Game of Trains (Abacusspiele, 2016)

für 2-4 Spieler, ab 8 Jahren
Autor: Autorengruppe Trehgrannik
(Anatoly Shklyarov, Alexey Paltsev, Alexey Konnov)
Grafik: Reinis Pētersons
Verlag: Abacusspiele
Spieldauer: 20 min


Verlags-Beschreibung

Die Waggons der ankommenden Güterzüge sind durcheinandergeraten. Die Spieler müssen versuchen, ihren Zug durch geschicktes Rangieren neu zu sortieren. Wer schafft es, als Erster seine Waggons in die richtige Reihenfolge zu bringen?


Quelle: PM Abacusspiele, 2016


Was der Pragmatiker wissen möchte

Schönes, schnelles Kartenspiel mit Ärgerpotential.


Das Spiel

Jeder Spieler bekommt zunächst eine Lokomotiven-Karte und 7 Waggon-Karten. Diese 7 Waggon-Karten werden offen hinter der Lokomotive, absteigend, ausgelegt.
Ziel des Spiels ist es, die Waggon-Karten so umzusortieren, dass am Ende die Karten hinter der Lokomotive in aufsteigender Reihenfolge liegen. Wem das als Erster gelingt, der gewinnt das Spiel.
 
Eine Möglichkeit, die Kartenreihe in eine aufsteigende Reihe zu bringen, ist das Ziehen einer neuen Karte vom Nachziehstapel. Diese wird dann gegen eine vorhandene Karte an Ort und Stelle ausgetauscht. Die zu entsorgende Karte kommt anschließend offen neben den Nachziehstapel. Alle offen liegenden Karten in der Tischmitte haben jetzt nur noch eine bestimmte Funktion, die Zahl auf der Karte hat jetzt nichts mehr zu bedeuten.
Karten in der offenen Auslage können also nicht mehr in die eigene Waggon-Reihe einsortiert werden. Allerdings kann man die Funktion der Karte gemäß aufgedrucktem Symbol nutzen, anstelle eine verdeckte Karte zu ziehen.
Entscheidet sich ein Spieler, die Funktion einer ausliegenden Karte zu nutzen, so wird diese Karte nach der Aktion endgültig abgelegt und kommt aus dem Spiel.
 
Mit Hilfe der Funktionen lässt sich die eigene Waggon-Reihe umsortieren. Es gibt Funktionen, die es einem erlauben, Karten in der eigenen Reihe zu vertauschen oder nach links beziehungsweise nach rechts zu verschieben. Dazu kommen noch Funktionen, die es einem erlauben, eine der beiden äußeren Karten, oder die Karte in der Mitte der Reihe zu entsorgen und vom Nachziehstapel zu ersetzen. Dabei kann eine besser passende Karte in die eigene Reihe kommen, aber auch mal eine weniger optimale Karte. Der Reiz an dieser Funktion ist, dass ALLE Spieler die betreffende Karte entsorgen müssen. So ist diese Funktion interaktiv nutzbar, um eventuell dem Mitspieler dessen Reihe zu sabotieren. Wehren kann man sich dagegen nicht. Wenn ein Mitspieler diese Kartenfunktion nutzen will, muss ich meine Karte entsorgen, auch wenn sie noch so gut in meine Reihe passt. Außer man hat vorgesorgt. Es gibt Karten, deren Funktion es ist, eine der äußeren oder die mittlere Karte zu schützen. Hat man solch eine Schutzkarte in seiner Auslage liegen, ist man vor dem zwangsweisen Entsorgen geschützt.


Unser Spielgefühl

„Game of Trains“ ist super schnell erklärt, und genauso schnell gespielt. Wir haben es meist als „Aufwärmer“ oder „Absacker“ beim Spieleabend gespielt, und werden es auch weiter dazu nutzen. Bis heute hat es allen Mitspielern gut gefallen, da es neben Glück und Taktik immer noch leichte Kost ist. Ideal also um „in Spiellaune zu kommen“. Selten wurde bei uns auch nur eine Partie gespielt. Meist waren es gleich drei oder vier. Durch die interaktiven Funktions-Karten kommt auch immer ein wenig Schadenfreude auf, wenn man den Mitspieler kurz vor seinem Erfolg einbremsen kann.
 
„Game of Trains“ macht Spaß und ist ein handlicher Begleiter für unterwegs.


Besonderheiten:

Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle nicht nur die gelungenen Illustrationen allgemein, sondern auch die vielen Details auf den liebevoll gestalteten Karten. Und wer ganz genau hinschaut, der findet allerlei bekanntes aus Film und Fernsehen auf den Bildern. Neben A-Team und Ghostbusters gibt es noch einiges mehr zu entdecken. Zu viel will ich aber gar nicht verraten, einfach mal genau hinschauen, es lohnt sich.


 


Das Spiel zu zweit:

„Game of Trains“ lässt sich sehr gut auch zu zweit spielen. Wem es dann allerdings zu schnell geht, dem Empfehlen wir, es doch einmal etwas schwerer zu probieren. Dazu einfach 9 Karten auslegen, und schon wird das Ganze etwas in die Länge gezogen und bietet mehr Möglichkeiten, eine der interaktiven Karten zu nutzen. Unser Tipp: Mit 9 Karten wird der Zug etwas länger – deshalb bekommt jeder Spieler zwei Lokomotiven-Karten ;-)

 

© 09.06.16 Oliver Sack
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Vielen Dank an Abacusspiele, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Abacusspiele / Foto unten: Oliver Sack