Ab in die Tonne (Carlo A. Rossi, 2013)

Für 2-5 Spieler ab 6 Jahren
Autor: Carlo A. Rossi
Verlag: Abacusspiele
Spieldauer: 20-30 Minuten

 

Verlags-Beschreibung:

Wer bringt schon gerne den Müll raus? Bei Familie Rumpelheimer ist es immer derjenige, der den Müll zum Überlaufen bringt. Deshalb liefern sie sich ein irrwitziges Stapelduell. Ab in die Tonne ist ein herrlich unkorrektes Geschicklichkeitsspiel, das das wohl-bekannte Thema mit einem Augenzwinkern umsetzt. Nur wer seine Karten clever ausspielt und sich als echter „Hochstapler“ erweist wird als Sieger hervorgehen.

Quelle: www.abacusspiele.de © Abacus Verlag


Das Spiel:

Die Spieler besitzen jeweils einen Kartensatz mit Werten von 1-10 und wählen jede Runde 1 von 3 Handkarten aus, die sie verdeckt ausspielen. Hat jeder eine Karte gelegt werden sie umgedreht. Der Spieler mit der kleinsten Zahl beginnt nun und muss entsprechend viele Teile in die Mülltonne legen. In der Reihenfolge der Zahlenwerte folgen die anderen Spieler. Der Spieler bei dem der "Müllberg" zusammenbricht bekommt Strafpunkte und muss "den Müll rausbringen". Wer jetzt noch eine höhere Karte hatte hat Glück gehabt, denn er platziert seine Teile in den geleerten Eimer. Schafft es ein Spieler sogar auch das letzte Teil des Vorrats zu verbauen, bekommt er dafür einen Bonus. Nach 6x Mülltonne leeren endet das Spiel und der Spieler mit den wenigsten Strafpunkten gewinnt. Beim Ausspielen der Karten ist eine Prise Taktik und ansonsten natürlich jede Menge Stapelgeschick gefragt. Die Holzteile bieten interessante Kombinationsmöglichkeiten und es ist immer wieder erstaunlich was noch so alles auf den "Müllberg" passt.


Inhalt:
1 Mülltonne
50 Karten
6 Punktechips
40 Holzteile (Flasche, Milchtüte, Konservendose und Apfelkrotzen)
 

Quelle: www.abacusspiele.de © Abacus Verlag
 
Anmerkung:
Apfelkrotzen??? - das ist hessisch.
Wir Schwaben sagen "Äpfelbutzze"


und Du? - Wie heißt es in deinem Dialekt?
Schreib uns .....


Fazit:

Macht „Ab in die Tonne“ Spaß, oder gehört es wie der Titel schon anspielt, in die Tonne? Das war natürlich die Frage vor der ersten Partie, aber das fragen wir uns vor jedem neuen Spiel.

Um das Spiel unter möglichst realistischen Bedingungen zu testen, musste für die ersten 2er Partien mein Sohn herhalten, um den Müll zu versorgen – quasi wie im echten Leben! Kurz die Regeln studiert und ab – ist ja nicht schwer. Die ersten Teile in der Tonne zu versorgen stellt nicht wirklich ein Problem dar, aber wenn einmal weniger als ca. 8 Teile übrig sind, wird es tricky. Es ist meist gar nicht so einfach die Teile gegen Rundenende unterzubringen und es ist neben Geschick auf etwas Fantasie gefragt bei der richtigen Müll-Pack-Stapel-Technik. Vor allem wenn der Junior immer gleich etwas Wackeliges auf der Tonnenkante konstruiert, obwohl noch in der Tonne Platz gewesen wäre. Immer wieder musste ich unter dieser Taktik leiden, weil ein instabiles Teil erst in meinem Spielzug auf die Idee kam, herunterzufallen. Egal – ich kann mich ja rächen, in der nächsten Runde drück ich Sohnemann einfach den höheren Malus-Chip aufs Auge! (Und wer hat den Malus bekommen? – Ja klar …. ).

Mit der Erfahrung aus den 2er Runden ging‘s dann weiter in 3er und 4er Partien. Auch hier hat sich schnell herauskristallisiert, dass es erst bei den letzten 8 Teilen spannend wird. Ansonsten dasselbe Spiel – jeder versucht so den Müll zu versorgen, dass es beim nachfolgenden Spieler möglichst instabil und extrem empfindlich gegen Berührungen wird.

Zu guter Letzt noch die Partie in Vollbesetzung, zu fünft. Dasselbe in Grün, was die Spielweise betrifft, aber mit deutlich mehr Stimmung am Tisch im Vergleich zur 2er Runde. Im richtigen Moment auch mal eine hohe Zahl ausspielen, wenn die Tonne fast voll ist, um möglichst nach der Müll-Katastrophe an die Reihe zu kommen, entpuppte sich gerade bei fünf Spielern als lukrative Taktik, wenn, ja wenn nicht alle Anderen denselben Gedanken haben, denn dann geht der Schuss nach hinten los und mann darf mal wieder die Tonne leeren.

„Ab in die Tonne“ ist ein nettes Spielchen für zwischendurch oder als „Aufwärmer“ für den Spieleabend. Ansprechendes Material und kurze Regeln. Allerdings wurden in unseren Testrunden meist nur 2-3 Partien gespielt, danach war es schwer, die Mitspieler nochmals zur Mülljonglage zu überreden. Spaß macht’s auf jeden Fall, und es gehört sicher nicht in die Tonne!


Wertung:

Spielspaß 2,5
Material 1,5
Regeln 1,5
 

Über unseren Wertungsschlüssel


© 31.03.13 Oliver Sack

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Vielen Dank an den Abacus-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Abacus Verlag / Fotomontage: Oliver Sack