Game Quick Easy Titel

The Game – was sich 2015 noch recht banal anhörte, sollte innerhalb kürzester Zeit in aller Munde sein. Dieses kleine Kartenspiel schlug damals voll ein. Kooperativ mit eingeschränkter Kommunikation, so etwas gab es bis dato nicht. Der Erfolg von The Game lies bekanntlich auch nicht lange auf sich warten. Bereits im selben Jahr wurde es für das „Spiel des Jahres“ nominiert. Getragen vom Erfolg, kam 2016 bereits die verschärfte Variante The Game Extreme auf den Markt, mit meiner Meinung nach jedoch eher mäßigem Erfolg. 2017 kam es dann mit The Game Face to Face, zur Komplettierung der Trilogie. Jedoch, egal wo man hinhörte, das ursprüngliche The Game war immer noch das mit Abstand bekannteste und beliebteste. Als dann 2018 The Mind die Bühne betrat, war es um The Game gänzlich still geworden. Bis jetzt. Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg, Ende Januar 2020, wurde mit The Game Quick & Easy nun eine dritte Variante vorgestellt. Die Varianten-Trilogie ist damit komplett.

Eckdaten

Name: The Game – Quick & Easy

für 2 bis 5 Spieler, ab 8 Jahren

Autor: Steffen Benndorf

Verlag: NSV

Spieldauer: ca. 10-15 Minuten

Platzbedarf: 30x30cm

The Game Quick n Easy Box

Verlagsbeschreibung

Eine Karte legen, eine Karte ziehen, einfacher geht es wirklich nicht. Aber lasst euch nicht täuschen, auch wenn es diesmal Quick & Easy heißt – leicht zu besiegen ist The Game trotzdem nicht.

Nur als echtes Team könnt ihr es schaffen!

Spielablauf bei The Game Quick & Easy

Wie schon der Titel vermuten lässt, ist The Game Quick & Easy schnell erklärt und einfach zu verstehen. Die Spielregeln unterscheiden sich nur minimal vom Ur-The Game, was besonders The Game Profis einen schnellen Einstieg verspricht. Verallgemeinert gesagt, sind die ursprünglichen Regeln zwar weitestgehend erhalten, aber eben auch hauptsächlich eines, nämlich reduziert.

Vorbereitung

Quick n Easy HandEs gibt nur noch Sets mit Zahlen von 1 bis 10, jeweils in einer von 5 Farben. Die Anzahl der Ablegestapel wurde halbiert, sodass nur noch ein aufsteigender und ein absteigender Stapel zur Verfügung stehen. Last but not least, die Handkarten. Auch diese wurden reduziert auf jetzt übersichtliche zwei Karten pro Spieler.

Spielablauf bei The Game Quick & Easy

Grundsätzlich gibt es hier auch nicht viel Neues. Auch hier wird Bekanntes auf das wesentliche reduziert. Das Spielziel ist und bleibt, alle Karten auf die beiden Ablagestapel zu verteilen. Gelingt dies, gewinnen alle – gelingt es nicht … noch mal!

Wer an der Reihe ist, muss eine seiner beiden Handkarten auf einem der beiden Ablagestapel, entsprechend der Richtung auf- oder absteigend, ablegen. Alternativ dürfen auch beide Handkarten passend auf einem oder beiden Ablagestapeln gelegt werden. Anschließend wird wie gewohnt, die Kartenhand vom Talon aufgefüllt.

Da es nur Zahlen von 1 bis 10 gibt, kommt man sehr schnell in die Situation, keine Karte mehr legen zu können. Aber keine Sorge, natürlich gibt es auch bei The Game Quick & Easy einen Rückwärtstrick. Um diesen durchführen zu können, bedarf es lediglich einer Karte in derselben Farbe wie die zuletzt gespielte. So lässt sich dann jeder Stapel entsprechend zurücksetzen. Beispiel: Liegt auf dem aufsteigenden Stapel eine rote „9“, kann man eine rote „3“ ausspielen um diesem Stapel wieder mehr Luft zu verschaffen.

Erlaubte Kommunikation

Wie üblich bei The Game, darf man sich in gewissen Grenzen auch absprechen. Das ist sogar ausdrücklich erlaubt und Teil des Spiels. Allerdings darf man dabei nicht über alles reden. Zahlen sind und bleiben tabu! Über Zahlen darf grundsätzlich nie gesprochen werden.

Variante

Wem das alles dann doch zu einfach ist, der sollte die Profi-Variante wählen. Hier darf immer nur EINE Karte gespielt und nur noch über Farben geredet werden. Weitere Hinweise sind tabu.

Unsere Eindrücke

Wir sind The Game Profis. Vor allem zu zweit haben wir das Spiel schon oft in die Knie gezwungen. (#selbstbeweihräucherung) Entsprechend neugierig und siegessicher sind wir in unsere erste Partie gestartet. Es kam, wie es wohl gemäß der Prophezeiung kommen musste. Wir haben kläglich verloren! Nicht eine Runde, nicht zwei, nein, gleich die ersten drei Runden gingen voll in die Hose. Wir konnten zwar sofort bestätigen, dass das Spiel „Quick“, also schnell gespielt ist, aber „Easy“? Weit gefehlt.

Fun Fact: am selben Abend spielte ich mit einem Bekannten ebenfalls zu zweit. Drei Runden, drei Erfolge – geht doch!

Game - quick n Easy KartenAuch heute, nach über 50 Partien, sind Erfolge dennoch eher selten. Gelegentlich gelang es uns nicht einmal, die Hälfte der Karten abzulegen. Von Frust war jedoch nie die Rede, im Gegenteil, solche Ergebnisse waren bislang eher motivierend, es wieder zu probieren. Bei einer Spielzeit von 10 bis 15 Minuten, kann man auch gut zwei, drei Partien hintereinander spielen. Und wenn es schief geht, ist die Spielzeit für eine Partie meist sogar noch kürzer.

Doch was war und ist jetzt mit dem „Easy“? Wir sind noch auf der Suche danach, wissen aber zwischenzeitlich, „Easy“ sind nur die Regeln, das Spiel selbst hat es aber durchaus in sich. Wir bleiben dran – heute, morgen, die nächste Zeit bestimmt auch.

Fazit zu The Game Quick & Easy

Diese Variante gefällt uns wirklich gut. Doch braucht es wirklich einen dritten Ableger zu The Game? Ich weiß es nicht! Aber wie gesagt, mir gefällt es und auf jeden Fall ist The Game Quick & Easy ein toller Aufwärmer oder Absacker, bei dem nicht viel und nicht lange erklärt werden muss. Und es eignet sich prima, jemandem der das Grundprinzip von The Game nicht kennt, dieses nahe zu bringen.

Die Tatsache, dass es nicht so einfach wie augenscheinlich zu bewältigen ist, hebt den Wiederspielreiz zudem noch an.

Ein Pluspunkt ist die Spielzeit. Inklusive Vorbereitung ist man zu zweit oder zu dritt locker in 10 Minuten durch. Manchmal auch schneller – leider.

© 15.03.2020 Oliver Sack

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Abbildungen der Spiele und Regelauszüge ©NSV / Fotos: © Oliver Sack
Dies ist keine Werbung, dies ist eine rein sachliche Meinungsäußerung zu einem Produkt.


Der Einfachheit halber, verwende ich die maskuline Schreibweise in meinen Texten. Wenn ich von „Spieler“ schreibe, meine ich natürlich immer auch „Spielerinnen“ bzw. „Spieler m/w/d“ – um hier mal politisch korrekt zu bleiben, bevor jemand aus einem Loch kriecht und meckert. Das gilt übrigens auch für Grammatik und Rechtschreibung.

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