Phase 10 Brettspiel (Ravensburger, 2010)
Für 2-6 Spieler ab 10 Jahren
Autor: Susanne Armbruster
Verlags-Beschreibung:
Würfeln und taktieren bis zur ‚Phase 10’
Über vier Millionen verkaufte Exemplare machen das Kartenspiel Phase 10 seit Jahren zu einem der erfolgreichsten Spiele in Deutschland. Nun veröffentlicht Ravensburger mit 'Phase 10 – Das Brettspiel' den großen Bruder des Klassikers. Er kombiniert die bekannten und beliebten Phase 10-Spielelemente mit neuen taktischen Möglichkeiten zu einem temporeichen Brettspiel.
Die Spielidee des Kartenspiels mit den schnell erklärten, einprägsamen Regeln steht seit Jahrzehnten für kurzweiligen Spaß am Spieltisch. Jetzt finden Millionen Anhänger eine neue Herausforderung: Phase 10 – Das Brettspiel bringt das bestechend einfache Spielprinzip aufs (Spiel)-Brett. Mit dabei sind natürlich die bekannten Zahlenkarten und das Prinzip, zehn unterschiedliche „Phasen“ zu durchlaufen. Das heißt, jeder will möglichst schnell Zahlenkarten in bestimmten, von Phase zu Phase wechselnden Kombinationen sammeln. Der Clou: Der neue Spielplan mit seinen kreisrund angeordneten verschiedenfarbigen Feldern. Jedes Feld steht für eine von acht Aktionen, mit der die Spieler gehörig taktieren können. Neue Karten ziehen, ganz bestimmte Karten suchen, oder gar den lieben Konkurrenten ungewollt Karten aufnötigen: Die Bandbreite reicht von raffinierten bis zu leicht gemeinen taktischen Aktionen. Los geht’s: Alle ziehen nacheinander ihre Figur über den Aktionsfelder-Rundkurs - und zwar so weit, wie es die Würfelaugen vorgeben. Der Spieler am Zug führt eine Aktion aus. Beispielsweise erlaubt ihm das Aktionsfeld, eine Karte vom Aufnahmestapel zu ziehen. Passt deren Zahlenwert oder ihre Farbe in die aktuelle Phase? Glück gehabt! Wer die aktuelle Phase erfüllen kann – das könnte beispielsweise „Fünf Karten in einer Farbe und eine Dreierfolge“ sein – legt die entsprechenden Karten aus. Wird er dann auch noch seine restlichen Handkarten los, schaltet er damit auf Hyperantrieb und darf die nächste Phase überspringen. Wer zuerst die zehn Phasen erfolgreich durchlaufen hat, gewinnt. Phase 10 – Das Brettspiel ist schnell erklärte, kurzweilige Unterhaltung und damit für jede Lebensphase ab zehn Jahren bestens geeignet.
Quelle: Pressemitteilung Ravensburger Spieleverlag GmbH
Bild: © Ravensburger Spieleverlag GmbH
Fazit:
Phase 10 ist wohl eines der bekanntesten Kartenspiele aus dem Hause Ravensburger, überhaupt. Es gibt wohl wenige, die noch nie etwas davon gehört haben. Jetzt kommt das Kartenspiel auf’s Brett. Doch keine Angst, viel ändert sich nicht – was nicht negativ sein muss!
Das Spielprinzip und der Ablauf sind fast wie gehabt. Jeder Spieler bekommt 10 Karten auf die Hand, und versucht möglichst schnell „seine“ Phase auszulegen. Der Unterschied zum P10-Kartenspiel besteht nun im Wesentlichen darin, dass zu Beginn des Spielzuges nicht mehr eine Karte vom verdeckten Nachziehstapel oder offenen Ablagestapel genommen wird, sondern es wird gewürfelt. Anschließend können bis zu 5 Karten aufgenommen werden und, wenn keine Phase ausgelegt werden kann, nur 1 wieder abgelegt. Wer auslegen kann, tut auch dies wie gewohnt, und legt ebenfalls 1 Karte am Ende seines Spielzuges ab. Ist dies dann sogar die letzte Karte, also das Ende der laufenden Spielrunde, dann darf der Spieler, der seine letzte Karte abgelegt hat, als Bonus sogar die nächste Phase überspringen!
Das ist eigentlich schon alles was der eingefleischte P10-Spieler wissen muss.
Doch zurück zu Karten und Spielbrett. Die Spielkarten haben das bekannte Design mit den Zahlen von 1 bis 12 in je 4 Farben. Joker (Sonderkarten) gibt es keine.
In der Mitte des Spielplans wird bereits zu Beginn einer Runde ein Ablagestapel bestehend aus 5 Karten, sowie der Nachziehstapel gelegt. Die Spielfiguren bewegen sich auf einem Rundkurs immer im Kreis, so wie es die Würfel wollen (!) – die Felder auf diesem Rundkurs geben an, wie der Spieler nun zu seinen „Nachziehkarten“ kommt. Der Spieler wirf die beiden Würfel und muss sich dann entscheiden, welche der beiden Augenzahlen er möchte, um seine Spielfigur zu ziehen. Ein addieren der beiden Würfelwerte ist nur bei einem Pasch zulässig. Welchen Würfel der Spieler wählt ist allerdings abhängig von dem Feld auf dem die Spielfigur landen soll, da wie gesagt, jedes Feld eine andere Funktion hat.
Die Felder im Einzelnen:
- 1, 2, oder 3 Karten nachziehen
- 1 Karte (Zahlenwert) von einem Mitspieler „wünschen“
- 1-4 Karten ablegen und dann eine Karte mehr nachziehen (also 2-5)
- 1 Karte aus dem offenen Stapel aussuchen
- Jeder Spieler zieht 1 Karte nach
- Joker-Feld (auf ein beliebiges Aktionsfeld vorziehen)
Im Gegensatz zum klassischen Phase10-Kartenspiel ist es hier möglich, das der Spieler mehr als 10 oder 11 Karten auf der Hand hat. Und abgelegt wird nach wie vor nur 1 Karte.
Der innere Rundkurs dient als Phasenzähler, so hat man immer auf einen Blick den Spielstand vor Augen, und weiß ganz genau wer sich in welcher Phase befindet. Gut, diesen Überblich habe ich auch beim Kartenspiel, aber hier ist es deutlich transparenter.
In Sachen Spielmaterial und Regeln bleiben hier keine Wünsche offen. Ebenso ist es beim Spielspaß. Zu zweit eher langweilig, aber mit 3 oder gar 6 Spieler wird es zu einem sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Kartenspiel.
Für Phase 10 Fans, die auch schon Phase 10 Master zig Mal durchgespielt haben, ist das Brettspiel ein absolutes Muss. Außerdem lassen sich die Phasen-Aufgaben-Karten beliebig austauschen oder gar kombinieren.
Das „Phase 10 Brettspiel“ ist ein Spielevater-Spiele-Tipp 
unser TOP
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unser FLOP
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| + Super Umsetzung und für jung und alt spielbar |
- bei 5-6 Spieler ist die Spielzeit u.U. recht lang, tut dem Spielspaß jedoch kein Abbruch |
Wertung nach Noten:
Spielspaß
|
1,2
|
Material
|
1,5 |
Regeln
|
1,5
|
© 27.07.10 Oliver Sack
Vielen Dank an den Ravensburger-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Ravensburger Verlag