Negatives sagen. Haptik? – perfekt! Die Holzklötze haben eine ideale Größe, um damit zu „arbeiten“. Das Spielmaterial ist supersauber verarbeitet. Die Spielkarten, auf denen die Parcours beschrieben/gezeichnet sind, haben ebenfalls eine sehr gute Größe, damit alles gut erkennbar ist. Man sieht sofort, dass das Spiel und die Qualität dem Autor am Herz liegen.

Das Spiel selbst ist alles andere als langweilig. Es lädt direkt nach dem Auspacken zum Probieren und Tüfteln ein. Noch bevor ich die Regeln lesen konnte, hat unser Junior (16) den ersten Parcours aufgebaut, ausprobiert und gemeistert. Ganze 10 Aufgabe hatte er erfolgreich gemeistert, noch bevor ich mit dem Regelstudium fertig war – es schien wirklich Spaß zu machen.

Nach den ersten richtigen Partien (mit den einfachen Karten) war klar, es macht wirklich Spaß. Und das, obwohl die Schadenfreude der Mitspieler deutlich größer war, als deren Mitleid, wenn ich einmal eine Aufgabe nicht meistern konnte. Tja, das schwere Los des Erklärers – aber ich kann damit umgehen.

Abwechslung bei diesem unterhaltsamen Geschicklichkeitsspiel bringt neben der Teamvariante (weniger Schadenfreude, mehr kollektives Mitleid), auch die Verwendung der schweren Karten (A2,B2,C2). Diese sind dann so richtig anspruchsvoll und verlangen neben Geduld und Fingerspitzengefühl manchmal auch eine gehörige Portion Glück. Glück vor allem dann, wenn es gilt, den Proviantchip gezielt von einer höher gelegenen Ebene in die Tiefe zu schubsen. Der dabei entstehenden Spannung am Tisch fehlen dann nur noch der Trommelwirbel und der kleine Tusch bei Erfolg.

Fazit: Unsere Runden waren alles Andere als langweilig und wenn ein Spielzug misslang, so wurde einfach das laufende Spiel solange unterbrochen, bis die Aufgabe gelöst war. Getreu dem Spruch: „Nicht zur Strafe, nur zur Übung“, wurden die Unterbrechungen begründet. Alleine das ist doch schon ein Zeichen für ein fesselndes Spiel, oder?

„Blocky Mountains“ macht Spaß in jeder Runde. Egal ob mit Kinder, in reinen Kinder/Erwachsenen-Runden oder im Team. Ein Geschicklichkeitsspiel, das man zumindest gesehen, besser ausprobiert haben muss. Wir sind gespannt, ob es einmal einen „Erweiterungskartensatz“ mit neuen Aufgaben geben wird. Wundern würde uns das nicht.

In diesem Sinne: Der Berg ruft ……..
 


Wertung:

Spielspaß 1,5
Material 1,0
Regeln 2

Über unseren Wertungsschlüssel


© 05.05.14 Oliver Sack
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Vielen Dank an Juhu Spiele, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Juhu-Spiele / Foto: Oliver Sack