Kartenspiele

Wer Kartenspiele für Glücksspiele hält, der kann nicht richtig mischen!

Kartenspiele für zwischendurch und unterwegs sollten zwei Kriterien erfüllen. Sie sollten kompakt, einfach und unterhaltsam sein. Als viertes Kriterium am Besten noch großen Spaß bereiten.

Gut das es zur Zeit einige Kartenspiele gibt, auf die diese Kriterien voll zutreffen. Auch in unseren Runden und bei unseren Veranstaltungen sind diese Art von Kartenspielen als Aufwärmer, Absacker oder Dauerbrenner, immer gefragt.

Hier möchten wir jetzt unsere aktuelle Top10 (in alphabetischer Reihenfolge) dieser Kartenspiele vorstellen. Nicht alles sind neue Spiele, einige sind älter. Aber es sind allesamt Spiele, die aktuell bei uns immer wieder und gerne auf den Tisch kommen. Wie es in ein paar Monaten ausschaut, weiß ich nicht. Warten wir’s ab.

Einige der Top10-Titel haben wir bereits besprochen. Die entsprechenden Links führen direkt zu unserer Meinung.

viereinhalbminuten

4 1/2 Minuten (Joachim Reif, Moses)

Dieses kooperative Ablegespiel erinnert ein wenig an 5-Minute-Dungeon mit Mau-Mau-Regelelementen. Es geht darum, einen Kartenstapel möglichst komplett abzulegen auf mehrere Ablagestapel. Bei all der entstehenden Hektik sollte man aber immer darauf achten, dass der folgende Mitspieler auch noch ablegen kann. Nichts für trödelige Schlafmützen. 270 Sekunden sind verdammt kurz! Aber sehr unterhaltsam.

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CaBo

Cabo (Mandy Henning & Melissa Limes, Eventide Games)

Dieses weitestgehend unbekannte, schön illustrierte Kartenspiel erschien bereits 2010 und macht besonders zu viert richtig Laune. Wichtig dabei ist, seine Mitspieler zu „lesen“. Was hat er/sie vor? Warum macht er das? Sammelt er dieselben Karten wie ich? Ziel ist es, mit den eigenen vier Karten die kleinste Summe zu haben. Da zu Beginn nur zwei der vier eigenen Karten bekannt sind, heißt es mitdenken. Tausche ich eine meiner Karten blind mit einer Karte vom Nachziehstapel oder nutze ich die Funktion einer Karte vom Nachziehstapel? Ein schönes Spiel, bei dem man schon ein bisschen mitdenken und taktieren kann, soll, muss.

Krasse Kacke

Krasse Kacke (Jonathan Favre-Godal, Pegasus)

Ein Fäkalsprache-Kartenspiel? Ja, und? Irrwitziges Thema, nette Illustrationen und einfache Regeln. All das sind die Bausteine für ein kurzweiliges Memo-Spiel. Reihum stellen wir Verdächtigungen an, welches der sechs Tiere seine unappetitlichen Hinterlassenschaften irgendwo in der Wohnung abgelegt hat. Wer seine Handkarten dabei schnell los wird, hat einerseits die Chance, eine Runde zu gewinnen, macht es aber auch sich und seinen Mitspielern immer schwerer, ein Tier zu benennen, von dem noch eine Karte im Spiel ist. Läuft ein Verdacht ins Leere, ertappt. Jetzt gibt‘s einen Minuspunkt in Form eines Häufchens.

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LAMA Schachtel

L.A.M.A. (Reiner Knizia, Amigo Spiele)

Einfaches Kartenablegespiel mit hohem Fun-Faktor. Es gilt, möglichst als erster alle sechs Handkarten abzulegen. Gelingt dies einem anderen Spieler zuerst, bringt jede Handkarte entsprechend Ihrem Wert Minuspunkte. Es ist auch möglich, zu passen und sich mit seinen Restkarten zufrieden zu geben. Da doppelte Werte nur einfach zählen, kann man ruhig einmal mit 4 Handkarten aussteigen, wenn dies alles 1er sind.

Nominiert zum Spiel des Jahres 2019

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Lucky Lachs

Lucky Lachs (Ken Gruhl & Quentin Weir, Kosmos)

Aktionsgeladenes Ablegespiel bei dem jeder Spieler versucht, seinen Kartenstapel so schnell als möglich abzuwerfen. Karte um Karte wird dafür ein Partner gesucht, der im selben Moment die selbe Karte loswerden will. Nur Sehnsucht zweifelnden, dürfen beide ablegen. Neben einer sehr lauten Variante, kann das Spiel auch pantomimisch gespielt werden, was nicht minder schwer und lustig ist.

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Skyjo Box

Skyjo (Alexander Bernhardt, Magilano)

Zwei Jahre war Skyjo ein Underdog, ein Geheimtipp. Doch dann, Ende 2017 der Durchbruch. 12 Karten in einem 4×3 Raster liegen zu Beginn vor uns. Werte von -2 bis 12 stehen dabei für Punkte, die man eigentlich gar nicht will. Zwei Karten der Auslage liegen bereits offen. Ziel ist es, durch nachziehen und austauschen, seine Auslage Stück für Stück offen zu legen und am Ende die wenigsten Punkte zu haben. Das Spiel funktioniert in fast jeder Runde und immer wieder aufs Neue macht es Spaß. Emotionaler Dauerbrenner, den man einmal gespielt haben muss.

Schachtel Texas Showdown

Texas Showdown (Mark Major, Amigo Spiele)

Willkommen im Wilden Westen. Wer sammelt die wenigsten Minuspunkte und wer ist das Opfer? Bei diesem Stichspiel kann man seine Mitspieler wunderbar in die Enge treiben. Doch Vorsicht! Manchmal schlägt das Schicksal unbarmherzig zurück. Jeder Stich ist ein Minuspunkt. Farbe muss bedient werden. Wer nicht bedienen kann, eröffnet eine weitere Farbe. Die höchste Karte in der angespielten Farbe bekommt den Stich. Es sei denn, eine andere Farbe ist häufiger vertreten. Dann geht der Stich an einen anderen Spieler. So war‘s geplant, oder?

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The Mind

The Mind (Wolfgang Warsch, NSV)

Das derzeit wohl ungewöhnlichste kooperative Ablegespiel auf dem Markt. Beginnend mit einer Handkarte, kommt in jeder Runde eine weitere hinzu. Das einzige was zu tun ist, ist die Karten in der richtigen Reihenfolge auf den Ablagestapel zu legen. Aufsteigend und fehlerfrei. Dabei gibt es auch keine Reihenfolge. Wer die passende Karte hat, der legt diese ab.

Einziger Haken: es darf nicht gesprochen werden!

Absolut faszinierend daran ist, dass es immer wieder funktioniert. Warum? keine Ahnung. Vielleicht höhere Mächte oder gar DIE Macht?

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tippi toppi boxxi

Tippi Toppi (Ken Gruhl, Schmidtspiele)

Neu, unscheinbar und mit einem banalen Titel, kommt dieses kooperative Ablegespiel daher. Jeder hat vier Handkarten und muss eine davon auf einen der vier Ablagestapel passend legen. Zahl auf Zahl, Farbe auf Farbe, so wie man es kennt. Gleichzeitig wird versucht, eine von vier ausliegenden Aufgabenkarten zu erfüllen. Gelingt dies, kommt eine neue Aufgabe ins Spiel. Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, bevor alle Aufgaben erledigt sind, hat die Gruppe verloren.

Aktuell ein echter Geheimtipp.

wizard box

Wizard (Ken Fisher, Amigo Spiele)

Wenn es um Kartenspiele geht, darf Wizard nicht fehlen. Dieses Stichspiel ist zugegeben, nicht ganz neu (aus dem Jahr 1984!). Aber immer noch gehört es zu meinen persönlichen Favoriten bei den Stichspielen. Wie oft haben meine Handballkollegen und ich nach dem Training Wizard gespielt? Ich weiß es nicht! Es waren unzählige Partien. Einfach ist das Ganze jedoch nicht. Es gilt, seine eigenen Handkarten richtig einzuschätzen und die Anzahl der eigenen Stiche richtig vorherzusagen. Nur dann gibt es Pluspunkte. Der Clou: in jeder Runde bekommt man eine Karte mehr auf die Hand.


So, das waren unsere aktuellen Top10 Kartenspiele, auch wenn ältere Titel darunter sind.

Wir hoffen, ihr seid unserer Meinung und wir haben kein Kartenspiel unterschlagen. Solltet ihr anderer Meinung sein, oder ein Spiel vermissen, schreibt es gerne in die Kommentare.


Hinweis:

Bei dieser Liste handelt es sich um eine persönliche Top10.
Es ist uns bewusst, dass es noch viele, viele Kartenspiele gibt. Die meisten haben wir wahrscheinlich nie gespielt und kennen sie auch nicht.
Es ist also keine allgemeine Top10 die auf Fakten, Statistiken, Umfragen o.ä. beruht, sondern einzig und alleine UNSERE Liste mit UNSEREN Tops. Wir hätten also auch „10 Tipps“ schreiben können.
Und da wir die Kartenspiele auch nicht bewerten oder ranken wollen, haben wir auf Positionsnummern verzichtet und alphabetisch sortiert. Völlig wertfrei.

1 Kommentar

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