SPIEL 2023

Lesezeit: 5 Minuten

Pressemitteilung des Spieleverlage e.V. anlässlich der SPIEL 2026

Spielebranche im Aufwind: Brett- und Gesellschaftsspiele bleiben auf Erfolgskurs

Die Spielebranche blickt trotz wirtschaftlicher Herausforderungen optimistisch auf das Jahr 2026. Besonders Brett-, Karten- und Gesellschaftsspiele sowie Puzzle entwickeln sich positiv. Wie der Spieleverlage e. V. in seiner Pressemitteilung zur SPIEL 2026 in Essen berichtet, konnte die Warengruppe Spiele & Puzzle in den ersten drei Quartalen des Jahres um 8 Prozent wachsen. Der gesamte Spielwarenmarkt legte im gleichen Zeitraum lediglich um 3 Prozent zu.

Analoge Spiele behaupten damit ihren festen Platz in der Freizeitgestaltung. Zugleich erschließen die Verlage neue Zielgruppen, insbesondere unter Erwachsenen. Auch das gemeinsame Spielerlebnis gewinnt wieder an Bedeutung.

Positive Entwicklung trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Bürokratie und Regulierung (62 Prozent) sowie eine zurückhaltende Konsumstimmung (57 Prozent) belasten die Spielebranche. Zudem halten 94 Prozent der befragten Unternehmen die bisherigen politischen Reformen für unzureichend. Dennoch zeigt sich die Mehrheit der Verlage zuversichtlich.

Laut dem zweiten Board Games INDEX (BGI) des Spieleverlage e. V. rechnen 90 Prozent der befragten Verlage für 2026 mit stabilen oder steigenden Umsätzen im eigenen Unternehmen. Keines der befragten Unternehmen erwartet rückläufige Umsätze. Für den Gesamtmarkt erwarten 81 Prozent eine stabile oder positive Entwicklung.

Auch das bevorstehende Weihnachtsgeschäft wird optimistisch beurteilt: 86 Prozent rechnen mit stabilen oder besseren Ergebnissen als im Vorjahr. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten investieren zahlreiche Verlage weiterhin in neue Spielideen und internationale Märkte.

Erwachsene entdecken die Welt der Spiele neu

Ein wichtiger Wachstumstreiber sind erwachsene Spielefans, häufig als Kidults bezeichnet. Für sie gehören Brett- und Gesellschaftsspiele zur Freizeitgestaltung.

Der Freizeitmonitor 2026 der Stiftung für Zukunftsfragen bestätigt diese Entwicklung. Während bis Mitte der 2010er-Jahre lediglich 6 bis 8 Prozent der Menschen regelmäßig wöchentlich spielten, stieg dieser Anteil seit 2020 wieder auf 13 bis 14 Prozent.

Auch die Verlage erkennen das Potenzial: 69 Prozent messen den Kidults eine große oder sehr große Bedeutung für die Zukunft der Branche bei. Kein befragtes Unternehmen hält diese Zielgruppe für unwichtig.

Gesellschaftsspiele entwickeln sich damit immer mehr zu einer Freizeitbeschäftigung, die neben Büchern, Kino, Theater oder Konzerten ihren festen Platz hat.

Karten-, Familien- und Partyspiele als Wachstumstreiber

Besonders gefragt sind derzeit Kartenspiele. 48 Prozent der befragten Unternehmen betrachten sie als wichtigen Wachstumstreiber. Familien- und Erwachsenenspiele folgen mit 38 Prozent, Partyspiele mit 33 Prozent.

Auch Sammelkartenspiele entwickeln sich positiv. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Circana verzeichneten Strategic Trading Cards im bisherigen Jahresverlauf ein Wachstum von 17 Prozent. Die Kategorie Adult Games legte in den ersten drei Quartalen sogar um mehr als 20 Prozent zu. Begünstigt wurde diese Entwicklung unter anderem durch ein Musik-Partyspiel.

Die Zahlen zeigen, dass neben klassischen Familien- und Gesellschaftsspielen vor allem Spiele für Erwachsene und gemeinsame Spielerlebnisse immer beliebter werden.

Gemeinsam spielen und miteinander kommunizieren

Nachdem in den vergangenen zwei Jahrzehnten vor allem kooperative Spiele und Escape-Spiele den Markt prägten, rücken inzwischen Kommunikation und direkter Austausch stärker in den Mittelpunkt.

26 Prozent der befragten Unternehmen betrachten Teamspiele als wichtigen Trend. Insgesamt sehen 84 Prozent die besonderen Stärken analoger Spiele im gemeinsamen Erlebnis und in der persönlichen Begegnung, auch zwischen den Generationen.

In einer Freizeitwelt, die immer stärker von digitalen Angeboten geprägt ist, bringen Gesellschaftsspiele Menschen an einen Tisch. Sie bieten Gelegenheit, miteinander zu reden, gemeinsam zu spielen und Zeit miteinander zu verbringen.

Für den wirtschaftlichen Erfolg eines Spiels sind aber auch andere Faktoren wichtig. Jeweils 70 Prozent der Verlage nennen ein ansprechendes Design und unkomplizierten Spielspaß. 65 Prozent halten attraktive Preise für entscheidend. Neben guten Ideen müssen deshalb auch Gestaltung, einfache Zugänglichkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen.

Regionale Vorlieben trotz Internationalisierung

Obwohl die Spielebranche international ausgerichtet ist, gibt es weiterhin regionale Unterschiede.

Europa wird besonders mit anspruchsvollen Spielkonzepten verbunden. Autoren-, Strategie-, Kenner- und Expertenspiele werden jeweils von 61 Prozent der befragten Unternehmen dem europäischen Markt zugeordnet. Nordamerika wird dagegen stärker mit Lizenzspielen (44 Prozent), Partyspielen (28 Prozent) und Trading Cards (17 Prozent) verbunden.

Die unterschiedlichen Vorlieben bieten den Verlagen neue Möglichkeiten. Gleichzeitig müssen sie bei der Entwicklung und Vermarktung ihrer Spiele die jeweiligen Märkte berücksichtigen.

50 Prozent der befragten Verlage planen Investitionen in die internationale Expansion. Weitere 44 Prozent wollen Geld in neue Spiele investieren. Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten setzt die Branche damit weiterhin auf Wachstum.

Künstliche Intelligenz als Chance

Auch künstliche Intelligenz beschäftigt zunehmend die Spieleverlage. Besonders interessant sind Anwendungen, die den Einstieg in ein Spiel erleichtern.

44 Prozent der befragten Unternehmen sehen Chancen in KI-generierten Tutorials, die Spielabläufe erklären. Weitere 33 Prozent erkennen Möglichkeiten, Spielregeln mithilfe künstlicher Intelligenz verständlicher aufzubereiten.

Daneben könnte KI auch bei der Entwicklung neuer Spiele zum Einsatz kommen. Welche Auswirkungen diese Technologien langfristig auf Gesellschaftsspiele haben werden, bleibt abzuwarten.

Fachhandel und SPIEL in Essen bleiben wichtig

Trotz zunehmender Digitalisierung behält der stationäre Fachhandel seine Bedeutung. 61 Prozent der befragten Unternehmen betrachten ihn als wichtigen Ort, an dem Kunden Spiele kennenlernen und ausprobieren können.

Gerade bei Brett- und Gesellschaftsspielen lassen sich Material, Spielmechanismen und Gestaltung durch unmittelbares Ausprobieren besser beurteilen.

Zusätzliche Chancen sieht die Branche in einem neuen großen Anbieter aus dem Buchhandel, der Gesellschaftsspiele durch seine Filialen einem breiteren Publikum zugänglich machen könnte.

Eine wichtige Rolle spielt auch die SPIEL in Essen. Die internationale Publikumsmesse bietet Verlagen die Gelegenheit, Neuheiten vorzustellen und direktes Feedback von Spielefans und Handel zu erhalten.

78 Prozent der befragten Unternehmen messen der SPIEL eine große oder sehr große Bedeutung für das Jahresendgeschäft bei. Die Messe bleibt damit ein wichtiger Treffpunkt für Verlage, Handel und Spielefans.

Fazit: Gesellschaftsspiele bleiben gefragt

Die aktuellen Zahlen des Spieleverlage e. V. zeigen eine Branche, die sich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten gut entwickelt. Das Wachstum bei Spielen und Puzzles, die zunehmende Bedeutung erwachsener Spielefans und die Nachfrage nach gemeinsamen Spielerlebnissen sprechen für eine weiterhin positive Entwicklung.

Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an die Verlage. Neue Zielgruppen, unterschiedliche regionale Vorlieben und technische Entwicklungen eröffnen neue Möglichkeiten. Wichtig bleiben dabei eine ansprechende Gestaltung, unkomplizierter Spielspaß, angemessene Preise und vor allem das gemeinsame Spielen.

Mit Investitionen in neue Spiele und internationale Märkte sowie der Unterstützung durch Fachhandel und Veranstaltungen wie die SPIEL in Essen blickt die Branche zuversichtlich in die Zukunft. Brett-, Karten- und Gesellschaftsspiele bleiben ein beliebter Teil der Freizeitgestaltung und ein Markt, der weiterhin wächst.

Quelle: Spieleverlage e. V., Pressemitteilung zur SPIEL 2026 in Essen vom 21. Oktober 2026. Angaben zum Board Games INDEX (BGI), zum Freizeitmonitor 2026 der Stiftung für Zukunftsfragen sowie zu Marktdaten von Circana.

Transparenzhinweis: der Einfachheit halber wurde die Original-Pressemeldung mithilfe von KI zusammengefasst.
(Ausserdem bin ich gerade auf der SPIEL in Essen und hätte gar keine Zeit für eine schnelle Zusammenfassung. Daher war KI eine pragmatische Lösung.)

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