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Spiel des Jahres 2021 – was zu erwarten war …

Spiel des Jahres Pöppel Trio kleinHeute wurden die Preise „Spiel des Jahres 2021“ und „Kennerspiel des Jahres 2021“ verliehen. Erfahrungsgemäß gibt es vor und nach der Preisverleihung heiße Diskussionen, in denen immer auch die „Unfähigkeit der Jury“ thematisiert wird, was natürlich völliger Blödsinn ist. Wer so etwas behauptet, ist selbst unfähig und hat den Sinn des Preises und der Jury nicht verstanden.

Kennerspiel des Jahres 2021

Paleo SchachtelDoch zurück zu den aktuellen Preisträgern. Hier, beim Kennerspiel des Jahres, wurde ein Kopf an Kopf Rennen zwischen „Den verlorenen Ruinen von Arnak“ und „Paleo“ erwartet. Da wir alle nicht wissen, wie knapp das ausging, können wir nur auf Ergebnis schauen und da sehen wir für uns erwartungsgemäß, „Paleo“ von Peter Rustemeyer, erschienen bei Hans im Glück. Ja, die Spielregeln der ersten Auflage waren jetzt nicht so der Hit, aber man konnte klarkommen. Ja, manche finden die Werkbank doof, aber egal. Wichtiger ist doch das Spielgefühl und das Drumherum und hier stimmt einfach alles – nachzulesen auch in unserer Besprechung zum Spiel. Und da wir von Anfang an „Paleo“ auf dem Wettschein hatten, können wir uns heute nur freuen und Glückwünsche an Autor und Verlag senden. Herzlichen Glückwunsch. Und wenn wir ehrlich sind, hatten die „Fantastischen Reiche“ nicht wirklich eine Chance.

<Link zu unserer Besprechung>

Spiel des Jahres 2021

Spielschachtel MicroMacro

Beim Spiel des Jahres 2021 war es ähnlich. Hier hatten seit Ende letzten Jahres fast alle Orakel der Szene „Micro Macro“ ganz vorne gesehen – auch wir, nachzulesen in unserer Besprechung. Neue Spielmechanik aus bewährter Faszination. Die Rede ist von Wimmelbilder. Diese Mechanik in ein Spiel zu packen, war schlichtweg genial. Wellen der Begeisterung schwappten Autor und Verlag entgegen. Der Titel Spiel des Jahres war zum Greifen nah – bis zum Frühjahr 2021. Jetzt kam ein Konkurrent in den Ring, den zuvor niemand kannte, da wenig darüber zu erfahren war. „Robin Hood“ von Michael Menzel, erschienen bei Kosmos. Jetzt spaltete sich die Spielerszene in „Micro Macro“ Fans und „Robin Hood“ Fans. Wimmelbild gegen Adventskalender. Zwei tolle Spiele, die beide einen sehr schnellen Einstieg bieten und absolut fesselnd sein können. Einziger Beigeschmack bei „Robin Hood“, das Material. Zu schnell fransen die Plättchen aus und der Spielplan mutiert wie von Geisterhand zu einer Hügellandschaft. Ob das das Zünglein an der Waage war? Wir wissen es nicht. Zwei innovative Spielideen, aber nur eine kann gewinnen. So war es am Ende auch hier fast schon offensichtlich, wer das Rennen machen wird.

Aber auch in der Kategorie „roter Pöppel“ muss der „Verlierer“ erwähnt werden. „Zombie Kidz Evolution“ zugegeben ein Titel, der uns persönlich schon sehr mit seiner Nominierung überrascht hat. Auf der Rechnung hatten wir das Spiel jedoch zu keinem Zeitpunkt.

Herzliche Glückwünsche also an Autor und Verlag von „Micro Macro Crime City“ – ein tolles Spiel und ein würdiger Preisträger.

<Link zu unserer Besprechung>


 

Das war mein Senf, die Tube ist jetzt leer. Klar wird jetzt auch wieder viel diskutiert werden, aber sicher nicht so intensiv wie in manch anderen Jahren. Es war einfach zu erwarten, dieses Jahr…

Danke nochmals an die gute Arbeit der Jury und Danke nochmals an die Autoren und Verlage für eure Arbeit.

Fazit

Eine gelungene Veranstaltung, wenngleich wegen Corona ungewohnt unpersönlich. Aber, das Konzept das sich die Jury überlegt hat wer ansprechend und die Preisverleihung im Kern wie immer spannend. An dieser Stelle nochmals ein großes Lob.

Links

Aufzeichnung der Preisverleihung

Jury-Seite

 


Mein Kommentar zu den Spiel des Jahres Preisträgern 2021 – 19.07.2021 – Oliver Sack

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