Zooloretto (Abacus)

Auszeichnungen:

Spiel des Jahres 2007

Beschreibung:

Ein Spiel für 2-5 Spieler ab 8 Jahren

Als Zoobesitzer versuchen die Spieler möglichst viele Besucher anzulocken. Am besten gelingt das, indem man passende Tiere sammelt, denn für volle Gehege gibt es Pluspunkte. Sammelt ein Spieler sehr viele Tiere, lohnt es sich für ihn, den Zoo zu erweitern. Denn sind die Gehege einmal voll, müssen die Tiere in den Stall, und der Spieler verliert Punkte. Kleine Verkaufsstände in der Nähe der Gehege geben Extra-Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten ist der beste Zoodirektor.

Beschreibung:

Jeder Spieler besitzt einen Zoo mit mehreren Gehegen unterschiedlicher Größe. In einem Gehege dürfen aber immer nur Tiere einer Art gehalten werden. Kommt ein Spieler an die Reihe, darf er zwischen mehreren Aktionsmöglichkeiten wählen: Er kann Tierplättchen aufdecken oder seinen Zoo umbauen oder zuvor aufgedeckte Plättchen nehmen. Wer Plättchen nimmt, ist aber erst einmal so lange aus dem Spiel, bis alle Mitspieler ebenfalls Plättchen genommen haben. Da fällt die Entscheidung nicht immer leicht: Deckt man ein Plättchen auf, darf man es ja erst einmal nicht nehmen, und so könnten einem die Mitspieler interessante Tiere vor der Nase wegschnappen. Aber wer zu früh aussteigt, der bekommt nur wenige Tiere. Wartet man zu lange, kann es vorkommen, dass man Tiere nehmen muss, die man in den Gehegen nicht mehr unterbringen kann und die dann in den Stall müssen.

Als besonderen Anreiz gibt es auch noch von jeder Tierart zwei Pärchen. Gelingt es dem Spieler ein solches Pärchen in ein Gehege zu bringen, bekommen die beiden Nachwuchs. So wird das Gehege noch schneller voll! Denn bei Spiel-Ende erhalten die Spieler Pluspunkte für gut gefüllte Gehege. Für Plättchen im Stall werden Punkte abgezogen. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Pluspunkten.

ZOOLORETTO ist das ideale Brettspiel für alle, die COLORETTO mögen und noch etwas mehr wollen, denn durch die Umbauaktionen ergeben sich viele neue Möglichkeiten, und das richtige Timing wird noch wichtiger! Mit den sympathischen Tieren wird es rasch zum Liebling der ganzen Familie!

Quelle:Pressemitteilung Verlag „Abacus Spiele“ - www.abacusspiele.de
Text und Bilder © Abacus Spiele 2007


Fazit:

Eine Schachtel mit einem knuffig dreinschauenden Pandabären, der „Spiel des Jahres-Pöppel“ und die Aufgabe einen Zoo attraktiv zu machen um Punkte zu sammeln, die wiederum zu Sieg führen. Dies war unser erster Eindruck von dem was der Autor Michael Schacht unserer Spielrunde bescherte. Ach ja, wenn man die Schachtel öffnet, so blickt man nicht wie gewohnt auf einen Kunststoff-Blister, sondern auf eine Kartoneinlage welche mit einem Tigerfell bedruckt ist. Wie sich später noch herausstellte, kommt ein Tiger im ganzen Spiel eigentlich gar nicht vor (im Gegensatz zu dem Panda auf dem Cover). Aber sei’s drum, es gehört eben zum Design und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Zurück zum Spiel. Das Spielmaterial ist stabil und die Grafik lässt keine Wünsche offen. Das übliche „herausdrücken“ des Spielmaterials war ohne Probleme möglich.

Die Spielanleitung ist sehr verständlich geschrieben, wenn auch bei erster Lesung etwas der Eindruck entstand es handle sich bei Zooloretto um einen komplizierten Spielmechanismus. Wir stellten jedoch fest, dass bereits nach den ersten Spielrunden, also nach einigen Minuten, eigentlich alles klar war. Hilfreich waren auch die FAQ’s auf der letzten Seite der Spielregeln, obwohl eigentlich alles in den Regeln verankert ist.

Das Spiel selber läuft sehr flüssig und es spielt dabei keine Rolle, ob Erwachsene mit oder ohne Kinder versuchen, ihren Zoo mit Tieren zu füllen. Der Spielspass und der Spielreiz sind auf jeden Fall vorhanden. Der Wiederspielfaktor (oder wie Kinder sagen „Au ja, nochmal, nochmal“) hingegen ist sehr hoch. So ist es uns in unseren Testrunden immer wieder passiert, dass ein Spieler nach Spielende eine Revanche forderte und meist auch sofort bekam. Dies liegt aber wohl auch an der mit ca. 35 Minuten sehr überschaubaren Spielzeit (Schnitt bei 4 Spielern). Selbst nach 3-4 Partien hintereinander wurde es nie langweilig.

Zooloretto stellte sich als Spiel mit sehr viel Kommunikationspotenzial und Interaktionsmöglichkeiten heraus. Es bietet Taktikern wie Glückspilzen gleichermaßen Gewinnchancen – kurz, ein sehr ausgeglichenes Spiel.

Und, wer dennoch den Drang nach mehr taktischen Spielmöglichkeiten verspürt, der kann sich auf der Autorenwebsite noch ein paar kleine aber feine Extras herunterladen. Die erforderliche Bastelarbeit ist dabei sehr gering und das Spiel gewinnt damit etwas an Tiefe.

Die Altersangabe (ab 8 Jahren) ist zutreffend. Aufgeweckte Kinder ab 6 Jahren sollten aber keine Probleme haben, mit etwas Hilfe, den Spielmechanismus zu verstehen.

Die Auszeichnung „Spiel des Jahres 2007“ hat Zooloretto als Familienspiel zu Recht bekommen, und mit ungefähr 25 Euro stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis. Das Spiel sollte in keiner Sammlung fehlen, deshalb hier unsere Schenk- und Kaufempfehlung!

Unsere Wertung:


© 13.09.2007 Oliver Sack



Mit freundlicher Genehmigung des Abacus-Spiele-Verlag
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Abacus
Vielen Dank an den Abacus-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars