Alles Käse (Abacus, 2013)

Für 2-6 Spieler ab 6 Jahren
Autor: Meelis Looveer
Spieldauer: ~15 Minuten

 

Verlags-Beschreibung:

Die Mäuse sind los! Und was wollen Mäuse? Richtig, Käse und davon gibt es reichlich. Doch aufgepasst: Auch die fiesen Mausefallen duften verlockend. Nur wer den richtigen „Riecher“ hat und nicht zu gierig ist, wird den meisten Käse ergattern.

Quelle: www.abacusspiele.de © Abacus Verlag


Das Spiel:

Die Spieler versuchen möglichst viele Punkte in Form von Käsescheiben (=Karten) zu sammeln. Je mehr Löcher abgebildet sind, desto mehr Punkte bringt die Karte. Aber Achtung, Käse-Karten mit vielen Löchern bergen auch ein hohes Risiko. Denn es kann sein, das statt der ersehnten Käse-Karte eine Fallen-Karte auftaucht. Und wer drei Mal in die Falle getappt ist, ist raus! – Und das kann schnell gehen, da der Anteil Fallen im gesamten Spiel 50 % ausmacht.
Da hilft es, das es gelegentlich erlaubt ist, sich eine verdeckte Karte vorher anzuschauen, oder eine verdeckte Karte zu entsorgen. Denn nur wer am Ende noch im Spiel ist, und die meisten Käselöcher gesammelt hat, gewinnt das Spiel.


Spielablauf:

Die 36 Karten werden gemischt und verdeckt als Nachziehstapel bereitgelegt. Sechs Karten werden davon werden als Auslage, ebenfalls verdeckt ausgelegt.
Der Spieler, der beginnen darf (natürlich der Jüngste), nimmt den gelben Würfel und beginnt das Spiel.

Es darf 1x gewürfelt werden. Der Würfelwurf ermöglicht dann, abhängig vom Ergebnis, eine von 2 Aktionen. Sollte der Würfel eine Augenzahl zeigen, die nicht auf einer der sechs Käsekarten der Auslage abgebildet ist, darf sich der Spieler eine dieser sechs Karten geheim anschauen. Anschließend legt er sie zurück auf ihren Platz. (Bei Partien mit zwei oder drei Spielern wird zusätzlich die oberste Karte vom Nachziehstapel auf den Ablagestapel gelegt und ist somit aus dem Spiel.)

Stimmt das Würfelergebnis mit mindestens einer Karte überein, darf der Spieler sich entscheiden, ob er die Karte (oder eine der passenden Karten) aus dem Spiel nehmen möchte oder ob er diese behalten möchte.

Entscheidet er sich für das „Entsorgen“, legt er die gewählte Karte, ohne diese anzuschauen, einfach auf den Ablagestapel und ergänzt die Auslage mit einer Karte vom Nachziehstapel. Möchte er jedoch die gewählte Karte behalten, sagt er dies laut an, und nimmt sich die Karte. Die Karte wird dann vom Spieler offen vor sich ausgelegt. Ist es eine Karte mit Käselöchern, ist alles gut gegangen. Ist es jedoch eine Falle – Pech. Auch diese wird dann offen vor dem Spieler ausgelegt, und sobald es die dritte Falle ist, die ein Spieler gezogen hat, endet das Spiel sofort. Das Spiel endet auch, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist. In beiden Fällen gewinnt, wer die meisten Punkte, Pardon, Löcher gesammelt hat.


Fazit:

Der Verlag Abacus überrascht immer wieder mit kleinen kompakten Spielen, die durch einfache Regeln und hohen Spielreiz bestechen. Zuletzt hat dies HANABI eindrücklich bewiesen. Wir waren deshalb sehr gespannt auf ALLES KÄSE, denn 36 Karten und 1 Würfel passen wieder voll in deren Konzept.

Nach den ersten Partien war klar, dass 50 % Nieten, ganz schön viel sein können. Viele Partien endeten bereits nach ein paar Minuten. Es hieß also, die Taktik umzustellen. Nicht ganz so gierig sein, und ruhig mal eine Karte entsorgen, wenn man noch nicht viele anschauen konnte.

Jetzt wurde es besser. Die Partien zogen sich, was die ganze Sache aber auch interessanter und spannender machte. Man muss sich eben klar sein darüber, dass die Wahrscheinlichkeit auf eine Falle bei Karten mit hoher Punktzahl auch deutlich höher ist. Zum Verständnis, Karten die die maximale Punktzahl (5 oder 6) bringen, sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 2:3 eine Falle. Im Gegensatz dazu sind die niedrigen Karten (1 oder 2 Punkte) im günstigeren Verhältnis 1:3. Die mittleren Karten gar 1:1.

Klar ist aber auch, dass niemand so recht nur kleine Punkte sammeln möchte, und da gehört dann eben auch der Mut zum Risiko dazu. Auch wenn’s einmal in die Hose geht – zwei Fallen darf man ja haben, erst dann ist Vorsicht geboten.

Wie schon gesagt, das Spiel läuft locker von der Hand, ist weder kompliziert noch langweilig. Als Begleiter für unterwegs ebenso geeignet, wie als Aufwärmer oder Absacker für den gemütlichen Spieleabend. Der schnelle Aufbau, und der geringe Platzbedarf machen ALLES KÄSE auch zum idealen „Zeitüberbrücker“ im Restaurant, wenn es dien Kids mal wieder zu lange geht, bis die ersehnten Pommes serviert werden.

ALLES KÄSE ist für uns nicht Käse, es ist ein schönes, kleines Spielchen, das immer wieder Spaß macht.


Wertung:

Spielspaß 2,5
Material 1,5
Regeln 1,5
 

Über unseren Wertungsschlüssel


© 18.02.13 Oliver Sack

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Vielen Dank an den Abacus-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Abacus Verlag