team 3 titelbild

Spiele sollen in erster Linie Spaß machen, da sind wir uns einig. Doch was, wenn wir mehr wollen? Mehr Spaß? Mit Freunden Spaß haben und lachen? Dann greifen wir bei den Partyspielen zu. Spiele dieses Genres haben zudem den Vorteil, dass sie meist ein überschaubares Regelwerk haben. Ein wichtiger Punkt, gerade wann Gelegenheitsspieler mit am Tisch sitzen. Doch die Auswahl ist groß. Richtig, darum stellen wir uns noch die Frage, wie viele Mitspieler sind wir? Können wir auch in Teams gegeneinander spielen? Letzteres ist eine gerne gewählte Option, die eigentlich immer Spaß verspricht. Und genau in diese Schublade passt jetzt „TEAM 3“. Ein Partyspiel, in Teams spielbar, einfache Regeln, lustig und mit Spaßgarantie.

Eckdaten

Name: Team 3 grün / Team 3 pink

Für 3-6 Spieler, ab 8 Jahren

Autoren: Matt Fantastic, Alex Cutler

Verlag: Brain Games

Vertrieb: Abacusspiele

Spieldauer: 30 Minuten

Platzbedarf: gering

Team 3 Boxen

Über Team 3

Das Spiel gibt es in zwei Varianten, die sich zwar optisch, an der Farbe der Box unterscheiden, aber inhaltlich zu 95% identisch sind. Einzig die „Zugaben“, je eine kleine Variante/Erweiterung liegt jeder Box bei, unterscheiden sich.

Spielbar ist Team 3 auch schon mit einer der beiden Boxen. Man benötigt nicht zwingend beide. Will man aber den maximalen Spielspaß und in zwei Teams gegeneinander spielen, dann empfiehlt sich die Anschaffung beider Boxen.

Spielprinzip

Jeder kennt bestimmt die drei Affen, die aus einer alten japanischen Weisheit des Konfuzius stammen. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Und jeder kennt Bauspiele, bei denen man gemäß Vorgabe ein Bauwerk errichten muss. Beides haben die beiden Autoren Matt Fantastic und Alex Cutler nun kombiniert. Herausgekommen ist ein Bauspiel, bei dem man im Team miteinander, oder gemeinsam gegen ein anderes Team, Bauwerke nach Vorgabe errichtet. Das ganze noch abgestuft in drei Schwierigkeitsgrade.

team 3 AufgabeDie Aufgabe ist, ein Bauwerk aus Bauteilen zu errichten, das auf einer Aufgabenkarten vorgegeben ist. Und zwar schnell und fehlerfrei. Klingt einfach? Abwarten! Die Krux an der Geschichte ist, das der Spieler, der das Bauwerk bauen muss, nichts sieht! Er muss die Augen geschlossen halten. Das allein wird sicher schon dem einen oder anderen Probleme bereiten, aber mit etwas Übung, klappt das ganz gut. Allerdings darf der Spieler, der als einziger die Aufgabenkarten sieht, nicht reden. Und da der Stumme dem Blinden nicht viel sagen kann, bedarf es eines Dolmetschers. Dieser sieht zwar nicht die Aufgabe, kann aber dafür Anweisungen an den Blinden weitergeben. Dazu gibt ihm der Stumme per Handzeichen die Erklärung des Bauwerks und dieser „übersetzt“ das, was nur er sieht, für den blinden Bauarbeiter in Worte, so dass dieser das Bauwerk exakt nach Vorgabe errichten kann.

Team vs Team

Hier läuft das Spiel genau gleich ab, allerdings gibt es immer für beide Teams dieselbe Aufgabenkarten. So kommt noch mehr Action ins Spiel, denn es reden zwei Spieler gleichzeitig und geben ihren Bauarbeitern Anweisungen. Dass dabei nicht immer dieselben Bauteile und deren Position gemeint sind, sorgt für zusätzlich Chaos und massenhafter Situationskomik.

Erfahrungen und Spielgefühl

Wir haben zwischenzeitlich einige Partien gespielt und hatten grandiose Runden mit viel Spaß und Gelächter. Recht schnell artet das ganze in Chaos aus, vor allem, wenn sich Stummer und Tauber schon nicht verstehen. Dann nämlich ist der Blinde hilflos.

Wir hatten eine Runde, in der sich Stummer und Tauber minutenlang über die Definition eines „Z“ im Vergleich zu einem „S“ stritten, obwohl der Blinde bereits das korrekte Teil in der Hand hatte. War auch nicht schwer, denn es war das letzte, auf dem Tisch verfügbare Teil. Aber nein, der Spieler wurde ignoriert, um erst einmal das korrekte Handzeichen für dieses Bauteil zu diskutieren. Herrlich!

Ebenfalls für Lacher sorgt gerade bei „Anfänger“ immer wieder die Ansage „nein, nicht das schwarze, nimm das rosa Teil!“

Team 3 macht also echt Spaß. In unseren Runden, Team gegen Team, blieb selten ein Auge trocken. Alle waren begeistert und meist haben wir noch ein paar Runden drangehängt, sodass jeder jeden Job mindestens zwei Mal ausgeführt hat. Egal welches Spielende die Regeln vorsehen.

Ich persönlich habe schon lange nicht mehr bei einem Partyspiel so viel gelacht, wie bei Team 3 und freue mich schon auf den kommenden Spieleabend, wo wir Team 3 wieder vorstellen und versuchen, mit neuen Mitspielern den selben Spaß zuhaben. Ich bin mir sicher, das klappt.

Die Mini-Erweiterungen in Team 3

Wie eingangs erwähnt, befindet sich in jeder her beiden Boxen noch eine Mini-Erweiterung. In der grünen Box kommt „Mind Merge“, in der rosa Box „Dimension Tension“.

Bei „Mind Merge“ muss der Spieler, der das Bauwerk errichtet, gleich zwei unterschiedliche Bauwerke errichten. Um das aber richtig schwer zu machen, eines mit der rechten Hand und eines mit der linken. Das ist absolut nicht einfach und fordert, auf Grund des Zeitdrucks, höchste Konzentration. Aber es ist machbar.

„Dimension Tension“ dagegen erinnert an „La Boca“ (Kosmos) von Inka und Markus Brand. Hier muss ein dreidimensionales Bauwerk errichtet werden, von dem aber nur die zweidimensionale Vorderansicht bekannt ist. Dies erfordert besonders beim erklärenden Spieler ein gutes, räumliches Vorstellungsvermögen und macht diese Art der Aufgabenstellung zur Königsdisziplin in Team 3.

Was an Team 3 stört

Nur eine kleine Sache ist es, die wir bemängeln müssen. Je nach Lichtverhältnissen, ist es sehr schwer, das gelbe Bauteil auf den Aufgabenkarten zu erkennen. Das lässt sich doch bestimmt für weitere Auflagen beheben.

Unser Fazit

Wer ein schönes, lustiges Partyspiel sucht, sollte hier zuschlagen. Am besten auch gleich beide Boxen, für maximalen Spielspaß mit Freunden oder der Familie. Team 3 ist Spaß und Chaos pur!

© 21.10.2019 Oliver Sack

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Abbildungen der Spiele und Regelauszüge ©Abacusspiele / Fotos: © Oliver Sack
Dies ist keine Werbung, dies ist eine rein sachliche Meinungsäußerung zu einem Produkt.


Der Einfachheit halber, verwende ich die maskuline Schreibweise in meinen Texten. Wenn ich von „Spieler“ schreibe, meine ich natürlich immer auch „Spielerinnen“ bzw. „Spieler m/w/d“ – um hier mal politisch korrekt zu bleiben, bevor jemand aus einem Loch kriecht und meckert. Das gilt übrigens auch für Grammatik und Rechtschreibung.

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