Tuete Chips Titel

Lesezeit: 6 Minuten

„Wie wär’s mit ‚ner Tüte Chips?“ – Bei dieser Frage steigen Puls und die Empörung aller Brettspielliebhaber von 0 auf 200 in unter 3 Sekunden. (Ein Traum für jeden Porsche Fahrer). Auch wir hassen Fettflecken auf unserem Spielmaterial durch diese Snacks, denn was als kleiner Chips-Krümel auf dem Spielplan liegt, wird binnen Stunden zum ausgewachsenen Fett-Unfall. Aber keine Angst, darum soll es hier nicht gehen. „‘ne Tüte Chips“ ist der Titel eines neuen Spiels aus dem Hause HUCH, das zwar auch optisch wie eine kleine Knabberei ausschaut, in Wahrheit jedoch ein kleiner, glückslastiger Aufwärmer oder Absacker für den Spieleabend ist. Ach ja, Mathelehrer aufgepasst: In der Tüte lauert eine schöne Aufgabe für den Unterricht zum Thema Stochastik.

ne Tuete Chips

Name: ´ne Tüte Chips

Für 2-5 Personen, ab 8 Jahren

Autoren: Mathieu Aubert, Theo Riviere

Illustrator: Mathieu Lidon

Verlag: Mixlore/Asmodee

Vertrieb: HUCH

Nutri Score: G (lückslastig)

Spieldauer: 15 Minuten

Platzbedarf: gering

Verlagstext

Chips – jeder mag sie! Welche Sorte ist dein Favorit? Würzige Kartoffel-Chips, Meersalz oder sogar rote Beete – die Auswahl ist riesig. Aber manchmal möchte man gerade ganz bestimmte Chips knabbern!

´ne Tüte Chips ist ein einfaches und lockeres Familienspiel, bei dem ihr jede Runde in die Chips-Tüte greift und knifflige Entscheidungen treffen müsst, um so viele Punkte wie möglich zu bekommen.

Zu Spielbeginn erhält jeder von euch Karten, die für bestimmte gezogene Chips-Kombinationen Punkte bringen. Runde für Runde müsst ihr euch entscheiden mit welcher Karte ihr bei Spielende punkten wollt. Welcher Chip wird wohl als nächstes gezogen?

Seid vorsichtig, denn wenn ihr zu gierig seid, könnt ihr viel verlieren!

Quelle: Huch

Der Spielablauf in groben Zügen

Tuete Chips StartIn der Tüte befinden sich 25 Chips in 5 Farben und unterschiedlicher Stückelung. Von diesen 25 Chips werden über 4 Runden insgesamt 14 Chips gezogen. Anschließend wird geschaut, wer mit seinen Wertungskarten die meisten Punkte erzielt hat.

Um zu punkten, müssen die Angaben auf den Wertungskarten mit den 14 gezogenen Chips übereinstimmen. Zum Beispiel: „erhalte 20 Punkte, wenn kein gelber Chip gezogen wurde.“

Zu Beginn einer Runde werden dazu nur 5 Chips gezogen und offen ausgelegt. Anschließend darf man bereits zwei seiner sechs Wertungskarten verdeckt abwerfen. Diese will oder kann man gar nicht erfüllen.

In der zweiten Runde werden dann 4 Chips gezogen, zu den bereits 5 gezogenen ebenfalls offen ausgelegt und eine weitere Wertungskarte verdeckt abgelegt.

In der dritten Runde werden nun noch 3 Chips gezogen und offen ausgelegt. Von den nun verbliebenen 3 Wertungskarten wird eine offen ausgelegt, von der man denkt, sie nicht erfüllen zu können, denn diese Karte bringt Minuspunkte, sollte sie am Ende erfüllt sein. Die restlichen zwei Karten werden als Tipp für Pluspunkte ebenfalls ausgelegt. Diese Karten will man unbedingt erfüllen.

Die vierte Runde wird dann spannend. Es werden noch einmal ganz langsam 1 + 1 Chips nacheinander gezogen und ausgelegt. Dann wird abgerechnet.

Jeder kontrolliert, ob er Plus- oder Minuspunkte bekommt. Der Sieger bekommt dann Siegpunkt(e) für die Schlusswertung. Hat ein Spieler jetzt 4 Punkte, hat er die Partie gewonnen. Wenn nicht, folgt die nächste Runde.

Unsere Erfahrungen und Eindrücke

tuete chips wertungDie Verpackung des Spiels ist ein echter Hingucker. Sie sieht aus wie eine echte Tüte Süßigkeiten. Druckverschluss, Nutri-Score, Hinweise zum Inhalt und Abbildungen der bunten Chips. Fast schon zum reinbeißen. Und irgendwie ist das Spiel so auch optisch ganz witzig, wenn man in die Tüte greift, um Chips zu angeln. Es gibt einem schon ein bisschen das Gefühl, hier Leckereien zu ziehen.

´ne Tüte Chips ist schnell erklärt und schnell gespielt. Wer allerdings versucht, eine Taktik zu finden, der wird scheitern! Alles ist glückslastig, aber wer Spaß an Wahrscheinlichkeitsrechnung hat, kann gerne alles berechnen. Dann steigen die Chancen. Doch am Ende kommt es sowieso anders. (Wie bei jeder guten Statistik.) So gibt es zum Beispiel 201 Punkte, wenn am Ende keine lila Chips gezogen wurden. Da wir nur 3 lila Chips unter den 25 Chips haben, lässt sich das gut berechnen. Die Wahrscheinlichkeit, in den 4 Runden keinen lila Chip zu ziehen, liegt hier bei rund 8,5% oder 1:11,76 (Sollte ich mich verrechnet haben, bitte korrigiert mich in den Kommentaren.)

So hat das Spiel also doch ein wenig System und ist nicht ganz so willkürlich, wie es zunächst erscheint, wenn man die Punktewerte betrachtet. Denn bei den Punktekarten gilt, je höher die zu erreichende Punktzahl, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit das es klappt. Das tut dem Spiel auch gut, denn sonst wäre es doch zu viel Glück. So ist es eine gute Mischung aus Glück und „Planung“, wobei der Glücksanteil deutlich überwiegt, was es wiederum sehr unterhaltsam macht.

In unseren Runden hat das Spiel auf jeden Fall immer gut funktioniert. Es ist wie gesagt unterhaltsam, spannend und nicht besonders schwer zu lernen. Daher bringen wir es bei unseren öffentlichen Spieleabenden auch immer wieder gerne als Aufwärmer oder Absacker auf den Tisch. „Let’s zock about chips!“

Fazit

tuete chips hand´ne Tüte Chips ist ein reines Zockerspiel, welches kurzweilig ist und einen kleinen Spannungsbogen mitbringt. Wir bringen es meist als Aufwärmer oder kleinen Absacker auf den Tisch. Es ist absolut chaotisch und dabei sehr unterhaltsam. Klar, es ist kein abendfüllendes Spiel, will es aber auch nicht sein. Und, ´ne Tüte Chips ist auch ideal als Mitbringspiel.

Euch ist eine Meinung nicht genug?

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Schaut doch mal bei den lieben Kollegen vom Beeple-Netzwerk nach. Vielleicht findet ihr unter www.beeple.de noch die eine oder andere Meinung zu diesem Spiel.

Alternativ könnt ihr immer gerne auch auf unserem und auf dem Discord-Server vom Beeple-Netzwerk nach weiteren Meinungen suchen.

© 05.03.2024 Oliver Sack – Abbildungen der Spiele und Regelauszüge ©Huch / Hutter Trade / Fotos: © Oliver Sack

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Der Einfachheit halber, verwende ich meist die maskuline Schreibweise in meinen Texten. Wenn ich von „Spieler“ schreibe, meine ich natürlich immer auch „Spielerinnen“ bzw. „Spieler m/w/d“


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