Spiele-Wochenende war ein Erfolg!

gepostet von Oliver am 30.04.2013 | 07:30:00 Uhr | bisher 0 Kommentare


Vom 26. Bis 28. April fand im Feriendorf „Eckenhof“ in Schramberg-Sulgen wieder ein Spiele-Wochenende statt. Bis spät in die Nacht rollten Würfel und wurden Karten gespielt, gemischt und ausgeteilt. Über 48 Stunden wurde einfach nur gespielt, gespielt, gespielt. Vor allem für die vielen Tagesgäste war das Spiele-Wochenende eine kurzweilige Alternative bei dem April-Wetter. Die Besucher kamen nicht nur aus der Region bzw. aus Baden-Württemberg, nein, manch einer hat ein paar Stunden Autofahrt auf sich genommen, um bei diesem Event dabei sein zu können. Aus der Schweiz und aus Österreich kamen die internationalen Gäste, aus Grevenbroich, Aachen und Nürnberg kamen die Besucher mit der weitesten nationalen Anreise. Das Spiele-Wochenende war bereits Anfang März ausgebucht! Waren 2011 rund 19 und 2012 rund 22 Übernachtungsgäste dem Ruf der Brettspiele in den Schwarzwald gefolgt, so waren es diesmal stolze 48! Eine Steigerung von über 100%. Dies übertraf alle Erwartungen. Hinzu kamen noch ca. 25-30 Tagesgäste, was den großen Konferenzsaal im Feriendorf an seine Kapazitätsgrenzen stießen ließ, denn Brettspiele brauchen Platz. Kurzerhand wurde jedoch ein weiterer Raum, zur Verfügung gestellt, sodass genügend Tische zum Spielen vorhanden waren. Los ging es am Freitag, 26.4. um 16:00 Uhr und es wurde bis spät in die Nacht gespielt. Am Samstag waren bereits um 7:30 Uhr die ersten Spieler schon wieder auf den Beinen, um nach einem stärkenden Frühstück wieder in fantasievolle Welten abtauchen zu können. Und auch am zweiten Tag wurde wieder bis kurz vor Morgengrauen gespielt, sodass die Frühaufsteher am Sonntag fast noch die letzten Spieler auf dem Gang trafen.

Gespielt wurde alles, Neuheiten, Bekanntes, Unbekanntes und Klassiker. Wer ein Spiel nicht kannte, dem wurde entweder von anderen Gästen oder von einem der anwesenden Spiele-Erklär-Profis geholfen. Überhaupt war die Stimmung unter den Gästen sehr gut, was ab und an auch nicht zu überhören war.
 


Ein Highlight war sicherlich der Besuch von Spiele-Autor und Kleinverleger Stefan Kiehl, der neben seinem eigenen Spiel „Moeraki-Kemu“ auch das Spiel „TAC“ im Gepäck hatte, um es dem Schramberger Publikum näher zu bringen. „Moeraki-Kemu“ ist ein taktisches, abstraktes Legespiel für 2 Personen. Das Besondere daran ist nicht nur das Spiel an sich, welches sehr gut bei den Spielern ankam, sondern auch das Material. Das Spielbrett aus Holz wird in Thüringen gefertigt und statt Plastik-Figuren werden Glaskugeln verwendet. Das Highlight ist jedoch zweifelsfrei die ca. 2cm große Kugel aus echter Jade. „TAC“ ist ein Team-Spiel, bei dem 2 Zweierteams gegeneinander spielen. Vergleichbar ist „TAC“ mit „Mensch ärgere dich nicht“, da beide Spiele gemeinsame Wurzeln haben. Nur das „TAC“ nicht mit einem Würfel, sondern mit Karten gespielt wird. Auch „TAC“ ist ein sehr hochwertiges Spiel, das wie „Moeraki-Kemu“ bereits durch sein Aussehen auffällt. Stefan Kiehl war jedoch nicht nur Ansprechpartner für beide Spiele, er hatte auch sichtlich Spaß, immer wieder bei einem anderen Spiel mitzuspielen. Außerdem erzählte er in einem 45-Minuten-Kurz-Vortrag von der Entstehung seines Spiels „Moeraki-Kemu“, dessen Entstehung, Hintergründen und Problemen bei Verlagssuche und späterer Verlags-Gründung. Eine interessante Geschichte, die den Zuhörern die eine oder andere Überraschung bescherte.
 


Neben all den Spielen, die zum Spielen bereitlagen, wurden auch zwei Turniere angeboten, bei denen man sich mit anderen Spielern messen und als Sieger tolle Preise abräumen konnte.

Den Anfang machte ein DOG-Turnier. DOG ist ein aus der Schweiz und Kanada stammende Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Variante die im Gegensatz zum Klassiker mit Rommé-Karten anstatt mit Würfel gespielt und im Team zwei gegen zwei wird. 10 Teams traten an, um in vier Runden ihren Meister zu ermitteln. Die Favoriten kamen ganz klar aus dem Mutterland vom DOG-Spiel, aus der Schweiz. Den Eidgenossen gelang es, die ersten zwei Runden deutlich für sich zu entscheiden. Gleichzeitig war es aber auch ein Team aus Schramberg/Locherhof, welches ebenfalls souverän seine beiden ersten Partien gewann. So kam es dann bereits in der dritten Runde zum Showdown, und nach knapp 28 Minuten stand bereits der Sieger fest. Das „Team X2“ aus Schramberg/Locherhof konnte die DOG-Profis aus der Schweiz, denkbar knapp mit 8:7 in die Schranken weisen. Im vierten und letzten Spiel siegten die beiden Damen dann ebenfalls und konnten sich so hochverdient als Schramberger-DOG-Meister feiern lassen.

Ähnlich spektakulär verlief am Sonntag das traditionelle Heckmeck-Turnier ab. Dieses leicht zu erlernende Würfelspiel zieht Fans immer wieder in seinen Bann, so waren es diesmal sogar 24 Hasardeure, die sich auf die Jagd nach den begehrten Preisen beim Turnier machten. Nach 3 heißen Vorrunden (4er-Tische) saßen die 6 Finalisten fest. Im Finale war schnell klar, wer das Rennen machen könnte. Je näher das Spielende kam, desto sicherer war der Sieger. Der Kampf um Platz zwei war entbrannt. Fünf Spieler mit jeweils einem oder keinem Stein versuchten die Führende einzubremsen, um sich selbst den zweiten Platz zu sichern. Mit dem letzten verbleibenden Stein (30) konnte sich der bis dahin auf Platz 6 liegende Ehemann der Führenden den zweiten Platz sichern. Das gab es noch nie in Schramberg. Die beiden Erstplatzierten durften sich nicht nur über je ein Spiel vom Zoch-Verlag freuen, sie werden darüber hinaus auch vom Verlag zur Internationalen-Wurm-Meisterschaft im März 2014 nach München eingeladen.

Aufgrund der durchweg positiven Resonanz vor, während und nach dem Wochenende steht schon einmal eines fest: 2014 sehen wir uns wieder, beim Spiele-Wochenende im Schwarzwald.
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