Kommentar zur SdJ-Nominierungsliste 2017

gepostet von Oliver am 23.05.2017 | 13:13:50 Uhr | bisher 0 Kommentare

So, ein Tag ist vergangen, die Nominierungslisten sind veröffentlicht. Zeit, meinen Senf auch noch dazu zu geben.
(>>> Link zur Nominierungs-Liste)

 

Da ist sie jetzt also offiziell, die Liste der Spiele die zur Wahl stehen und die Liste der Spiele, die die Jury als empfehlenswert erachtet. Welche Titel im Juni (Kinderspiel) beziehungsweise Juli (Spiel/Kennerspiel) dann die begehrten Pöppel bekommen, bleibt abzuwarten. Wie jedes Jahr, so gab es auch dieses Mal Risiken und Nebenwirkungen. Die Risiken der Nominierungen trägt ganz allein die Jury, und das ist ihr sicher auch bewusst. Denn sie sind bei diesem Preis das Maß aller Dinge, ob es einem passt oder nicht. Es ist eben ein Jury-Preis, Punkt. Die Nebenwirkungen hingegen sind deutlich häufiger anzutreffen als es einem bei Medikamenten lieb sein kann. Nur Minuten nach der Veröffentlichung der Nominierungen war wieder auf diversen Plattformen und sozialen Medien die Kritik laut. Wie jedes Jahr gab es wieder selbst ernannte Jury-Belehrer, die ihre Meinung als einzig richtig darstellen wollen. Natürlich darf jeder seine Meinung sagen, wir haben ja Meinungsfreiheit in Deutschland. Aber ein paar wenige vergessen, was und wie sie kritisieren und belehren. Es ist die Entscheidung einer Jury, die haben sich nach ihrer Klausurtagung auf die veröffentlichte Liste geeinigt. Und ich bin mir ganz sicher, sie waren sich sicher auch nicht alle einig. Die letztendlich so entstandene Liste mit Empfehlungen und Nominierungen stellt deshalb die Meinung der Jury dar. Ja, auch die Jury hat die verbriefte Meinungsfreiheit und sie macht davon Gebrauch, wohlwissend, das es (wieder) Kritik daran geben wird. Oder wie der Marketing-Spezialist sagt: „Hauptsache es wird darüber geredet.“ Fakt ist aber auch, das die große Öffentlichkeit diesen Kritikerpreis hoch achtet, hier bei uns in Deutschland und sogar über die Grenzen hinaus in Europa und auf der ganzen verspielten Welt. „Spiel des Jahres“ ist eine Marke, der man vertraut. Die Kritiker und Nörgler fallen angesichts der befürwortenden Masse prozentual unter „Sonstiges“, wenn überhaupt.

Jetzt muss ich aber zugeben, dass ich auch etwas überrascht war, als ich die Liste sah. Allerdings nur überrascht und nicht gleich dagegen. Denn es ist immer auch Geschmackssache jedes Einzelnen, so auch bei mir. Ich habe auf der diesjährigen Liste mit „First Class“ (Hans im Glück) und „NMBR9“ (Abacus) zwei Spiele vermisst, die ich sehr gerne auf den Listen gesehen hätte. Ein weiteres Spiel, „Zauberei hoch drei“ (Pegasus), welches ich auf die Kinderspiel-Nominierungsliste gewettet habe, ist auf der Empfehlungsliste gelandet, immerhin. „Ice Cool“ (Amigo) hätte ich in der roten Kategorie erwartet, gelandet ist es bei Blau, OK. Überrascht war ich dann jedoch, mit „Great Western Trail“ (Eggert/Pegasus) und „Captain Sonar“ (Pegasus) zwei Spiele auf der Kenner-Liste zu entdecken, von denen ich zwar sehr angetan bin, sie aber nie auf der Empfehlungsliste oder gar Nominierungsliste zum Kennerspiel erwartet hätte. Zufall? Ja! Denn es sind Abweichungen zu meinem Geschmack, zu meiner eigenen Meinung. Somit kann ich nur sagen, dass ich die 2017-er Liste cool und gut finde. Wobei sich mein „gut“ auf ca. 70% der Liste bezieht, „cool und gut“ auf rund 4%, das ist genau ein Spiel: „Magic Maze“ (Pegasus). Die restlichen knapp 26%, unter anderem „Räuber der Nordsee“ (Schwerkraft), habe ich bisher gar nicht oder nur wenig gespielt, um mir eine Meinung bilden zu können. Darüber hinaus  behaupte ich auch, dass meine Meinung durch meinen persönlichen Geschmack beeinflusst wird. (Wer glaubt, es sei bei ihm nicht so, der irrt gewaltig.) Die eigene Meinung zu haben und zu vertreten ist auch OK, nur, die Art und Weise wie man das tut, ist ausschlaggebend dafür, wie es beim Betrachter ankommt. Und manch eine Kritik kam eben bei mir nicht gut an. Denn die Jury hat zweifelsfrei eine gute Auswahl getroffen.

Somit freue ich mich schon heute auf die zukünftigen Preisträger und auf die Diskussion, die dann wieder von vorne beginnt. Meinen Senf gibt’s dann natürlich auch.

In diesem Sinne: schön weiterspielen und nicht kleckern (gibt Flecken auf dem Spielplan) …..



 


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