Magnefix Titel
Lesezeit: 4 Minuten

Klacker-Klacker, Gelächter und Geschrei. Das sind die akustischen Nebenprodukte einer Partie Magnefix. Magnefix ist ein schnelles Reaktionsspiel, bei dem die Hand-Auge-Koordination ebenso wichtig ist, wie eine schnelle Auffassungsgabe. Alles nichts Neues? Dachten wir anfangs auch, gibt es davon schließlich schon einige, unter anderem auch „Halli Galli“ aus dem Hause Amigo, wo Magnefix jetzt ebenfalls erschienen ist. Gegenüber dem Genre-Klassiker „Jungle Speed“ hingegen, ist bei Magnefix jedoch die Verletzungsgefahr bei weitem geringer und das bei ähnlicher Geschwindigkeit. Was allerdings fehlt, ist eine Glocke! Hier hat das Amigo Urgestein „Halli Galli“ die Nase vorn.

Magnefix Box

Name: Magnefix

Für 2-4 Spieler, ab 6 Jahren

Autor: Roberto Fraga

Verlag: Amigo

Spieldauer: 15-30 Minuten

Platzbedarf: ca. 100x100cm

Verlagstext

Das turbulente Reaktionsspiel mit den originalen MAGFORMERS®-Bauteilen fordert euch heraus!

Wer baut am schnellsten das bunte Konstrukt der Aufgabenkarte korrekt nach? Neben einem guten Auge und einer schnellen Reaktion ist zudem noch die Beherrschung des magnetischen Widerstandes gefragt! Stellt euch der magnetischen Herausforderung und gewinnt die meisten Aufgabenkarten!

Magnefix ist das Familienspiel mit den beliebten magnetischen Bauteilen.

Quelle: www.Amigo-spiele.de

Klugschiss-Fakten zu Magnefix

Magnaformers in MagnefixIn allen Kantenflächen der Magformers sind Neodym-Magnete eingebettet. Ein Neodym-Magnet besteht aus einem der stärksten eisenbasierten, magnetischen Materialien der Welt. Dieses magnetische Material bildet sich, wenn sich 2 Neodymatome mit 14 Eisenatomen und 14 Boratomen verbinden und das Neodymmolekül, Nd2Fe14B, bilden. Neodym-Magnete werden aus diesen Molekülen hergestellt und wenn sie vollständig magnetisiert sind, können sie eine starke magnetische Anziehungskraft ausüben, die bis zum 600-fachen ihres Eigengewichts halten kann! Neodym ist ein metallisches Element, welches im Erdmantel zu finden ist. Es wurde 1885 von dem österreichischen Chemiker C. A. Weisbach entdeckt. Es kommt in Mineralien, wie z.B. Monazit und Bestnäsit vor. Neodym-Magnete sind erst seit ihrer Entdeckung 1984 in Gebrauch und Wissenschaftler suchen weiter nach Wegen, ihre Kraft zu erhöhen.

Da Neodym zu den sogenannten „Seltenerdmetallen“ gehört und deren Abbau streng reguliert wird, kann nicht vorhergesagt werden, wie sich die Preise für dieses Material entwickeln. Auch durch Spekulanten werden die Preise nach oben getrieben.

Quelle: www.Magformers.de

Unsere Erfahrungen mit Magnefix

Magnefix folgt einem bekannten Mechanismus. Karte aufdecken, alle versuchen das zu bauen, was auf der Karte abgebildet ist. Sieger einer Runde ist der Spieler, der es am schnellsten und natürlich richtig geschafft hat, seine 5 Bauteile genau so anzuordnen, wie sie auf der Karte abgebildet sind. Der Sieger nimmt sich die Aufgabenkarte und wer am Ende die meisten Karten gesammelt hat, gewinnt die Partie Magnefix.

Magnefix BeispieleMehr ist es tatsächlich nicht, aber die Sache hat 2 Haken! Erstens, die Teile sind magnetisch und nicht immer passt das Magnetfeld, sodass man hektisch beginnen muss, einzelne Teile zu drehen und zu wenden. Zweitens, es müssen immer alle 5 Teile verwendet werden, auch wenn weniger abgebildet sind. Dazu müssen auch mal Teile übereinander gesetzt werden, damit man sie beim Blick von oben nicht sieht. Dann sind wir wieder bei Problem Nr. 1 – die Teile sind magnetisch und wollen oft nicht so wie man will.

Wir haben Magnefix mit Vielspielern als lustigen Aufwärmer gespielt und mit Gelegenheitsspielern (Familien). Letztere hatten unterm Strich deutlich mehr Spaß an der hektischen Angelegenheit. Aber die Idee ist grundsätzlich cool, auch wenn wir die gute alte Halli-Galli-Glocke hier vermissen. Einfach nur mit der Hand auf die Aufgabenkarte schlagen, ist nicht ganz so lustig. Es geht nämlich nichts über ein hektisches Bimm-Bimm mit einer Glocke. (Ja, ich weiß, nur 1x draufhauen, nicht 8x!)

Und was macht es jetzt zu etwas besonderem unter den Reaktionsspielen? Nun, das sind sicher die Magnete. Diese kommen bisher nur selten zum Einsatz als Spielmaterial bei Reaktionsspielen (Abgesehen von „Clack!“, Amigo) und geben dem Ganzen das gewisse Extra.

Fazit

Magnefix ist genau das, was es sein will. Ein Spiel für die Familie mit Kindern von 6-10 Jahren. In dieser Zielgruppe wird es sicher viel Freude bringen. Eine echte Alternative unterm Christbaum.

Für Vielspieler bleibt es maximal ein Aufwärmer in illustrer Runde.

© 29.10.2020 Oliver Sack

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Abbildungen der Spiele und Regelauszüge ©Amigo Spiele / Fotos: © Oliver Sack
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Der Einfachheit halber, verwende ich die maskuline Schreibweise in meinen Texten. Wenn ich von „Spieler“ schreibe, meine ich natürlich immer auch „Spielerinnen“ bzw. „Spieler m/w/d“ – um hier mal politisch korrekt zu bleiben, bevor jemand aus einem Loch kriecht und meckert. Das gilt übrigens auch für Grammatik und Rechtschreibung.