Funkelschatz

Kinderspiel des Jahres 2018

Eckdaten

Name: Funkelschatz
Autoren: Lena & Günther Burkhardt
Grafik: Daniel Döbner
Verlag: Haba
Für wen: 2 bis 4 Spieler, ab 5 Jahren
Spieldauer: ca 15 Minuten
Platzbedarf: ca. 60x60cm

Verlagstext

FunkelschatzDie Drachenkinder haben einen ungewöhnlichen Schatz entdeckt: eine Eis-Säule mit eingefrorenen Funkelsteinen. Die wollen alle natürlich gerne haben. Zusammen mit Papa Drache entfernen die Spieler einen Eis-Ring nach dem anderen und bringen die Eis-Säule zum Schmelzen. So purzeln die Funkelsteine herunter. Aber aufgepasst: Es können nur bestimmte Funkelsteine eingesammelt werden. Wer besitzt am Ende die meisten Funkelsteine?

Quelle: www.haba.de, 10.06.2018

 

Spielablauf

FunkelschatzDie Box wird für alle gut erreichbar aufgestellt. Der Spielplan kommt in die offene Spielbox. In der Mitte werden die 9 Ringe übereinandergestapelt. Dieser Turm wird Damm mit den Edelsteinen gefüllt. Dann kann es schon losgehen.

Ein Spieler nimmt sich die Drachenfigur und ist Startspiele, bzw. Papa-Drache. Dieser Spieler darf dann auch den obersten Ring vom Turm nehmen, so dass die ersten Edelsteine herunterpurzeln. Doch zuvor sucht sich jeder Spieler, reihum, einen Farbchip aus, und zwar den, von dem man glaubt, dass von dieser Farbe die meisten Edelsteine fallen.

Sobald dann der Ring genommen wurde, nimmt sich jeder die Steine seiner gewählten Farbe und wirft diese in seinen Vorrat. Alle Steine die übrig bleiben, kommen aus dem Spiel. Dazu werden diese einfach in eines der drei Löcher in der Spielfeldmitte geschubst. Achtung, wird der Ring abgenommen, können auch andere Steine in eines der drei Löcher fallen. Das ist dann eben Pech für den Spieler, der diese Farbe sammeln wollte.

Nach neun Runden endet das Spiel und es gewinnt der, der die meisten Edelsteine gesammelt hat.

Unsere Eindrücke & Erfahrungen

FunkelschatzErster Test, Nachbars Kinder im Alter von 41/2 und 5 Jahren. Die Kinder neigten dazu, die Farbe nicht logisch, anhand der Situation zu wählen, sondern nach Gusto. Sie wählen also lieber ihre individuellen Lieblingsfarbe als zu schauen, von welcher Farbe die meisten Steine fallen könnten.
Auffällig ebenfalls, dass der Spielspaß recht schnell nachließ. Die anfängliche Begeisterung verflog recht schnell. Die Lust auf eine weitere Partie war entsprechend gedämpft.

Im Kindergarten, quasi an der Zielgruppen-Front, wollten wir es dann genau wissen…..
Und, wir waren überrascht. Anders als vermutet, wählten die meisten Kinder nicht irgendeine Farbe, sondern schauten genau hin. Zwar bleibt es immer noch reines Glück, ob und wie die Edelsteine der gewählten Farbe fallen, jedoch änderte dies nichts am Spielspaß. Die Kinder im Alter von 5 und 6 Jahren waren motiviert und mit Eifer bei der Sache. Probleme hingegen machte erwartungsgemäß der Spielaufbau. Ohne Hilfe ging der Aufbau nicht.

Das Funkelschatz im Kindergarten gut angenommen wurde, zeigt auch die Reaktion der Kinder am Ende der Spielrunden: „Bitte wieder mitbringen! Ja?“ – ein untrügliches Zeichen für ein gutes Spiel.

Heute, am Tag der Spiel-des-Jahres-Jury-Entscheidung zum „Kinderspiel des Jahres 2018“, war es dann soweit. Der zweite Einsatz von Funkelschatz im Kindergarten. Altersgruppe diesmal: 4-6 Jahre. Es wurden einige Runden gespielt und die Kinder waren voll auf begeistert und hatten sehr viel Spaß. Schön war auch zu sehen, dass der Sieg relativ zweitrangig war. Das lag auch daran, dass manche Kinder mit Punktzahlen über 15 nicht zurechtkamen. Der Zahlenraum über 10-15 war gerade für die 4-jährigen nicht greifbar.

Ähnlich wie beim ersten Einsatz, kam Funkelschatz wieder gut an. Sogar so gut, dass das Spiel im Kindergarten bleiben muss, damit die Kids die nächsten Tage weiterspielen können. Ein großes Lob für das Spiel.

© 06.06.18 Oliver Sack
Du bist anderer Meinung? – oder möchtest etwas hinzufügen, ergänzen oder kritisieren?
Dann schreib uns, wir veröffentlichen deinen Kommentar und freuen uns über jedes Feedback.


Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © Haba / Fotos: Oliver Sack


Sollten in diesem Beitrag Rechtschreibfehler oder falschgesetzte Satzzeichen sein, so ist unbedingt drauf zu achten, diese zu dokumentieren (Foto) und dann per Post in doppelter Ausführung an uns zu senden. Danke.