Micro Robots (Andreas Kuhnekath, 2016)

ab 2 Spieler, ab 8 Jahren
Autor: Andreas Kuhnekath
Grafik: Christian Fiore
Verlag: Abacusspiele
Dauer: ca. 20 Minuten


Verlags-Beschreibung

Der Steuerungscomputer ist ausgefallen und muss repariert werden. Überall blinken die Warnleuchten und der Roboter rast unkontrolliert über die Hauptplatine. Die Spieler müssen ihm helfen die beschädigten Stellen zu erreichen. Wer findet am schnellsten den Weg zum nächsten Ziel?
 
„Micro Robots“ ist der kleiner Bruder des Kultspiels „Ricochet Robots“, mit neuem Bewegungsmechanismus. „Micro Robots“ fördert Konzentration und Vorstellungsvermögen.


Quelle: Abacusspiele, 2016


Was der Pragmatiker wissen möchte

Prima Gehirnjogging für unterwegs und zwischendurch. Macht Laune.


Das Spiel

Bevor es losgehen kann, werden die vier Spielplanteile im Quadrat ausgelegt, sodass eine Spielfläche aus 6x6 Würfelsymbolen entsteht. Dabei ist jede Zahl (1-6) in je eine der sechs Farben abgebildet.
Anschließend wird mit den beiden Würfeln (ein normaler Augenwürfel und ein Farbenwürfel) das erste Startfeld ausgewürfelt. Jetzt kann es auch schon losgehen.
 
Ein Spieler würfelt erneut beide Würfel, um das Zielfeld zu bestimmen. Dieses Feld wird dann mit einem transparenten Marker belegt. Blitzschnell muss jetzt versucht werden, einen möglichst kurzen Weg vom Start- zum Zielfeld zu finden. Dabei gelten nur wenige Regeln:

  1. Es darf nur horizontal oder vertikal gefahren werden.
  2. Es darf nur von einer Augenzahl zu einer gleichen Augenzahl gezogen werden. Oder
  3. Es darf nur auf ein Feld der selben Farbe gezogen werden. 

Wer unter Berücksichtigung dieser Zugregeln meint, einen Weg gefunden zu haben, sagt laut die Zahl der Züge an, die er dafür benötigt. Anschließend muss der Spieler, um einen Punkt zu erhalten, den anderen Spielern seinen Weg zeigen. Ist dieser Weg dann regelkonform, bekommt er einen Punkt. Gewonnen hat, wer zuerst 5 Punkte erknobelt hat.
 
Welche Schritte möglich sind, um ans Ziel zu kommen, zeigt folgendes Foto:

(Das ist nur EINE Lösung, wer findet weitere?)


Unser Spielgefühl

Direkt nach dem „unboxing“ haben wir, mein Sohn und ich, ungefähr 20 Runden gespielt. Nicht nur weil es uns sofort gefallen hat, nein! Ich wollte auch zwei oder drei Mal gewinnen – aber das ist mein Schicksal, Hauptsache der Spielspaß ist da.

Aufgrund dieser ersten Erfahrung haben wir dann „Micro Robots“ bei unserem anstehenden offenen Spieleabend vorgestellt, und es hat dort sofort gefallen. Besonders die Einfachheit der Regeln hat gefallen, da es super schnell erklärt war. Hinzu kam, das der Anspruch an die grauen Zellen zwar da ist, aber nicht unangenehm hoch empfunden wurde, Eben genau richtig, um nach Feierabend in die richtige Stimmung für einen Spieleabend zu kommen.


Negativ:

Einzig die durchsichtigen Punktechips sind je nach Tischdecke/Unterlage etwas unpraktisch, da sie leicht übersehen werden. Wir haben z. B. beim Spieleabend, beim Abräumen eines Spiels doch glatt noch einen Chip auf dem Tisch gefunden, der dort unbemerkt und ungesehen drei Stunden heimatlos durchgehalten hat. Aber diese Kleinigkeit ist eher als Schönheitsfehler zu werten, und beeinträchtigt den Spielspaß in keinster Weise. Und wen es doch stört, der kann die Chips ja anmalen oder austauschen.


Spieltipps:

Um das Spiel etwas spannender zu gestalten, haben wir folgende Regel bei uns eingeführt:
Sollten die Würfel so fallen, das der Lösungsweg nur 1 oder 2 Schritte ist, so wird erneut gewürfelt, denn sonst wäre es ja viel zu einfach.
 
Und wem es gefällt und gerne mehr haben möchte, dem sei der Klassiker „Ricochet Robots“ ans Herz gelegt. Das Spiel von Alex Randolph bietet noch mehr knifflige Aufgaben und Herausforderungen.


© 06.03.16 Oliver Sack
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Vielen Dank an Abacusspiele, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Abacusspiele / Fotos: Oliver Sack