Codenames Duett

„Codenames Duett“ ist der dritte Ableger vom Spiel des Jahres 2016 „Codenames“. Nach „Codenames Pictures“ und „Codenames Undercover“ ist „Codenames Duett“ speziell für zwei Spieler gedacht. Autor Vlaada Chvátil hat sich für seine Duett-Version Unterstützung von Scot Eaton geholt, der (Achtung: fun fact) ein bekennender Gegner von Downtime ist.

Eckdaten

Name: Codenames Duett
Autoren: Vlaada Chvátil, Scot Eaton
Grafik: Tomáš Kučerovský
Verlag: Czech Games Edition
Vertrieb: Asmodee
Für wen: ab 2 Spieler, ab 11 Jahren
Spieldauer: 15-30 Minuten
Platzbedarf: 40×60 cm

Codenames Duett

Verlagstext

Du und dein Partner sind auf geheimer Mission in einer Großstadt. Euer Ziel: Nehmt Kontakt mit 15 Agenten auf, aber geht den feindlichen Attentätern aus dem Weg.

Du kennst die Agenten, die dein Partner gefahrlos kontaktieren kann. Dein Partner kennt die Agenten, die du gefahrlos kontaktieren kannst. Indem ihr euch aus einem einzigen Wort bestehende Hinweise gebt, die zu mehreren Wörtern auf dem Spieltisch passen, versucht ihr alle Agenten vor Ablauf der Zeit zu finden.
Das Spiel ist eigenständig, man braucht dazu also keine weiteren Ausgaben von „Codenames“. Wer will kann die Wort- bzw. Bildkarten aus den anderen Spielen aber auch für „Codenames Duett“ benutzen.

Quelle: www.asmodee.de

Spielbeschreibung und Eindrücke

Codenames Duett„Codenames Duett“ ist der dritte Ableger vom Spiel des Jahres 2016 „Codenames“. Nach „Codenames Pictures“ und „Codenames Undercover“ ist „Codenames Duett“ speziell für zwei Spieler gedacht. Autor Vlaada Chvátil hat sich für seine Duett-Version Unterstützung von Scot Eaton geholt, der (Achtung: fun fact) ein bekennender Gegner von Downtime ist.

Wer „Codenames“ bereits kennt, muss sich allerdings auf einige feine Unterschiede bei den Regeln einstellen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Regeln der Duett-Variante genau zu lesen. (Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du lieber Leser „Codenames“ bereits kennst. Wenn nicht, sag Bescheid.)

Ausgelegt werden, wie bei „Codenames“ 25 Wortkarten in einem 5×5-Raster. Die Codekarte wird so aufgestellt, das jeder Spieler nur (s)eine Seite sieht. Darauf abgebildet sind jeweils, auf jeder Seite unterschiedlich, drei (!) Killer-Karten (Attentäter), Wortkarten also, die man nicht wählen sollte. Außerdem sieht jeder Spieler 9 grüne Felder. Das sind die Wörter, die es zu erraten gibt. Allerdings sehen hier nicht beide Spieler 9 verschiedene Karten. In Summe sind 15 Wörter zu finden. Das bedeutet, manche Wörter sind für beide Spieler identisch, manche Wörter bedeuten je nach Spieler „Treffer“, „Neutral“ oder „Attentäter“. Man muss also schon sehr genau überlegen, was man tut. Natürlich könnte man jetzt schön abwechseln immer nur „XY – 1“ sagen, aber das wäre zu einfach, wenn nicht gar albern. Die 15 Wörter müssen im Grundspiel nach maximal 9 gemeinsamen Rateversuchen gefunden werden. Das klingt hart, ist es auch! „Codenames Duett“ ist im Vergleich zum Original auch deutlich schwerer.

Codenames DuettBeim Raten gilt, wer an der Reihe ist, darf zusätzlich Hinweisen aus vergangenen Rateversuchen nutzen. Solange man keinen Fehler macht, ist man am Zug. Das ist sehr wichtig, denn 9 Runden sind verdammt schnell vorbei. Besonders tricky dabei sind die „neutralen“ Wörter. Denn was für den Partner eine „neutrale“ Wortkarte ist, kann für einen selber eine gesuchte Wortkarte sein.

Hat ein Spieler alle seine 9 Wortkarten erfolgreich identifiziert, so muss der Hinweisgeber ihm dies auch mitteilen. Anschließend rät nur noch ein Spieler. Schaffen es beide gemeinsam, innerhalb von 9 Runden alle 15 Wörter zu finden, haben sie das Spiel gewonnen. Bleiben nach 9 Runden noch unentdeckte Wörter übrig haben beide jedoch noch eine allerletzte Chance auf den Sieg. Den „sudden death“ (engl.: plötzlicher Tod). Dabei werden keine Hinweise mehr gegeben, sondern nur noch geraten. Sobald jedoch dabei auf eine neutrale Karte getippt wird, gilt das Spiel als verloren. Beim Tippen auf einen Attentäter, sowieso. Gelingt es allerdings, bei dieser letzten Chance, dem „sudden death“ auch noch die letzte Wortkarte zu finden, ist das Spiel gewonnen.

Variante für Profis

Codenames DuettWer es ein paar Mal geschafft hat, innerhalb von 9 Runden alle 15 Wörter zu finden, der sollte sich an die Variante „Missionskarte“ wagen. Dafür liegt dem Spiel ein Block (DIN A5) bei, auf dem eine Weltkarte mit 26 Metropolen gezeigt wird. Bei jeder dieser Metropolen stehen zwei Zahlen. Die erste Zahl gibt an, wie viele Rateversuche das Team hat, die zweite Zahl gibt an, wie viele Fehler (neutrale Wortkarten) gemacht werden dürfen. Dabei gilt allerdings, dass Attentäter das Spiel in jedem Fall sofort beenden.

Beginnt man nun eine neue Missionskarte, so wird zu Beginn „Prag 9-9“ markiert. Die Spieler entscheiden dann, welche Mission sie als nächstes versuchen möchten. Es muss aber immer eine Mission sein, die mit einer bereits erfolgreich beendeten Mission verbunden ist. Im Falle „Prag“ sind dies die Missionen „Berlin 11-2“, „Moskau 8-8“ oder „Kairo 9-5“. Schafft man alle 26 Missionen, ist man definitiv ein wahrer Codenames-Experte. Dann sollte man mit Karten aus der Variante „Codenames Pictures“ eine neue Missionskarte starten. Aber auch die Karten aus den anderen Versionen können genutzt werden. ´Dann stehen weit über 1.000 verschiedene Wörter zur Verfügung, was enorm viel Abwechslung bringt.

Tipp: Kenne deinen Partner

Wer seinen Partner kennt und weiß wie er tickt, der hat schon gewaltige Vorteile. Denn manchmal können auch Hinweise, die völlig daneben liegen, zum Erfolg führen. Da ich zum Beispiel weiß, dass mein Junior sich in Deutschland nicht so gut auskennt, konnte ich mit „Frankfurt – 2“ doch sehr erfolgreich auf „Flughafen“ und „Rhein“ hinweisen. Ja, Frankfurt liegt am Main und nicht am Rhein, aber ich wusste was Junior nicht wusste! Der Zweck heiligt auch hier die Mittel. Die Mission ist das Ziel. Wie man allerdings bei „Puszta – 2“ auf „Karotte“ und „Jura“ anstelle von „Bauer“ und „Tanz“ kommt, bleibt mir ein Rätsel. Gut das wenigstens „Karotte“ ebenfalls gesucht wurde.

Fazit

Uns gefällt „Codenames Duett“ super gut. Zwar sind mein Sohn (20) und ich noch nicht mit unserer ersten Missionskarte durch, aber wir geben nicht auf. Denn wer erfolgreich „Mutter – 2“ mit „Sack“ und „Pfanne“ assoziieren kann, der ist garantiert auf dem richtigen Level welches ausreichend sein muss, um „Codenames Duett“ zu spielen. In anderen Duett-Runden, bei denen ich das Spiel einführte, beschränkten sich die Partien immer auf die Grundvariante, aber immer mit Zustimmung und sehr großem Interesse.

Am liebsten spiele ich persönlich aber das Original zu sechst (drei gegen drei). Fehlen jedoch Mitspieler, so ist die Duett-Variante auch immer eine Herausforderung die sehr kurzweilig und spannend sein kann. Wer allerdings dem gesamten Codenames-Konzept absolut nichts abgewinnen kann, der wird auch beim Duett nicht glücklich. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden – und das ist auch gut so.

© 21.01.18 Oliver Sack

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Abbildungen der Spiele und Regelauszüge © CGE/ Asmodee
Titelfoto: © Jürgen K. – www.spielbar.com
alle anderen Fotos: © Oliver Sack


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