Mindextreme_titel

Seit 2018 ist es möglich, transzendentale Spielerfahrungen jenseits der üblichen Spiritualität zu erfahren. Ob ich Würfelaugen-Pulver geraucht hab? Nein. Gemeint sind die Erfahrung und das Erleben eines völlig neuen Spielgefühls, welches uns Wolfgang Warsch mit seinem „The Mind“ gebracht hat. Und jetzt schickt er uns in eine neue Dimension eines unfassbaren Spielerlebnisses. Bei „The Mind Extreme“ agieren wir jetzt mental in zwei parallelen Zahlenräumen, gleichzeitig.

Eckdaten

Name: The Mind Extreme

Für 2-4 Spieler, ab 10 Jahren

Autor: Wolfgang Warsch

Verlag: NSV

Spieldauer: ca. 30-45 Minuten

Platzbedarf: ca 40×40 cm

Mind Extreme Box

Spielprinzip von The Mind Extreme

mind extrem stapelJeder Spieler hat je nach Level zwischen 1 und 12 Handkarten. Diese gilt es, ohne jegliche Absprache, in der korrekten Reihenfolge auf einen offenen Ablagestapel zu legen. Gelingt dies fehlerfrei, gilt das Level als erfolgreich abgeschlossen.

Der genaue Spielablauf ist dabei nahezu identisch mit dem kleinen Bruder „The Mind“, daher möchte ich an dieser Stelle gar nicht näher auf die Regeln eingehen, sondern diese einfach mal voraussetzen und nur die Neuerungen beziehungsweise Ergänzungen aufzeigen.

(Hier geht‘s zu unserer Besprechung zu „The Mind“.)

Neu ist jetzt, dass wir zwei Ablagestapel ohne Absprache oder Spielerreihenfolge, bedienen müssen. Ein Stapel wird aufsteigend von 1 bis 50 bedient, der andere von 50 bis 1, absteigend. Es sind also nach wie vor 100 Karten, jeweils zwei Sets von 1 bis 50, in zwei Farben.

Das war eigentlich schon alles, was wirklich neu ist.

Jetzt läuft das Spiel wie immer. Es werden je nach Level 1-12 Karten an jeden Spieler verteilt, welche dann in korrekter Reihenfolge auf die beiden Ablagestapel gelegt werden sollen.

Neu ist auch, dass ab Level 3 einer der beiden Ablagestapel zudem noch verdeckt bedient werden muss. In diesem Falle lassen sich Fehler erst am Ende, wenn alle Handkarten gespielt sind, feststellen.

Unser Spielgefühl

Ich weiß gar nicht, wie ich das hier alles beschreiben soll. Es ist und bleibt, auch bei „The Mind Extreme“, absolut faszinierend, dass das Spiel überhaupt funktioniert. Ob es alleine nur Glück ist, wage ich aber zu bezweifeln. Da muss doch mehr sein. Während es bei „The Mind“ zudem noch möglich war, in Gedanken mitzuzählen, ist diese Schummelei bei „The Mind Extreme“ vollkommen unmöglich. Und dennoch, irgendwie funktioniert es trotzdem.

mind extremeBei einer Handkarte pro Spieler könnte man durchaus noch von Glück reden. Bei zwei Handkarten wegen mir auch noch. Aber was ist bei drei, vier oder noch mehr Handkarten? Da fallen Karten wie 17-20-23-46 in korrekter Reihenfolge auf dem aufsteigenden Stapel und 47-35-34-3 auf dem absteigenden Stapel, sehr zur Freude der Spieler natürlich. Doch warum? Warum haben wir so eine gute Verbindung untereinander? Hinzu kommt noch, dass dabei die beiden Stapel nicht abwechselnd, sondern nach Gefühl bespielt werden. Absolut irre! Selbst wenn man mit einem verdeckten Stapel spielt, ist man oft erfolgreich! Ist das noch Glück?

Oder liegt es an meiner Gruppe? Sind wir auf einer Ebene, jenseits der Vernunft, auf einer Wellenlänge? Das schon mal ganz sicher! Aber reicht es tatsächlich, die Schwingungen der Mitspieler zu empfangen, sofern so etwas überhaupt existiert? Ich weiß es nicht. Vor 500 Jahren hätte man uns jedenfalls für diese Nummer wahrscheinlich auf einem Stapel Holz mit samt der Karten „erwärmt“.

Allerdings gibt es auch Situationen in denen absolut kein Spielspaß, keine Faszination aufkommen mag. Dann nämlich, wenn es schon zu Beginn mit ein oder zwei Handkarten einfach nicht funktionieren will. Dann ist die Luft raus, die Euphorie und Faszination verflogen. Hat man in dieser Situation dann noch Mitspieler, die „The Mind“ zum ersten Mal spielen, wird man sie für eine weitere Partie eher nicht begeistern können. Wenn „Mind-Neulinge“ aber gleich in ihren ersten Partien, Runden, erfolgreich sind, dann ist der Reiz „The Mind“ oder „The Mind Extreme“ erneut und immer wieder zu spielen, deutlich höher.

 

Wer also noch nie „The Mind“ oder „The Mind Extreme“ gespielt hat, sollte alle Vorurteile außen vor lassen und sich einmal auf dieses unbeschreiblich faszinierende Spielerlebnis einlassen. Es lohnt sich.

Fazit

Wie auch schon beim kleinen Bruder „The Mind“, funktioniert das Spiel tadellos und keiner weiß warum! Man muss es einfach einmal selbst erlebt haben.

© 13.11.2019 Oliver Sack

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Abbildungen der Spiele und Regelauszüge ©NSV / Fotos: © Oliver Sack
Dies ist keine Werbung, dies ist eine rein sachliche Meinungsäußerung zu einem Produkt.


Der Einfachheit halber, verwende ich die maskuline Schreibweise in meinen Texten. Wenn ich von „Spieler“ schreibe, meine ich natürlich immer auch „Spielerinnen“ bzw. „Spieler m/w/d“ – um hier mal politisch korrekt zu bleiben, bevor jemand aus einem Loch kriecht und meckert. Das gilt übrigens auch für Grammatik und Rechtschreibung.

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