Hanabi (Antoine Bauza, 2012)

Spiel des Jahres 2013


Für 2-5 Spieler ab 8 Jahren
Autor: Antoine Bauza
Verlag: Abacusspiele
Spieldauer: ca. 30 Minuten


Verlags-Beschreibung:

Hanabi (das japanische Wort für "Feuerwerk") ist ein kooperatives Spiel, das heißt alle Spieler spielen zusammen in einem Team. Die Spieler müssen die Feuerwerkskarten nach Farben und Zahlen geordnet ausspielen. Dabei sehen sie jedoch ihre eigenen Handkarten nicht, und so ist jeder auf die Hinweise seiner Mitspieler angewiesen. Hanabi zeichnet sich durch eine hohe Orginalität und einen spannenden Spielverlauf aus.

Quelle: www.abacusspiele.de © Abacusspiele, Dreieich

Das Spiel:

Das Kartenspiel besteht aus fünf Kartensätzen in unterschiedlichen Farben, nummeriert von 1-5. Dabei ist die „1“ dreimal pro Satz und Farbe vorhanden, die „2“, „3“ und „4“ je zwei Mal und die „5“ ein einziges Mal. Die Spieler spielen gemeinsam, in dem sie nacheinander eine ihrer Handkarte ausspielen und versuchen dabei, in jeder Farbe, eine Reihe in der richtigen Reihenfolge (1-5) auszulegen. Anschließend wird die Kartenhand wieder aufgefüllt. Klingt einfach, nicht wahr? Na ja, nicht ganz! – Denn in diesem Spiel halten Sie Ihre Handkarten so, dass diese nur für ihre Mitspieler sichtbar sind, man selbst sieht nur die Rückseite der Karten! Um die Mitspieler beim Ausspielen einer Karte zu unterstützen, müssen Sie ihnen Hinweise auf die Zahlen oder die Farben ihrer Karten geben. Da ist es wichtig, als Team zu handeln, um Fehler zu vermeiden, und das Feuerwerk zu beenden, bevor alle Karten des Nachziehstapels aufgebraucht sind. Aber Vorsicht, die Anzahl der Tipps, die gegeben werden können, sind begrenzt, clevere Kommunikation ist also wichtig, und nach nur drei falsch gespielten Karten endet das Spiel vorzeitig.


Spielablauf:

Je nach Anzahl der Mitspieler bekommt jeder 4 oder 5 Handkarten. Wer an der Reihe ist, hat drei Zugmöglichkeiten:

  • Eine Karte ausspielen,

  • einem Mitspieler einen Tipp geben,

  • eine Karte ablegen,

Beim "Karte ausspielen" sollte möglichst eine passende Karte an eine bereits ausliegende Farb-Kartenreihe angelegt werden, oder eine Karte mit dem Wert "1" in einer neuen Farbe ausgelegt werden. Anschließend wird eine Karte vom Nachziehstapel aufgenommen werden. Achtung: Auch diese Karte darf nicht angeschaut werden! Wird jedoch eine nicht passende Karte ausgespielt, wird diese entsorgt, und eines der drei „Gewitterplättchen“, als Zeichen für einen Fehler, umgedreht. Diese „Gewitterplättchen“ können auch nicht mehr „neutralisiert“ werden, und bleiben somit bis zum Spielende offen liegen.

Einen „Tipp geben“. Diese Zugmöglichkeit ist die wichtigste überhaupt. Denn nur durch die richtigen Hinweise untereinander über die jeweiligen Handkarten kann jeder Spieler Rückschlüsse auf seine Kartenhand ziehen. Dabei ist es erlaubt, Hinweise auf Zahlen ODER Farben zu geben und die entsprechende(n) Karte(n) zu zeigen. „Du hast da eine rote 1“, darf nicht gesagt werden, hingegen „Du hast da, da und da eine blaue Karte“ ist erlaubt. Allerdings sind die Anzahl der Tipps die die Gruppe geben darf auf nur 8 Tipps insgesamt begrenzt. Neue Tipps können nur durch das Anlegen einer „5“ oder das Abwerfen einer Handkarte hinzukommen. Es ist also wichtig, sich genau zu überlegen, wem man welchen Tipp geben soll.
Anmerkung vom Spielevater: Manchmal hilft es auch, im richtigen Moment sich „zu verschlucken“ oder "zu hüsteln" – ganz so eng darf man Hanabi nicht sehen, denn es soll ja Spaß machen. 

Das Ablegen einer Karte hat gleich mehrere Vorteile. Zum Einen wird für jede abgelegte Karte die Anzahl der noch verbleibenden Tipps wieder um 1 erhöht, zum Anderen können so Karten entsorgt werden, die nicht mehr ausgelegt werden können. Aber auch hier heißt es aufgepasst, denn wenn eine „5“ abgeworfen wird, kann die entsprechende Reihe nicht mehr fertiggestellt werden!

Endet das Spiel regulär, alle Farbreihen liegen komplett aus, oder durch ein vorzeitiges Ende (3 Gewitterplättchen oder der Nachziehstapel ist aufgebraucht) kommt es zur Schlusswertung für die Gruppe. Dabei werden einfach alle korrekt ausgelegten Karten gezählt, mit dem Ziel, möglichst nahe an das Maximum von 25 Karten = 25 Punkten zu gelangen.


Unser Tipp für's erste Spiel:

Zunächst ohne die zusätzliche Farbe "bunt" spielen, damit liegen nur 5 reihen aus. Später kann mit der sechsten Farbe (bunte Karten) das Spiel noch spannender gestaltet werden.


unser Fazit:

Hanabi macht richtig Spaß, vor allem wenn man es mit den Tipps nicht so streng sieht. Eine kommunikationsfreudige Gruppe kann so die Stimmung gewaltig anheben. Wir spielten Hanabi immer wieder als Auswärmer bei Spieleabenden (und werden dies auch weiterhin tun), da es für den weiteren Abend die Spiellust steigerte. Dabei hat es zu viert oder zu fünft am Besten funktioniert. Schwer ist es, sich zu beherrschen und zu konzentrieren, seine Karten wirklich verkehrt herum auf die Hand zu nehmen. Wenn dies jedoch einmal passiert, haben wir dies als „Tipp“ behandelt, und wieder ein „Tipp-Plättchen“ umgedreht. (Als „Verschärfung“ kann auch ein „Gewitterplättchen“ gedreht werden.

Hanabi – kurz, knackig, schnell erklärt – was will man mehr? Das handliche Format tut sein Übriges.

 

Wertung:

Spielspaß 2,0
Material 1,5
Regeln 1,5

Über unseren Wertungsschlüsse


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© 13.10.12 Oliver Sack


Vielen Dank an den Abacus-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Abacusspiele