Deckscape (Chiacchiera/Sorrentino, 2017)

für 1-6 Spieler, ab 12 Jahren
Autoren: Martino Chiacchiera, Silvano Sorrentino
Illustration: Alberto Bontempi
Verlag: dV Giochi
Vertrieb: Abacusspiele
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Platzbedarf: ca. 70 x 50 cm (1 Tisch)
 

Verlags-Beschreibung

Der schrullige Doktor Thymes erwartet euch in seinem Labor. Seid ihr bereit für den Test? Während der Doc die Aufgabe erklärt, drückt er versehentlich einen Knopf. Ein Alarm erklingt und schwere Gitter verschließen alle Ausgänge... Das Labor ist abgeriegelt. Zu allem Übel verschwindet der Doc durch eine Falltür und lässt euch in völliger Dunkelheit zurück. Werdet ihr es schaffen die einzigartigen Rätsel in diesem Raum zu lösen, um rechtzeitig einen Weg hinaus zu finden?...

‚Deckscape – Der Test‘ ist ein Escape Room Spiel und liegt damit voll im Trend. Wie bei einem echten Escape Room müssen die Spieler zusammenarbeiten, um aus einem geschlossenen Raum zu "entkommen". Dazu müssen sie spannende Rätsel lösen, Gegenstände, die sie finden, geschickt einsetzen und die Handlung der Geschichte voranbringen. Die neue Deckscape Reihe, für die weitere Titel in Planung sind, zeichnet sich durch ein kompaktes Format, ein innovatives Spielsystem und einen leichten Zugang aus.

Quelle: Abacusspiele, 2017
 

Was der Pragmatiker wissen möchte

läuft rund, logisch und ist nicht zu schwer.
 

Über das Spiel

„Exit Games“ sind nach wie vor sehr beliebt. Nicht nur die realen Escape-Rooms, die vielerorts zurzeit immer mehr werden, erleben einen regelrechten Boom, sondern auch die Brett- und Kartenspielumsetzungen erfreuen sich großer Beliebtheit. Und das alles nicht zu Letzt durch den Genre-Primus, die Exit-Reihe (Kosmos) von Inka und Markus Brand. Aber auch andere Verlage sind auf diesen Zug aufgesprungen und haben Escape-Rooms für den heimischen Spieltisch entwickelt. Dabei werden unterschiedliche Mechanismen verwendet, die teilweise das Spiel einmalig, also nicht wiederholbar machen. Dies liegt auch daran, dass wenn die Rätsel einmal gelöst sind, eine Folgepartie witzlos wird. Aber auch geschuldet der Tatsache, dass einige Spiele nach der Partie durch zerschneiden und bemalen, schlicht unbrauchbar sind. Anders hingegen bei den Escape-Room-Umsetzungen als Kartenspiel. Diese können wieder gespielt werden. OK, für ein und dieselbe Gruppe macht es wenig Sinn, ein Rätsel, welches man gelöst hat, erneut zu lösen. Doch der Vorteil der Kartenspiel-Umsetzung ist, dass man damit anderen Gruppen eine Freude machen kann, indem man es weitergibt. Welche der beiden Varianten (einmalig oder mehrmaliges Spielen) jetzt für einen Verlag im Bezug auf Verkaufszahlen interessanter ist, kann man nur vermuten. Die Verlage werden ihre Gründe haben. Man will sich schließlich auch von anderen abheben.
 
Als Kartenspiel-Umsetzung findet man bisher lediglich das Spiel „Unlock!“ von den Space-Cowboys, welches eigentlich eine Spielesammlung ist. Gleich drei Kartensätze für drei unabhängige Spiele liegen der Schachtel bei. Demnächst sollen auch noch weitere Fälle/Spiele aus der Reihe erscheinen. Diese Spiele sind wie gesagt mehrfach spielbar, können also weitergegeben werden.

Neu bei den Kartenspiel-Umsetzungen kommt jetzt der italienische Verlag dV Giochi (Vertrieb: Abacusspiele) mit seiner Variante auf den deutschen Markt. Unter dem passenden Titel „Deckscape“ erschien jetzt das erste Spiel „Der Test“ in dieser Reihe. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um ein Kartendeck basiertes Escape-Room-Spiel. Das ganze auch noch in einer kleinen, handlichen Schachtel, die problemlos in die Jackentasche passt.
 

Die Kartengrößen im Vergleich

Unlock!: 11,2 x 6,05 cm
Deckscape: 11,2 x 8,7 cm
 

Unsere Erfahrung

Eigentlich schreiben wir keine Rezension zu einem Spiel, das wir nur einmal gespielt haben. Aber wie sollen wir es anders machen? Rätsel-Spiele kann man nur ein einziges Mal spielen, danach wird es sinnlos. Folglich können wir hier nur von einem einmaligen Spielerlebnis berichten.
 
Ich hab mir für die Partie Deckscape drei gute Freunde geschnappt, von denen ich weiß, dass sie auch gerne rätseln, beziehungsweise sie waren schon in einem realen Escape-Room. Klar waren sie sofort begeistert und wir legten los.
 
Angefangen haben wir mit einem Deckscape Demo-Spiel, bestehend aus 10 Karten. So konnten wir schon einmal sehen, wie „das Spiel tickt“. Nach erfolgreicher Beendigung des Demos in nur 7 Minuten, konnten wir dann richtig loslegen.
 
Direkt nach dem Öffnen der Packung hielt ich ein eingeschweißtes Päckchen Karten in der Hand. Auf der einen Seite eine Karte mit „Achtung! Ihr haltet den Stapel falsch herum.“ Und auf der anderen Seite „Schaut euch die Karten in diesem Stapel nicht an und mischt sie nicht.“ Somit war schon mal klar was zu tun war. Immer schön brav jede Karte lesen und befolgen. Disziplin bitte! Auf allen weiteren Karten wird das Spiel sauber erklärt und die Vorbereitungen für das eigentliche Spiel werden getroffen. Auf Karte Nr. 6 kommt ein kleines, einfaches Einstiegsrätsel, quasi zum „aufwärmen“. Die Karten Nr. 8 und 9 sind Hinweiskarten, falls man einmal Hilfe brauchen sollte, und werden beiseite gelegt. Mit Karte Nr. 10 geht dann da eigentliche Escape-Spiel los.
 
Das erste Rätsel dreht sich um ….. xxxxxxxxxxxx ….. Nein, mehr wird jetzt nicht mehr verraten. Lieber Leser, du musst das Spiel schon selbst spielen, wenn du mehr darüber erfahren willst.
 
Wir konnten das Spiel erfolgreich in knapp 47 Minuten mit nur einem Fehler beenden. Die Rätsel waren unterschiedlich schwer. Von einfach über kniffelig bis hin zu knackig, wurde uns alles geboten. Manchmal sprang uns die Lösung als logisch, einfach und selbstverständlich förmlich an, manchmal mussten wir verschiedene Lösungen und Lösungsansätze diskutieren und gemeinsam oder per Abstimmung entscheiden.
 

Fazit

Wir hatten richtig Spaß mit Deckscape „Der Test“ und freuen uns auf weiter Titel dieser Reihe. Die Schwierigkeit würden wir als mittelmäßig einstufen und im Vergleich zu „Unlock!“ (Space Cowboys) als einfacher.
 
Die Geschichte, die im Spiel erzählt und erlebt wird ist schlüssig von Anfang bis Ende. Es fiel uns leicht, uns direkt in das Geschehen hinein zu versetzen. Wir erlebten das Spiel, als wären wir tatsächlich in einem Raum.
 
Da wie bei „Unlock!“ auch hier keine Karten beschrieben oder vernichtet werden, kann man das Spiel wieder neu sortieren und an eine andere Gruppe weitergeben. Ein weiterer Vorteil ist das Format. Da sich in der Schachtel nur ein Spiel befindet, ist es absolut Hosentaschen geeignet und easy transportabel.
 

Stimmen zum Spiel:

Dirk L.: „Ich fand die Idee schön, dass alles in einem Deck zusammen gestellt wurde. Und wenn man fertig ist, es sehr einfach zurück zu bauen ist. Die Rätsel waren für erfahrene Rätsler recht einfach, machen aber dennoch Spaß. Auch sehr schön, die Lösungen waren logisch, das hab ich bei einem andern Spiel schon anders gesehen. Mir hat es gut gefallen und hoffe, dass die nächsten etwas schwerer werden.“
 


© 17.09.17 Oliver Sack
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Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Abacusspiele / Fotos: Oliver Sack


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